Wissenschafter über Krebs

Rauchen, Übergewicht und null Bewegung als Risiko

17. Oktober 2011, 09:44
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    foto: ap/norbert millauer

    Bildgebende Verfahren sind für die Krebsdiagnostik wichtig

Nicht rauchen und moderat Alkohol konsumieren, Übergewicht vermeiden, körperlich aktiv sein, rotes Fleisch und Fleischprodukte reduzieren

Krems - Der Krebsprävention haben sich internationale Fachleute bei einem Kongress in Krems in der Vorwoche gewidmet. Das Fazit: Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung zählen zu den wichtigsten Faktoren für mehr Gesundheit. Die wichtigsten Vorsorgeregeln: Nicht rauchen und moderat Alkohol konsumieren, Übergewicht vermeiden, körperlich aktiv sein, rotes Fleisch und Fleischprodukte reduzieren.

Zwei große Kohortenstudien in Europa und den USA mit 500.000 und 800.000 Teilnehmern hätten erste weitgehend übereinstimmende Ergebnisse zur Wechselwirkung von Gesundheit und Ernährung geliefert. Im Rahmen des dritten Europäischen Forums für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP) wurde dazu festgestellt, dass die Rolle von Alkohol neu bewertet werden müsse: Während sich ein bis zwei Gläser Wein pro Tag als Herz-Kreislauf-Prophylaxe positiv auswirken, scheint das Risiko, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken, auch schon bei kleinen Mengen zuzunehmen. Deutliche Hinweise gebe es auch darauf, dass die Kombination aus Übergewicht und Null-Bewegung unter dem Aspekt der Krebsvorsorge ebenso schädlich ist wie Rauchen. Dass sich der Lebensstil deutlich auf das Krebsrisiko auswirkt, legen die bis zu zehnfachen Unterschiede im Auftreten einzelner Krebsarten zwischen verschiedenen Ländern nahe. Welche Rolle die Ernährung spielt, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.

Rotes Fleisch steigert Darmkrebsrisiko

Eine deutliche Gefahr durch die viel diskutierten gesättigten Fette bestätigt sich bisher nur für das Herz-Kreislauf-System. Rind-, Lamm- und Schweinefleisch müssen demnach differenzierter betrachtet werden als bisher. "Rotes Fleisch und Fleischprodukte steigern durchaus das Risiko für Darm- und Magenkrebs, jedoch auch jenes für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höhere Gesamtsterblichkeit, womit die möglichen biologischen Mechanismen dieser vielfachen Assoziationen noch ungeklärt sind", sagte Rudolf Kaaks vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Wer an die 80 Gramm rotes Fleisch pro Tag verzehrt, steigert offenbar sein Darmkrebs-Risiko um bis zu 40 Prozent. Wer hingegen Fisch und Geflügel isst, scheint das Risiko zu senken.

Vor Krebs schütze vor allem auch die Zurückhaltung beim Alkohol. Das betrifft nicht nur die bereits bekannten Krebsarten wie Speiseröhren-, Rachen- oder Mundhöhlenkrebs, bei denen man durch viel Trinken (eine Flasche Wein pro Tag) und Rauchen das Erkrankungsrisiko bis zum Hundertfachen steigert. Während ein Glas Wein pro Tag für das Herz-Kreislauf-System und für die Gesamtsterblichkeit eine positive Wirkung zeigt, gilt das für Krebs nicht: "Auch schon in kleinen, täglichen Mengen kann das zu einer Risikosteigerung vor allem für Brust-, Darm- und Leberkrebs führen," so Kaaks. Mit drei bis vier Gläsern Wein pro Tag steigt die Risikozunahme, an Darmkrebs zu erkranken, auf 40 bis 50 Prozent. Bei Brustkrebs scheint sich das Risiko pro Glas Alkohol täglich zwischen fünf und acht Prozent zu erhöhen. Im Nikotinkonsum sieht Kaaks den stärksten Effekt für eine Krebserkrankung. Ähnlich negativ wirke sich allerdings die Kombination aus Übergewicht und null Bewegung aus. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 40
1 2
vovid
00
24.10.2011, 15:30
bleib in bewegung!!!!

flux.
01
21.10.2011, 10:40
wein, wein, immer nur wein!

