Schwarzer Block: "Haben uns ein Jahr darauf vorbereitet"
17. Oktober 2011, 12:09
"Haben Master in Griechenland gemacht" - "Krieg ist noch nicht zu Ende" - Polizist: "Soetwas habe ich noch nie gesehen"
Die Randale in Rom war beabsichtig und organisiert. Der Schwarze Block hat sich laut eigenen Angaben ein Jahr lang darauf vorbereitet. Das geht aus einem Interview mit einem Mitglied des Schwarzen Blocks hervor, das die Tageszeitung La Repubblica am Montag veröffentlichte. "F", 30 Jahre alt, in prekärer
Beschäftigung, verteidigte die Strategie des Black Block: "Es hätte
einen Toten geben können? Und wieviele Tote bringt das das jetzige
System täglich hervor?"
Nicht die italienische Polizei mit ihrem 1.300
Euro-Durchschnittsgehalt trage daran Schuld, entgegneten die Repubblica-Interviewer. Auch nicht die friedlichen Demonstranten und auch nicht die Opfer der Brandanschläge auf Autos. "F" antwortet darauf: "Wir haben uns
nicht versteckt, die Demonstranten geben vor, uns nicht zu kennen, aber
sie wissen genau, wer wir sind und was wir vorhatten. Genauso, wie es
die Bullen gewusst haben. Wir haben öffentlich bekannt gemacht, dass der
15. Oktober unser Tag sein wird. Jetzt wird so getan, als hätte man
davon nichts gewusst, aber das ist ein Märchen. Man kann es auch so
sehen: Jetzt müssen sich die Demonstranten endlich öffentlich auf eine
Seite schlagen. Ich wiederhole: Alle wussten über unseren Plan
Bescheid."
"Haben 'Master' in Griechenland gemacht"
In
Griechenland habe man den "Master" dafür gemacht. Ein Jahr lang hätten
Gruppen aus Italien einmal pro Monat von Brindisi aus die Fähre nach
Griechenland genommen, um sich dort "unterrichten" lassen. Dort hätten sie gelernt, dass der "städtische Guerilla-Kampf eine Kunst" sei, die "vor allem Organisation braucht". "Vor einem Jahr wollten wir einfach drauflos randalieren. Jetzt wissen wir, wie wir am besten randalieren. Wir haben in Rom gesiegt, weil wir organisiert vorgegangen sind."
Man habe sich in zwei Hauptgruppen unterteilt, die ersten 500 hätten sich mit Beginn der Demonstration bewaffnet und seien Richtung Piazza Cavour gestürmt. Weitere 300 seien mitgezogen, um die 500 zu beschützen und ihre Isolierung zu verhindern. Die 500 hätten den Befehl gehabt, keine Helme oder Masken zu benützen, um nicht gleich ihre Anzahl zu verraten. Der Plan sei gewesen, die Polizei auf die Piazza Cavour zu locken, um währenddessen die Via Labicana zu stürmen. Als die Polizisten um Angriff übergingen, hätten auch alle anderen zu kämpfen begonnen.
Die Strategie sei gewesen, sich auf mehrere Gruppen aufzuteilen und die Polizei im Dunkeln über die tatsächliche Anzahl zu lassen. Auf den Einwand der Repubblica, dass er wie ein Armeeangehöriger spreche, antwortete "F": "Ich spreche wie jemand, der im Krieg ist." Welcher Krieg? "Den Krieg habe ich nicht erklärt. Sie haben ihn erklärt." Wer? "Ich diskutiere mit zwei Journalisten nicht über Politik." "F" habe bereits bei den Ausschreitungen bei der Tunnelbaustelle in der italienischen Val di Susa vergangene Juni mitgemischt. "Und ich teile euch noch etwas mit: Der Krieg ist noch nicht zu Ende."
In Rom ist es am Wochenende zu schweren Krawallen gekommen.
200.000 Menschen sollen an den Demonstrationen teilgenommen
haben. Hunderte vermummte Demonstranten setzten Autos in Brand, griffen
Supermärkte und Hotels an, warfen Schaufenster von Banken und Geschäften
ein, zerstörten Ampeln und Laternenmasten. Die Polizei benützte
Tränengas und Wasserwerfer, sie selbst wurde mit Steinen,
Flaschen und Feuerwerk beworfen. Friedliche Demonstranten und
Anrainer in der Nähe des Kolosseums flüchteten sich vor den
Straßenschlachten in Hotels und Kirchen. 135 Personen sollen dabei verletzt worden sein, mindestens drei von ihnen schwer, zwölf
Personen wurden festgenommen. Insgesamt waren 2000 Polizisten
und Carabinieri im Einsatz, dennoch waren sie nicht in der Lage war, die
Ausschreitungen zu verhindern.
