Selbstanzeigenwelle

Schweizer Steuer-CD brachte Hamburg 100 Millionen

17. Oktober 2011, 20:51

Kaum Namen von tatsächlichen Steuer-Sündern auf CD, aber "Welle von Selbstanzeigen"

Berlin/Hamburg - Der Ankauf einer Steuer-CD aus der Schweiz im Februar 2010 war nach Informationen der deutschen Tageszeitung "Welt" für die Finanzministerien der deutschen Bundesländer äußerst lukrativ. Das belegten neue Statistiken aus Ermittlerkreisen, berichtet die Zeitung am Dienstag.

Demnach überstiegen die Erträge beispielsweise in Hamburg die Kosten des Ankaufs bei weitem. Seit dem Ankauf der CD mit Kundendaten der Schweizer Großbank Credit Suisse seien in Hamburg 799 Selbstanzeigen eingegangen.

Das nachzuversteuernde Vermögen betrage etwa 309 Mio. Euro. Davon erhalte der Staat etwa ein Drittel an Steuern. An dem Ankauf der CD habe sich Hamburg nach Informationen aus Ermittlerkreisen mit einigen zehntausend Euro beteiligt.

Auf der CD hätten sich nur Daten von 18 Hamburger Steuerzahlern gefunden, von denen wiederum sechs Fälle bereits verjährt gewesen seien. Die Berichte über die CD hätten jedoch eine Welle von Selbstanzeigen anderer Steuersünder losgetreten.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen eine weitere CD mit Daten von Steuersündern gekauft hat. Diesmal geht es um Konten deutscher Kunden bei einer luxemburgischen Tochter der britischen Großbank HSBC. Von den 3.000 Fällen auf dieser CD entfallen nach "Welt"-Informationen 176 Fälle auf Hamburg. (APA)

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23 Postings
videoopa
00
18.10.2011, 17:07
Rehlein fürchtet sich nicht mehr

http://vimeo.com/29086312

Vera Rschung
 
00
22.10.2011, 10:35

Rot/Grün können, werden das kippen. Ein Abkommen kann auch wieder gekündigt werden, bzw. wenn man bemerkt, dass durch das Abkommen der organisierte Steuerbetrug begünstigt wird, so ist es sitten- und grundgesetzwidrig.

johann steiner
10
18.10.2011, 12:47
idiotische Banken

Das Problem mit den CD-s ist , dass deren Entwendung in Luxemburg und Liechtenstein ein Verbrechen darstellt, und wenn die deutschen Behörden so etwas kaufen, heizen sie die Begehung dieser Verbrechen auch noch an, Liechtenstein muss sich das gefallen lassen, bei Luxemburg verstehe ich das nicht, und muss sagen , die Banken müssen sehr diletantisch sein, wenn sie die Kundendaten so verwalten, dass sie massenweise gestohlen werden können

flohimpelz
03
18.10.2011, 12:02
Und der Molterer wollte die CD nicht,

wie umsichtig, wenn ein Finanzminister Geld verschenkt, das andere unterschlagen bzw. hinterzogen haben.
Oder waren zuviel Namen von ÖVP Granden drauf??

Vera Rschung
 
02
22.10.2011, 10:32

Sie müssen wissen, der Ärmste hatte Datenschutzbedenken. Die meines Wissens ein Faymann mit ihm teilt.

Robert Fien
01

Wir können uns ja nicht auf das Niveau Deutschlands begeben das geht doch nicht! Der Imageschaden wäre ja sicherlich enorm! *ironieoff*

Es ist einfach nur ein RIESEN SKANDAL dass unsere Regierung vor unser aller Augen die österr. Steuersünder ABSICHTLICH davonkommen lässt!!!

Warum ist hier die Moral-Kampagne der Boulevardpresse ausgeblieben? (Fam. Dichand auch verstrickt??)

dasandere
00
18.10.2011, 10:42
Das Kapital ist ein ängstliches Reh!

flohimpelz
00
18.10.2011, 13:19
Und

glitschig wie ein Saal!!

flohimpelz
00
18.10.2011, 13:32
Uuuuppps

....wie ein Aal!!