kann mir das wer in Bier umrechnen? ;o)

jumpingjack flash
21
20.10.2011, 10:56

"Deutliche Hinweise gebe es auch darauf, dass die Kombination aus Übergewicht und Null-Bewegung unter dem Aspekt der Krebsvorsorge ebenso schädlich ist wie Rauchen."

nur welcher raucher bewegt sich?

flux.
01
21.10.2011, 10:38
*aufzeig*

gern und viel!

vorzugsweise hatschen (= wandern/walken) od MTB; hoch hinauf is mir am liebsten ;o)

und: das zigaretterl nach dem "gipfelsturm" schmeckt besonders (das des a bissl ding is, ist mir voll bewusst)

jumpingjack flash
20
21.10.2011, 15:19

also am besten nicht rauchen - sie sparen sich watschen und nützen obendrein ihrer gesundheit!

jumpingjack flash
20
21.10.2011, 11:14

noch - zum glück bleiben die mitden verklebten alveolen eh weit hinten weil sie halt laaangsam raufschnaufen.
andere am gipfel einpofeln ist sowieso letztklassisch - ich empfehle eine enziehungskur - die mitmenschen, die umwelt UND ihr körper werden aufatmen.

flux.
01
22.10.2011, 19:58
den einen oder anderen NR

bin i immer no in der lage zu "verblasen".
ich bin mittlerweile aber ausschließlicher "genusssportler" , tempo, AVS, übersetzung *kilometerfressen* usw. sind mir nimmer so wichtig.
am gipfel achte ich - wie eh überall - klarerweise schon daruf, dass i niemanden "zupofel"

was is mit " sie sparen sich watschen" gemeint?

ps: des rot is ned von mir

supermike
01
19.10.2011, 10:32
Solange der Staat damit Geld verdient

wird sich nix ändern.
Alkoholsteuer, Tabaksteuer sind wichtige Einnahmequellen und damit macht sich der Staat in Form von Sterbehilfe (z.B. 14.000 Tote / Jahr in Österreich Aufgrund der Folgen des Rauchens) mitschuldig.
Will man wirklich was unternehmen wäre der beste Weg eine jährliche ärztliche Gesundheitsuntersuchung vorzuschreiben - Übergewicht, Raucher, hoher Cholesterin, Leberwerte = zahlen mehr Krankenversicherung. Und das sollte schon bei Kindern durchgeführt werden !!!

Wie ein Vorredner schon erwähnt hat, sind auch in vielen Kunststoffen Gifte und hormonaktive Stoffe die unseren Körper ständig schaden - auch hier muss was getan werden - nicht nur ein Verbot bei Babyflaschen und Schnullern.

Frau Glück
10
24.10.2011, 02:10

Kein schlechter Ansatz, finde ich, nur etwas aufwendig. Einfacher wäre, auf jede Packung Zigaretten, jede Flasche Alkohol 1 Euro Gesundheitssteuer draufzuhauen, für jeden, der unbedingt saufen oder rauchen muss, immer noch erschwinglich, aber in Summe ein enormer Beitrag für das Gesundheitswesen, welches von Menschen, die sich Süchten hingeben, ja deutlich mehr belastet wird als von Nichtrauchern und Abstinenten. So träfe es auch nur die, welche tatsächlich etwas konsumieren und die nicht aus anderen Gründen hohe Leberwerte haben oder Lungenkrankheiten.

Naivasha
01
20.10.2011, 14:24
bravo

Zwangsuntersuchungen und noch mehr Vorschriften, wie jeder einzelne zu leben hat. Zu wessen Wohle eigentlich?

Wünschen Sie sich das lieber nicht. Ich glaube, Sie können nicht wirklich einschätzen, was Sie da von sich geben.

Dr. Viktor Frankenstein
00
19.10.2011, 10:24
Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung und ausgewogene Ernährung zählen zu den wichtigsten Faktoren für mehr Gesundheit.

Dazu brauchen die Mediziner einen Kongress um zu dieser Aussage zu kommen??

OGHaha
00
18.10.2011, 20:23
Bitte liebe Wissenschaftler machts mir mal die Freude:

Sensationelle Studie: Bewegung ist ungesund, bleibts ja weiter auf eurem Sofa lümmeln...

Toeris
02
18.10.2011, 14:05

Kann es sein, dass das Leben grundsätzlich lebensgefährlich ist und zu 100 % zum Tode führt?

