Rechte für Junge

Sozialistische Jugend will Generationen-Scan erweitern

Lisa Aigner, 17. Oktober 2011, 12:00
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    foto: stanard/urban

    Wolfgang Moitzi von der SJ will die "Kluft" zwischen Jugend und Politik schließen.

Jugendliche Interessensvertreter sollen stärker in den Gesetzwerdungsprozess miteinbezogen werden

Die Sozialistische Jugend (SJ) will, dass Jugendliche stärker in den Gesetzgebungsprozess miteingebunden werden, als bisher angedacht. Der Vorsitzende der SJ, Wolfgang Moitzi, schlägt vor, den geplanten Generationen-Scan, so zu erweitern, dass die Interessensvertretungen der Jugendlichen schon vor der Erarbeitung eines Gesetzesentwurfes miteinbezogen werden müssen. "Wir möchten, dass es eine wirkliche Jugendmitbestimmungsnovelle gibt, wo die gesamten Interessensvertretungen der Jugendlichen, also etwa die ÖH und die Bundesjugendvertretung stärker in den Gesetzgebungsprozess eingebunden werden", so Moitzi im Gespräch mit derStandard.at.

Kritik am Kurz-Modell

Moitzi befürchtet, dass der Generationen-Scan, so wie er derzeit geplant ist, die Generationen gegeneinander ausspielt. JVP-Obmann und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz hatte vorgeschlagen, dass die finanziellen Auswirkungen von Gesetzen für die jüngeren Generationen berechnet werden müssen. "Es gibt eine große Gefahr bei diesem jetzigen Generationen-Scan, dass es dazu kommt, dass sich die verschiedenen Altersgruppen gegenseitig die Kosten vorrechnen", glaubt Moitzi. So würden dann etwa den Studierenden ihre Studienkosten vorgerechnet und den Kindern die Kindergartenkosten und den Pensionisten die Pensionskosten. "So wird das zu einer noch größeren Entsolidarisierung in der Gesellschaft führen", so der SJ-Vorsitzende.

Betroffene miteinbeziehen

Der Jugendvertreter hofft, dass durch eine stärkere Einbindung der Jugendlichen in den Gesetzwerdungsprozess die "Kluft" zwischen Politik und Jugend geschlossen wird. "Die Jugendverträglichkeitsprüfung kommt aber ohne die Betroffenen nicht aus", so Moitzi. "Es braucht eine privilegierte Stellung der Jugend im Gesetzwerdungsprozess, schon bevor das Gesetz in Begutachtung geschickt wird. Jugendliche sind derzeit krass unterbeteiligt, sie sitzen nicht im Parlament. So können wir das einigermaßen ausgleichen und als Jugendliche wirklich stärker einbezogen werden." Die Konsultationspflicht der Jugendvertretung fordert Moitzi für Gesetze, die Jugendliche oder die Generationsgerechtigkeit betreffen.

Moitzi schlägt vor, diese Konsultationspflicht im Bundesjugendvertretungsgesetz zu verankern. Er will, dass die Jugendvertretungen ähnlich wie Nicht-Regierungsorganisationen bei internationalen Abkommen ihre Standpunkte einbringen können. Noch vor der allgemeinen Begutachtungsfrist soll der Dialog mit den Betroffenen geführt werden müssen. Dass eine solche Konsultationspflicht wirkungslos bleiben könnte, glaubt Moitzi nicht. "Das hängt immer sehr stark davon ab, wie sehr Jugendvertretungen auf das Recht pochen und davon, wie ernst die Politik die Jugend nimmt", sagt er.

Kein Kommentar von Kurz

Aus dem Integrationsstaatssekretariat von Sebastian Kurz wird die Kritik, dass der Generationen-Scan dazu führen könnte, dass sich die Altergruppen gegenseitig Kosten vorrechnen wird zurückgewiesen. "Wir gehen nicht davon aus. Es geht hier um die Ehrlichkeit gegenüber jüngeren Generationen, denen die Wahrheit bisher verschwiegen wurde", heißt es. (Lisa Aigner, derStandard.at, 17.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
anonym4
21
24.10.2011, 00:54
Moitzi

kommt mir ein wenig naiv und partei "brainwashed" vor.

wenn ihm die jugend am herz liegt dann soll er dafür kämpfen, ansonsten wird sie abgezockt (die griechen dürfen für die fehler der alten schon jetzt zahlen, uns steht das noch bevor).

das leben ist kein honigschlecken.

wieso kommen bei uns immer nur so weicheier in die politik ?