Briefträger
05
18.10.2011, 07:45

Ws iat denn eigentlich mit den Daten der Österreicher aus den deutschen Steuer-CD's geworden?

Hier hört man absolut nichts. Es ist halt österreichisch, wahrscheinlich gleich nach Erhalt vernichtet. In Österreich werden ja Steuersünder (sind meistens die die viel Geld haben, denn der kleine Steuerzahler hat sowieso keine Möglichkeit zum Steuersünden) verschont, Je reicher man in Österreich ist, desto weniger Steuern zahlt man ja.

videoopa
00
18.10.2011, 17:08
so geht das jetzt, ganz einfach...

http://vimeo.com/29086312

orwell1984
00
18.10.2011, 10:26
Ich würde sagen,...

...dass man wegen der steuerlichen Geheimhaltungspflicht nichts hört.

Klappt eine Selbstanzeige so kommt es zu keinem Finanzstrafverfahren, der Staat hat jedoch die Mehreinnahmen durch die Steuernachzahlung.

Nur wenn eine Selbstanzeige scheitert und es zu einem gerichtlichen Verfahren kommt (ab einem strafbestimmenden Wertbetrag von € 100.000,-) besteht die Möglichkeit, dass etwas in die Medien kommt.

Herzerzog Johann
00
18.10.2011, 11:49

Ja. Allerdings sollte in den Parlamentsprotokollen etwas über die lukrierten Summen zu finden sein. Peter Pilz pflegt von Zeit zu Zeit danach zu fragen.

verleih nix
21
18.10.2011, 09:42

der ankauf gestohlener gegenstände ist hehlerei. tut man nicht.

GevatterTod
00
18.10.2011, 10:45
M: die Kirche unrecht Gut allein verdaut

F: ein Jud und König kann es auch.

Es gilt die Unschuldsvermutung

dasandere
22
18.10.2011, 10:43
Dann kauf bitte

keine Waren mehr aus China...

ana hot imma des bummerl
03
17.10.2011, 22:38
Bedauerlich genug, dass diese Informationen überhaupt gekauft werden müssen.

Trustme78
10
17.10.2011, 22:13

Muss eigentlich derjenige, der die Daten klaut und dafür Millionen kriegt, das Geld versteuern? Ernstgemeinte Frage - vermutlich nicht, weil er ja ein Verbrechen begeht...

Mork vom Ork
00
18.10.2011, 00:00

1. Prinzipiell ist jedes Einkommen zu versteuern - auch jenes aus illegalen einkünften wie z.b. drogenhandel, gewerblicher diebstahl etc ...
2. der deal war damals so, dass ihm von seiner Forderung 20 oder 25 % abgezogen wurden - als pauschalierte Steuer :)

system1
00
18.10.2011, 10:05
genial.

wäre interessant zu sehen was passiert wenn man dem finanzamt steuern aus drogenhandel überweisen will....

NoComment
00
18.10.2011, 11:07

sie werden's nicht glauben, aber wenn sie diebstahl begehen und das gestohlene verkaufen dann sind diese einnahmen steuerpflichtg. versteuern sie das nicht, kann im zuge der diebstahl-untersuchungen bzw. der anklage auch die finanz aktiv werden und gegen sie ein finanzstrafverfahren einleiten. und das ist schon oft genug geschehen. sie sind also verpflichtet, das als einkommen zu melden :-)

Heavyweather
00
17.10.2011, 23:07

Die kaufen die Daten direkt von den Banken.
Klar müssen die das versteuern.

der burli
00
17.10.2011, 21:12
geil. allerdings ist hamburg die reichste stadt. jetzt müsste man alle paar wochen den ankauf einer "steuer-cd" veröffentlichen. mit der zeit flächendeckend...

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