Videoaufnahmen der Ausschreitungen in Rom:
Quelle: La Repubblica
Oppositionsparteien verurteilten die Auseinandersetzungen und riefen die
Regierung auf, im Parlament über die Vorfälle am Samstag zu berichten.
"Rom hat einen Kriegstag erlebt. Wir wollen wissen, warum das zugelassen
wurde", betonten Sprecher von Oppositionsparteien. Innenminister
Roberto Maroni sprach von "außergewöhnlich schwerwiegenden"
Geschehnissen, bedankte sich bei den Ordnungskräften, beim Präfekten und
beim Polizeipräsidenten, "weil es nur wegen eines ausgewogenen
Vorgehens keine Toten gegeben hat. Das Risiko war nämlich sehr konkret".
Er spricht den Vorfall an, bei dem ein Polizist aus einem Polizeitransporter
geflohen war, den Teile des "Scharzen Blocks" kurz darauf angezündet
haben.
Der Polizist selbst gab am Sonntag der italienischen Nachrichtenagentur ANSA ein Interview. "Ich habe schon einige Demonstrationen mitbekommen", sagt Fabio T., 31 Jahre alt, "aber soetwas habe ich noch nie gesehen". Fabio T. wurde mit leichten Verletzungen und einem Schock ins Krankenhaus gebracht. "Hätte ich keinen Helm getragen, wäre ich jetzt vermutlich tot". Er sei im Auto von allen Seiten attackiert worden, erzählt er, "ich konnte weder zurück-, noch nach vorne fahren." Also sei er aus dem Auto geflohen und habe sich irgendwie zu seinen Kollegen durchgeschlagen. "Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie ich es geschafft habe, durch die Meute zu kommen. Irgendwie habe ich es geschafft, zu fliehen."
Bürgermeister Gianni Alemanno
bezifferte in einer ersten Einschätzung die Schäden allein für die
öffentliche Hand auf rund eine Million
Euro. Hinzu kämen die Schäden an privatem Vermögen. Etwa 100
Vermummte steckten einen Anbau des Verteidigungsministeriums in Brand.
"Rom hat ein Inferno erlebt. Wer wird für all das bezahlen?", fragte die
Tageszeitung "Corriere della Sera". Am Sonntag setzten mehrere Aktivisten
der Protestbewegung der "Empörten" ihre Demonstrationen fort. Sie
übernachteten in Zelten vor der römischen Kirche von Santa Croce in
Gerusalemme. "Die Krawalle haben eine friedliche Demonstration ruiniert,
bei der Hunderttausende Menschen gegen die Macht der Finanz
protestieren wollten. Wir wollen aber nicht kapitulieren und weiter
friedlich demonstrieren", sagte ein Sprecher der Bewegung.
Nach den schweren Ausschreitungen
hat die italienische Polizei am Montag eine Großrazzia in
Anarchistenkreisen durchgeführt. Polizisten durchsuchten Wohnungen in
mehreren italienischen Regionen, darunter in der Lombardei, im Trentino,
in Rom und auf Sizilien, berichteten italienische Medien am Montag.
Italiens Vize-Innenminister Alfredo Mantovano kündigte weitere Aktionen
gegen Anarchisten an. "Diese Kriminellen haben mit weiteren
Gewaltaktionen gedroht, wir werden das verhindern", betonte Mantovano. (fin, derStandard.at, 17.10.2011)
Parteikoordinator reichte Rücktritt ein - Ex-Premier will zentrumsorientierten Block gegen Linke aufbauen - Montezemolo plant Kandidatur für Parlamentswahlen 2013
Die "Grillini" entwickeln sich zum gefährlichen Gegner für die italienischen Traditionsparteien. Diese mussten bei den Kommunalwahlen massive Verluste hinnehmen - ein Zeichen für die Wut und den Unmut der Wähler.
Haha! extrem lustig die Verschwörungstheorien der dummen Linken.
