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Lustlosigkeit, Erektionsstörungen, Schmerzen beim Sex haben häufig eine lange Geschichte aus Beziehungsproblemen, verzerrten Mythen über Sexualität, teils schweren Enttäuschungen oder gar Traumatisierungen, die sowohl für Frauen als auch für Männer nicht selten in einem Teufelskreis enden. Aber auch "Sexsucht" im Zusammenspiel mit "Onlinesucht" zählt heute zu den zunehmend verbreiteten sexuellen Problemen. Der 7. Jahreskongress Psychotherapie am 22. und 23. Oktober an der Ruhr-Uni Bochum vermittelt aktuelle Forschungsbefunde zu sexuellen Unzufriedenheiten, sexuellen Störungen und zu deren Ursachen. Diskutiert werden aktuelle Psychotherapieverfahren zu deren Überwindung.
Überzogene Leistungsansprüche
Der Kongress richtet sich an niedergelassene und angestellte Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten sowie Ärzte aus diesem Bereich. Vermittelt werden Therapiekonzepte, die verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische Komponenten miteinander durch intensive Übungen und Erfahrungen verbinden. Bei den Therapien geht es auch darum, völlig überzogene "Leistungsansprüche" der Sexualpartner oder zugrundeliegender Beziehungsprobleme zu erkennen und zu verändern.
Wer alles aufschiebt, kann auch krank sein
Neben sexuellen Problemen geht es in den Workshops zum Beispiel um krankhafte Aufschieberitis (Prokrastination), Psychotraumatologie, komplizierte Trauer, achtsamkeitsbasierte Therapie, Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren Menschen. Unter die Psychotraumatologie fällt beispielsweise die Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen, die in Folge extrem schlimmer Lebenserfahrungen entstehen und zu Ängsten, Depressionen oder chronischen Schmerzen führen können. (red, derStandard.at)
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