Kopfschmerz-Spezialist

Schmerzmittel-Kopf- schmerz weit verbreitet

17. Oktober 2011, 10:04
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    foto: apa/tobias kleinschmidt

    Ob der Schmerzmittel-Übergebrauch Folge oder Ursache der Zunahme der Kopfschmerzfrequenz ist, wird kontrovers diskutiert

Laut Umfrage bei nieder- gelassenen Ärzten zunehmend häufigeres Phänomen - Ärztliche Kontrolle bei Therapie wichtig

Linz - Ein zunehmend häufigeres Phänomen ist der durch Schmerzmittelübergebrauch verursachte Kopfschmerz (Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz), von dem rund ein Prozent der Erwachsenen und etwa 0,5 Prozent der Kinder betroffen sind. "Eine große Umfrage bei niedergelassenen Ärzten und in spezialisierten Kopfschmerzambulanzen ergab, dass Schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz die dritthäufigste Diagnose nach Migräne und Spannungskopfschmerz darstellt", so Christian Lampl, Präsident elect der Österreichischen Schmerzgesellschaft, anlässlich der 11. Österreichischen Schmerzwochen. Das Fazit des Experten: "Da nahezu alle Schmerzmittel diesen Kopfschmerz verursachen können, sollte die Behandlung chronischer oder chronisch wiederkehrender Kopfschmerzen nicht ohne ärztliche Kontrolle stattfinden." 

Immerhin ein Drittel aller Patienten mit chronischen täglichen Kopfschmerzen (Chronic Daily Headache, CDH) erfüllt die diagnostischen Kriterien dieses Kopfschmerzes. Der Zeitraum zwischen Ersteinnahme und Entwicklung eines Kopfschmerzes ist am ungünstigsten für spezifische Migräne-Medikamente wie Triptane (1,7 Jahre im Durchschnitt) und Ergotamine (2,7 Jahre) im Vergleich zu Schmerz- und gewissen Rheuma-Medikamenten mit 4,8 Jahren.

Experte: Stationärer Entzug anzuraten

Ob der Schmerzmittel-Übergebrauch Folge oder Ursache der Zunahme der Kopfschmerzfrequenz ist, wird immer noch kontrovers diskutiert. Diskutiert wird unter Medizinern auch, ob ein stationärer oder ein ambulanter Entzug erfolgreicher ist. Daten zur Rückfalls-Häufigkeit liegen in unterschiedlichen Studien zwischen 30 und 50 Prozent. Die Erfolgschancen hängen mit verschiedenen Faktoren zusammen. Aber auch die Art des Schmerzmittels, das zu häufig eingenommen wurde, bestimmt ob stationär oder ambulant behandelt wird, betont Lampl. Im Regelfall sei zum Beispiel bei Mischpräparaten und Ergotaminen der stationäre Entzug anzuraten, so der Experte. (red, derStandard.at)

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00
18.10.2011, 11:42

Grossartig.

Ein Medikament, dessen Einnahme gleich wieder die Indikation für sich selbst liefert.

Die goldene Eier legende Wollmilchsau der Pharmaindustrie.

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