Pauli Feuerstein
10
23.10.2011, 12:42
SJ ist noch planloser als gedacht!

tablespace65
11
18.10.2011, 09:57
Die "Interessensvertreter" werden wohl nie aussterben...

Resilienzfaktor
00
24.2.2012, 17:59

Nein, das hat der Mensch an sich (Interessen).

naihoit
00
18.10.2011, 09:29
"So wird das zu einer noch größeren Entsolidarisierung in der Gesellschaft führen", so der SJ-Vorsitzende.

Moitzi macht das, was alle PolitikerInnen machen. Sie suchen nach Gruppen, deren Anliegen sie angeblich vertreten, um gewählt zu werden und selbst gut zu leben.
Aber mit der Entsolidarisierung, die er befürchtet, hat er Recht.
Die ist unser eigentliches Problem.
Die Gesellschaft wird filetiert, die einzelnen Gruppen gegen einander aufgehetzt und dann wird eine nach der anderen abgezockt.
Und alle -außer der gerade betroffenen- jubeln.
Wir müssen ja sparen.
Wir? Alle?
Na, sicher nicht.
Ein paar gibt es schon, die da nicht zum Handkuss kommen, aber die könnten ja ihr "scheues Reh" verscheuchen.
Also hetzen wir die Zahler gegen einander auf, damit sie beschäftigt sind und sich darüber keine Gedanken machen.

ElQueNoEntiende
02
18.10.2011, 09:18
da..

..is ihm wohl nichts eigenes eingefallen... blub!

aiuto
11
17.10.2011, 20:16
da kann man dem Herrn SJ-Vorsitzenden nur viel Glück wünschen.

grad in den SPÖ-organisationen SJ und JG hab ich eigentlich in erster Linie nur postengeile Typen wahrgenommen.... aber vielleicht gibt's irgendwo auch noch Jugendliche, die sich wirklich um die Anliegen dieses Landes annehmen !?

Europa geht pleite, wer geht mit?
 
24
17.10.2011, 19:41
Generationen-Scan? Klasse Sache,

dann bekommt das Moitzilein einen pragmatisierten Politjob mit fetter Pension.

Fritz Meyer
22
18.10.2011, 09:34
Wer weiss?

Sie gehen da zu sehr vom Gehabe ihrer bürgerlich-rechten Parteien aus.

Prof. Alois
 
05
17.10.2011, 18:35
Was will der?

Entscheidungsgewalt, aber ja nicht so genau wissen dürfen, was uns wer kostet bei uns?

Das ist sowas von lächerlich.

dackelsepp
11
17.10.2011, 18:11

warum ist pension beziehen ein verbrechen?

waere nett wenn ihr meine postings einmal freischaltet.

Steueroasen schließen
22
17.10.2011, 17:30

Diese Spielwiese für reaktionäre Sprechblasenautomaten namens Forum wird mehr und mehr zur Farce. Man kann bei so gut wie allen Themen beobachten daß sich ein paar Radikalkonservative mit beiden Ellenbogen ins Licht der Aufmerksamkeit prügeln wollen.
Wird so am End sonstige Unfähigkeit kompensiert? Man kann nur raten. Tatsache ist, daß dieser SPÖ niemand ernsthaft Qualitäten nachsagen kann, die nicht andere Parteien ebenso vorzuweisen haben (auch im negativen Sinn). Aber was hier regelmäßig (nein, nicht regelmäßig - ständig) an Unsinn verzapft wird von wegen Sowjets, Anarchos, Nordkorea, Kommunismus, Totalitarismus, Enteignung u.s.w.u.s.f. das schlägt dem Faß den Boden aus. Sachlich oder zsammhalten - danke.

Fritz Meyer
21
18.10.2011, 09:36
Achten Sie weniger auf die Propagandisten...

sondern mehr darauf, wer sie dafür bezahlt.

Diese Kreise haben ganz offensichtlich Angst vor einem Änderung des Status Quo.

Und die ist heute schon so gut wie jede Wahrheit eine unbequeme Wahrheit.

thatslife
64
17.10.2011, 17:24
jetzt auf einmal?

zuletzt hat er noch gesagt die pensionen wären absolut kein problem für zukünftige genartionen. ist er aber früh drauf gekommen dass wir schon längst in einer pensionistendiktatur leben, wos zwar jährliche pensionserhöhungen gibt, aber sämtliche leistungen die für die arbeitende bevölkerung sind alle zehn jahre mal um ein paar lächerliche prozent erhöht werden.

politisch verfolgt
10
17.10.2011, 17:27
der mann ist

wie sein vermutliches vorbild stalin meinte, ein nützlicher idiot reinsten wassers.

