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Bundesrätin Jennifer Kickert erbt ...

... Sabine Gretners Mandat.
Wien - Sie habe nie ihr Leben als Politikerin verbringen wollen, sagte die grüne Gemeinderätin Sabine Gretner zum Abschied am Montag, und werde sich nun neuen Aufgaben widmen. Worin diese bestehen werden, ließ die Architektin offen. Sie habe diverse Angebote bekommen. Eine Rückkehr in die Politik schließt die 39-Jährige nach sechs Jahren im Gemeinderat aus, auch wenn sie einfaches Parteimitglied bleiben will.
Gretner war maßgeblich an der Aufdeckung des Skandals rund um den neuen Pratervorplatz beteiligt, der im März 2009 zum Rücktritt der zuständigen Stadträtin Grete Laska (SP) führte. Die grüne Planungssprecherin kritisierte eine Reihe von Ungereimtheiten bei Vergabe und Umsetzung - die das Kontrollamt bestätigte. Der Kulissenbau beim Riesenradplatz sollte zum Prestigeprojekt der damals noch alleinregierenden SP werden. Nach diversen Bauverzögerungen und der Insolvenz des völlig überforderten Generalunternehmers musste die Stadt zusätzlich Geld für den Platz lockermachen. Am Ende kostete er statt 32 über 60 Millionen Euro.
Bei den internen Vorwahlen für die Gemeinderatswahlliste schaffte es Gretner auf Platz drei, nach Maria Vassilakou und David Ellensohn. Seit der grünen Regierungsbeteiligung hielt sich Gretner mit Kritik an den Rathaus-Roten zurück und wurde zu einer der wichtigsten Beraterinnen der neuen Vizebürgermeisterin. Maria Vassilakou übernahm vergangenen November mit Verkehr und Stadtplanung ein Ressort, für das sie kaum Vorwissen mitbrachte. Nach einem Jahr arbeite das Team nun gut zusammen, sagt Gretner, deshalb sei es der richtige Zeitpunkt, ihr Mandat zurückzulegen. "Ich habe meinen Teil getan."
Mit dem Koalitionspartner habe ihr Rücktritt nichts zu tun, "eher mit dem Verwaltungsapparat." Genauer ausführen wollte sie dieses Thema allerdings nicht. Gretners Platz im Gemeinderat wird Bundesrätin Jennifer Kickert übernehmen. Sie will sich vor allem in Bürgerbeteiligungsfragen einbringen. Für Stadtplanung ist neben Vassilakou künftig Christoph Chorherr zuständig. Den Vorsitz im Ausschuss übernimmt Verkehrssprecher Rüdiger Maresch.
Das frei gewordene Bundesrat-Mandat geht an Marco Schreuder. Er hatte es nach der Wien-Wahl nicht mehr in den Gemeinderat geschafft und unterlag bei der internen Abstimmung für den Bundesrat Jennifer Kickert. Vassilakou würdigte Gretner als große Unterstützung im ersten Regierungsjahr der Wiener Grünen. (Martina Stemmer, DER STANDARD, Printausgabe, 18.10.2011)
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Vorläufiges Endergebnis: SPÖ: 44,3 Prozent, FPÖ: 27,0, ÖVP: 13,3, Grüne: 12,2, BZÖ: 1,4, KPÖ: 1,2 - FP könnte durch Wahlkarten noch zwei Mandate verlieren
insbesondere wenn vor lauter Regierungsverantwortung der Kontakt mit den Bürgern verloren geht und sich stattdessen in wichtigen Sachfragen die SPÖ-Lobbyisten durchsetzen, die offensichtlich der Meinung sind, dass es für den Wahlkampf reicht, wenn die Partei ausreichend Geld für Anzeigen und Plakate erhält. Womit klarerweise nur noch die Interessen der Geldgeber wichtig sind.
Warum wurde Sabine Gretner nach dem letzten Wahlergebnis nicht Planungsstadträtin? Da gäbe es ein mal eine Politikerin die intelligent, qualifiziert, höchst engagiert und bereit wäre für diese Stadt sehr gute Arbeit zu leisten (das hatte sie bisher mehrfach bewiesen) und dann sieht sie keine andere Möglichkeit als sich zu verabschieden?
Wie kann man diese vertane Chance für die Baukultur dieser Stadt aushalten?
die, die die grünen wirklich brauchen, gehen als allererste...
übrig bleiben quasseltanten und schönredner...
ich hoffe, ich irre mich da und ihre nachfolgerin ist eine ebenso zähe aufdeckerin mit viel nötigem hintergrundwissen, die nicht nur der frau maria (und dem bürgermeister und dessen entourage) nach dem mund redet...
Tja, immer nur in der zweiten Reihe stehen, Ratschläge geben, gute Ideen zu haben, die intern zu kommunizieren und zusehen zu müssen, wie andere das nach aussen tragen ist halt auch nicht lustig.
Vor allem, wenn man dann mitunter auch mitbekommt, dass die Träger nicht sattelfest sind und man selbst in Diskussionen ganz andere Argumente gehabt hätte...
Sie wird schon wissen, warum sie jetzt geht.
Das ganz hört und sieht nach einem Machtkampf aus. Die grüne Maria wollte die wesentlich attraktivere Sabine durch eine weniger intelligente und hübsche Gefährtin ersetzen.
Wahrscheinlich hatte sie Angst Gretner könnte ihr die Show stellen. Eine Lektion über weibliche Solidarität
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