Schaut euch einfach an, was bei der Anti.WKR Demo für Gestalten herumrennen! Das sind diese ungepflegten Autonomen Versager, die ungestraft Andersdenkende Beamte attackieren (die sich zurückhalten und die Bubis nicht gebührend bestrafen) - und nein das sind keine Polizisten oder heimliche Rechte.
Geh einfach auf die Anti WKR-ball Demo und schau dir an, was da für Gestalten herumrennen udn welche verrückten, extremistischen Banner diese Leute herumtragen.
Da findest du Transpis à la "Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat! " und "Bomber-Harris Flächenbrand - Deutschland wieder Ackerland!" ...aber ja ihr seid ja alle extrem intelligent und fleißig^^
Die haben dann wohl in Griechenland nur Ouzo und keinen Raki gesoffen
Und das alles bei Knastrisiko von 15 Jahren Bau!
Kommt es dann morgen in Athen zu Randale waren es die Reisechaoten aus Italien und übermorgen darf dann Eurodenfor ein reiten.
Wenn es diese beschriebene, zu lernende Taktik in Athen geben würde, dann würden sich nicht immer wieder alle vor dem Parlament zusammenschlagen und eingasen lassen, sondern die topographischen Begebenheiten ausnutzen und dort zu schlagen, wo die Aufstandsbekämpfung keine Chance hat.
Stattdessen randaliert Motorradpolizei weit weg vom Geschehen und greift Touristen mit Blendschockern an.
Wer Augen hat, müßte eigentlich merken, daß dort ganz normale Leute kämpfen und keine "Szene"!
Klar die schnappen sich den TAV, weil der schneller als die Fähre ist.
Unterwegs noch Kalaschnikows in Belgrad kaufen, einen Teil davon in Albanien für Sprengstoff und Dope eintauschen und sich dann auslachen lassen, weil das Kalamata-Grass viel besser törnt.
Der "schwarze Block" - das sind die Schwarzhemden.
Die vom Faschismus selbst geschaffenen Anlässe, Feinde, selbst erzeugten "Staatsnotstände" haben eine lange Geschichte: angebliche Geiselermordungen der Münchner Räterepublik, Reichstagsbrand, Attentat von Bologna, Ausschreitungen vor der Staatsoper im Februar 2000, "schwarzer Block" von Genua.
Auch diese Ausschreitungen eines angeblichen "schwarzen Blocks" passen terminlich und von der Machart sehr gut ins Bild.
Und eine einschlägige erste Reaktion war ja auch schon zur Stelle: Der schwarze Block würde in Sozialzentren herangezüchtet, eine Schließung aller Sozialzentren liege auf der Hand.
und der Schwarze Block "tobt" nicht, sondern spaziert sehr AUFFÄLLIG gekleidet gemütlich und ohne Eile herum und zündet hier was an und zündet dort was an ...
als ob es einen "pressesprecher" von autonomen schwarzen blöcken gibnt. als ob irgendwer von denen so offen reden würde, so offen oben behauptete dinge zugeben würde. natürlich bleibt der interviewte anonym... natürlich... liebe demonstranten, wenn ihr weiter für eure freiheit und eure rechte demonstriert, dann stellt ihr euch auf eine linie mit den bööööösen bööööösen schwarzen block, dann seid ihr terroristen. also lasst euch weiter von den banken versklaven und ausnehmen... das soll wohl der sinn der propaganda sein, oder?
Nochmals stelle ich die Frage, da diese die Zensur nicht geschafft hat.
Wo ist nun der Unterschied zwischen Nazis, Anarchisten, Linksextremisten??
Ich kann keinen erkennen, weder bei der unterentwickelten Intelligenz, noch bei der Vorgehensweise und leider auch nicht wirklich im Leitbild...
Ist es das was wir wirklich wollen, wenn die Welt gerechter wird, dass uns ein völlig enthemmter Gossenpöbel bedroht?
Dass diese Leute vor ihren Mitmenschen nicht halt machen, hat uns GB gezeigt und wer das leugnet, sollte seine schwarze Sturmhaube abnehmen....