Faeryl
00
18.10.2011, 07:25

Sie reden aber auch nur daher was ihnen gerade einfällt oder?

Sonst kann man diesen Schwachsinn nicht erklären

dackelsepp
02
17.10.2011, 17:12

irgendwie kommt es mir schon vor das man als pensionist etwas verbrochen hat.bin noch kein pensionist,aber ich gehe schon 39 jahre arbeiten.

SagServus
00
18.10.2011, 09:49

Sie sind auch nicht das Problem.

Das Problem sind die vielen Frühpensionisten die mit vor 60 in die Pension gehen, das Pensionssystem und Pensionsvertreter alla Kohl und Blecha die auf Teufel komm raus das System verteidigen obwohl das Gebälk schon kracht.

Im Prinzip weiß jeder das das System, wenns so bleibt wie jetzt, irgendwann an die Wand fährt. Nur agieren eben Kohl und Blecha so, dass ihnen die Zukunft egal ist. Hauptsache die jetzigen Pensionisten habens gut. Wie es den zukünftigen geht wenn sie nicht mehr sind, ist ihnen egal.

99 Prozent - Pirat sein ist IN
79
17.10.2011, 16:59
und täglich grüsst das Murmeltier.

Bin auch der Meinung das Jugendlich ab 14. wählen, Saufen und sich die Nächte um die Ohren hauen dürfen Dank Gesetzesgebung geht das eh schon alles legal. Als nächstes bekommen sie bei diversen Politveranstaltungen kostenlosen Zugang zu Alkohol und Zigaretten. Und als draufgabe einen Kurs, wie man auf Respektlos Pensionisten behandelt. langsam wird ÖVP und SPÖ zur FPÖ

Schwedenbombe
 
53
17.10.2011, 18:48
Oje

Sieht da jemand den zu grosseneinfluss der Pensionisten davon schwimmen?

politisch verfolgt
21
17.10.2011, 17:26
wenn jemand

die herren khol und blecha respektlos behandelt, finde ich das angemessen. denn respekt gibt es nicht geschenkt, den muß man sich erst verdienen. "ich will respekt"-gröhlen reicht da nicht aus.
die privilegien- und korruptionsverseuchte, frühpensionierte golden generation, die auf teufel komm raus schulden angehäuft hat und ein trümmerfeld hinterläßt, die das land seit jahrzehnten im proporz erstickt, die talente aus dem land vertreibt und freunderl versorgt, bekommt von mir keinen respekt.

KonraddarnoK
32
17.10.2011, 16:41

Ich finde generell, dass wir (die Jugend) uns alles gefallen lassen, wär mal Zeit "Nein, nicht mit uns zu sagen!!"

Schulsystem - Keiner fragt uns.
Bundesheer - Keiner fragt uns.
Budgetkürzungen für den Bildungsbereich - Keiner fragt uns.
.
.
.

Für manche Politiker wäre es eventuell ratsam den Bildungsweg auf ein Neues einzuschlagen.

Quartz1
00
18.10.2011, 08:25

Heikle Fragen wie die angesprochenen sollten eigentlich Experten mit Bedacht und Akribie bearbeiten.
Wenn die versagen, heißt das noch lange nicht, dass man die Jungen fragen soll.
Die Jugend hat mMn wichtigere Probleme, und auch andere Stärken - zB ihre noch offenen Sinne leben und Palindrome bauen.

cannery row
01
17.10.2011, 15:48
die maurer war eh im parlament..

allerdings nur kurz.

warp.faktor
35
17.10.2011, 15:35
Und wie soll das praktisch funktionieren?

Jugendfunktionäre aus den Parteien vertreten nicht "die Jugend" sondern ihre Parteien, ändern würde sich dadurch nichts.

Bleiben wir fair!

Die Pensionen werden aus den Abgaben der ArbeitnehmerInnen finanziert. Entsprechend sollten die Pensionen an diese Abgaben angepasst werden.

Erst wenn die PensionistInnen dieselben Interessen haben wie die Jugendlichen, kann eine Gesellschaft funktionieren.

Die Zeiten, wo es Jobs für alle gab, sind vorbei. Die heutigen PensionistInnen haben den neoliberalen Weg des totalen Wettbewerbs eingeschlagen. Sie sollten wenigstens einen Teil der "Suppe auslöffeln".

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