Ich frage mich, wer für solche Studien Geld ausgibt?!

no_milk_today
11
18.10.2011, 13:59

also wenn ich das so lese ... warum lebe ich eigentlich noch? ich müßte vermutlich schon vor langer zeit mit mindestens 150kg übergewicht tot umgefallen sein, dahingemeuchelt durch all die dinge, die ich in all den jahren so falsch gemacht habe

Sternchen100
53
18.10.2011, 12:20

Völlig unter geht dabei, dass Übergewicht z.B. durch Stress oder Weichmacher (Phthalate) in Plastik verursacht sein kann usw. Es entstehen hormonähnliche Nebenprodukte (östrogenartig), die im Körper Unfruchtbarkeit, Verfettung und Tumore auslösen.

Somit ist nicht die "Überernährung" schuld an Krebs und Tumoren, sondern die Verfettung ist das Resultat von a. Stress und b. schädlicher Chemie in Lebensmittel, Waschmittel, Plastik usw.

Unabbaubare Gifte werden zudem im Fettgewebe und in den Knochen "endgelagert" = viel Gift benötigt viel Fett! Vielleicht ein Grund, warum der Körper zuviel Fett produziert!

Dass fette Menschen sich schwerer bewegen können, ist logisch. Bewegung löst die oben angeführten Punkte aber nicht.

LGM
22
18.10.2011, 22:17

Selten so eine Ansammlung von Unsinn gelesen.
Natürlich ist im Endeffekt Überernährung im Sinne von mehr essen als man verbraucht die Ursache der Verfettung, von ganz seltenen medizinischen Konditionen einmal abgesehen.
Unsere Großelterngeneration hatte in den beiden Weltkriegen und den Wirtschaftskrisen jede Menge an Stress, aber wenig zu essen. Siehe da, es gab wesentlich weniger Dicke als heutzutage, wo in unserem Kulturkreis Essen für praktisch jedermann jederzeit verfügbar ist.
Das war sicher nicht das Plastik!

annea
01
22.10.2011, 10:19

Bevor Sie über Unsinn schreiben sollten Sie sich mal über die Wirkung von Kunststoffen auf den Organismus erkundigen. Der Poster über ihnen hat diesbezüglich durchaus Recht, in den Körper aufgenommenen und eingelagerte Chemikalien können durchaus zur Verfettung anregen, weil sie den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Ein ähnliches Phänomen wie bei Schilddrüsenfehlfunktionen, auch da werden Menschen immer dicker, obwohl sie an sich nicht zu viel an Kalorien zu sich nehmen.

LGM
00
22.10.2011, 11:11

"da werden Menschen immer dicker, obwohl sie an sich nicht zu viel an Kalorien zu sich nehmen"
Das ist physikalisch unmöglich!

die windfrau
 
02
22.10.2011, 13:51
ich glaube, da muß man differenzieren.

es kann schon sein, daß menschen optisch dicker werden, ohne daß sie zu viel an kalorien zu sich nehmen. das muß nicht heißen, daß sie "fetter" werden. denken sie an wassereinlagerungen um im gewebe, oder erkrankungen oder medikamentöse nebenwirkungen, die den körper aufschwemmen, und die nicht durch entsprechende kalorienreduktion alleine beeinflußbar sind, oft auch nicht durch mehr bewegung. da führen dann auch das absetzen der medikamente oder eine wiederregulierung des stoffwechsels ohne verhaltensänderung wieder zur abnahme auf "normales gewicht".

LGM
00
22.10.2011, 14:37

Der Vorposter / die Vorposterin schrieb aber ausdrücklich über Verfettung, das hätte ich vielleicht mitzitieren sollen.

subspace99
11
18.10.2011, 21:31

Keine Sorge, wenn Menschen nicht genügend Kalorien zu sich nehmen, wird der Körper auch nicht anfangen Fett zu produzieren...

zeamount
02
18.10.2011, 10:33

was fängt man denn bitte mit diesen zahlen an? eine steigerung von 40% ist bei einem normalen risiko von 0,5% oder 5% oder 15% etwas völlig anderes ... wo sind also die dazugehörenden ausgangswerte?

Colette
02
18.10.2011, 12:07

diese werte stehen nie dabei. weil "risikozunahme von 50%" einfach viel gefährlicher klingt. wer würde sich denn schon über eine steigerung eines risikos von 1% auf 1,5% aufregen oder zu fürchten anfangen?

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