Telekom Austria erwartet weiter massiv steigenden Datenverkehr

17. Oktober 2011, 13:20

Durch Vernetzung von Maschinen dürfte es im kommenden Jahrzehnt in Österreich fünfmal so viele SIM-Karten wie Einwohner geben

Der Datenverkehr in Österreich wird in den nächsten Jahren weiter massiv wachsen. Alle 1 bis 1,5 Jahre verdoppelt sich das Volumen, sagte Telekom-Austria-CEO Hannes Ametsreiter am Montag in Wien vor Journalisten. Im Festnetz sind es die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen (HDTV) oder Spiele, die den Datenverkehr treiben. Bei Handys sind es Videos und Apps, also kleine Hilfsprogramme.

Sim-Karten

Dazu kommt, dass immer häufiger Maschinen miteinander vernetzt werden. Daher wird die Zahl der SIM-Karten in Österreich von derzeit 145 Prozent der Einwohner auf 500 Prozent, also das Fünffache der Einwohnerzahl steigen, erwartet Ametsreiter. Die Telekom Austria reagiert darauf mit einer Fortsetzung ihres Investitionsprogramms. Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit sollen im Festnetz und im Mobilfunk drastisch steigen.

Verkehrsministerin Doris Bures forderte am Montag bei einer Veranstaltung der Telekom Austria, dass bis 2020 alle Österreicher Zugang zu "ultraschnellem Breitband" haben sollen. Die EU verlangt nur die Anbindung der Hälfte der Haushalte. Die öffentliche Hand setze im Programm "Breitband Austria 2013" 30 Mio. Euro ein, um Infrastrukturdefizite auszugleichen. Auch sollen Erlöse aus der Versteigerung der digitalen Dividende "vor allem in heute noch schlechter versorgte Regionen gelenkt werden", versprach sie. Bei Datenautobahnen dürfe es kein Tempolimit, keine Section Control, keinen Frontradar und kein Überholverbot geben.

Gigaspeed

Die Telekom Austria will einerseits die Versorgung mit Glasfaserkabeln intensivieren. Bis Jahresende sollen 50 Prozent aller österreichischen Haushalte (2,1 Mio. Haushalte), Zugang zum A1-Glasfasernetz (Gigaspeed) haben. 2015 sollen es 2,75 Mio. Haushalte (66 Prozent) sein. In Wien kommt heuer im 15. und 19. Bezirk Glasfaser bis zum Haus. In Summe hat die Telekom bisher 25.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Allerdings werden Kupferkabel nicht überflüssig: Mit neuen Technologien (vectoring) soll die Übertragungsgeschwindigkeit am letzten halben Kilometer auf 70 Mbit/Sekunde verdoppelt werden.

LTE

Parallel dazu startet 2012 die intensive Ausbauphase für die nächste Generation des Mobilfunks, LTE. Wien, die Landeshauptstädte und große Ballungszentren sollen bis 2015 damit versorgt sein. Die bisher erworbenen Lizenz für 2,6 Gigahertz ist vor allem für städtische Gebiete geeignet, so Technik-Chef Walter Goldenits. Die Telekom Austria werde sich aber auch um die 800 Megahertz-Lizenz bemühen, mit der es einfacher ist, den ländlichen Raum zu erschließen.

Noch gibt es wenig Endgeräte für LTE, zunächst werde wohl Datenübertragung kommen, Handys mit LTE folgen voraussichtlich später. In entfernten Tälern wird LTE die Technik der Wahl sein für eine leistungsstarke Anbindung an das Internet - Glasfaser in jedes Tal wird sich nicht rechnen. Die Telekom Austria geht davon aus, im wesentlichen mit vorhandenen Handy-Masten auszukommen.(APA)

 

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11 Postings
Corv
00
20.10.2011, 13:26

Eine kleine Anekdote zur Telekom mit Preisvergleich:

IKB (lokaler Anbieter in Innsbruck) 20€ --> 20 Mbit. Keine versteckten Kosten alla Internetservicepauschale und so.
Telekom: 20€ --> 8 Mbit +15€ Internetservicepauschale.

Plus: Die IKB rüstet sogar automatisch den eigenen Anschluss auf, wenn sie für den selben Preis eine höhere Bandbreite anbieten.

Was werd ich da als Kunde wohl nehmen ha?

Creamy Goodness
00
20.10.2011, 16:28

gibts 3 antwortmöglichkeiten zum ankreuzen bitte?

wolfynyl
00
18.10.2011, 08:44

Wenn man bedenkt, dass in den meisten "Tälern" gerade mal GPRS oder EDGE, wenn überhaupt vorherrscht ... bestes Beispiel: A2 über den Wechsel, die Internet-Versorgung ist dort eine Katastrophe.

lordnobody
00
17.10.2011, 16:43
Übrigens....

Ich glaub seit April oder so heißt es nicht mehr direkt Telekom Austria sondern A1 ....

joe doe
00
17.10.2011, 20:07

Die Firma heisst
A1 Telekom Austria AG
Quelle http://www.a1.net/ueber-uns/impressum

lordnobody
00
17.10.2011, 20:18

Ich meine ja auch nur den medialen Auftritt und nicht den am Aktienmarkt usw.

dIdI XYZ
00
18.10.2011, 09:04

zwei firmennamen?
gespaltene persönlichkeit?

joe doe
00
17.10.2011, 20:06

joe doe
00
17.10.2011, 20:06

number67
03
17.10.2011, 16:12

Das bis Jahresende 50% der österreichischen Haushalte Anbindung ans Glasfasernetz haben werden kann wohl nicht ganz ernst gemeint sein!

Ich denke hier werden verschiedene Begriffe vermischt: Gigaspeed ist ein Produkt mit Mindestbandbreite für dass grundsätzlich die VDSL-Technologie genutzt wird.

Hat also nichts mit dem Ausbau des Glasfasernetzes zu tun.

WirSanWirUndNachUnsKommtLangNix!
00
17.10.2011, 15:48
Auf

die A1 soll sich ein grossen Hinterteil senken und die D****sbude dicht machen.
So ein schlechtes Service als Businesskunde hab ich noch nie erlebt.

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