Das sind keine Helden, das sind völlig ehrlose und feige Terroristen....
dass Sie das nicht ernst meinen. Oder nennen Sie mir doch bitte einen Massenmord oder ein Massaker, das von Anarchisten veranstaltet wurde. Erklären Sie mir doch bitte, welche Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen von Anarchisten durchgeführt wurden. Aber wahrscheinlich kennen Sie den Anarchismus überhaupt nicht und wissen nicht, was für eine unglaublich wunderbare und schöne Ideologie er ist. Übrigens: Haben sich die Demonstranten als Anarchisten bekannt? Davon stand nichts in dem Artikel, nur dass die Polizei Wohnungen von Anarchisten durchsucht hat (wobei auch nicht gesagt wurde, ob diese überhaupt eine Verbindung zu der gewalttätigen Gruppe haben).
gewalt ist grundsätzlich abzulehnen, aber wenn man gewalt ausübt um politische ziele zu erreichen ist das auch zu verurteilen aber deutlich weniger schlimm als wenn man millionen menschen einfach töten will nur weil sie überhaupt leben!
wenn sie meinen, dass ein anarchsit der meint es müsse keine regierungeng geben und protestieren geht und dabei verletzte und auch tote in kauf nimmt, dass selbe ist wie jemand der die menschheit von "den juden" säubern will und diese egal ob mann frau oder kind zu millionen ermordet, dann sollten sie meiner meinung nach dringend psychologische hilfe aufsuchen....
So geht's: man nehme eine unbekannte Person, in diesem Fall "F", und erkläre sie zum Insider einer kriminellen Oragnisation namens "Schwarzer Block"! Dann überzeugt man in einem gefakten Interwiev die staunende Öffentlichkeit davon, daß hinter all den Protesten gegen die Diktatur des Kapitals ausschließlich Kriminelle stünden - chapeau!!!
das absurde ist ja, diese propaganda schlägt an... schauen sie sich die reaktionen hier im forum an. zum teil sind einige gehirngewaschenen menschen empört über den "schwarzen block"... liegt dara, dass berlusconi-tv und rtl-gruppe sowie hollywood medien die menschen bereits so verblödet haben, dass sie nicht mehr in der lage solche artikel selbst einzuschätzen. traurig...
Cui bono ? Eindeutig agents provocateur der Herrschenden !
Die friedlichen Proteste sollten diskreditiert werden.
Die Polizei hat klaeglich (absichtlich ?) Versagt; ist dioch nicht nmoeglich, dass von mehreren hundert vermummten Kriminellen nur 12(!) gefasst worden sind ?
Die Politiker werden doch nicht glauben das Volk auf ewig an der Nase herumführen zu können! Demokratischer Widerstand sprich Wahlen bringt doch wirklich nichts. Wie wir gesehen haben fraternisieren sich die Verlierer um an den Futtertröge zu bleiben und führen nebenbei das demokratische System gegen die Wand, oder?
Wir erwirtschaften mehr als je zuvor und es wird uns erklärt wir hätten kein Geld? Geld ist mehr als genug vorhanden nur haben es jetzt andere. Sie stehlen es den Jungen und die wachen jetzt auf!
Hätten die 68er nicht nicht randaliert hätte sich garnichts getan! Was wir daraus gemacht naben ist ein anderes Kapitel.
Unsere Herrschaften werden sich noch warm anziehen müssen und ihre Wischiwaschirethorik überdenken!
..derartiger widerstand erfordert nahezu militärisches know how und strukturen, die kosten viel geld, und eine organisation, die alles andere als demokratische prinzipien anwendet und verfolgt,..
selbst mit anarchischen methoden hat das nichts gemein, und die mediale präsenz ist perfekt eingeplant,..wenn überhaupt, dann sind das eher parafaschistoide gruppierungen, welche hier die derzeitige stimmung nur als vorwand nutzen,..
denn im privaten sind das sehr feige, asoziale und intellektuell flache charaktäre, an nachhaltigen gesllschaftlichen veränderungen nicht interessiert,..und begriffe wie revolution, rebellion oder ideologie können diese slave warriors nicht mal buchstabieren,..ihre hintermänner und anführer hingegen sehr wohl,..
Heute läuft das deshalb besser organisiert ab weil unsere Computergesellschaft andere Kommunikationsmöglichkeiten bietet.
Übrigens: An nachhaltiger gesellschaftlicher Veränderungen sind nur Politiker von Schlage eines Herrn Neugebauer und andere Profiteure unseres derzeitigen Feudalsystems nicht interessiert.
Darum werden wir bespitzelt, abgehört und überwacht. Datenschutz? Papperlapapp! Sie haben es wahrscheinlich noch gar nicht mitbekommen.
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