Rudas sieht bloß "lachhaften Ablenkungsversuch" und nichts Unrechtmäßiges
Wien - Neue Details in der Inseratenaffäre: Wie "Profil" berichtet, soll Werner Faymann (SPÖ) 2007 als damaliger Verkehrsminister geplante PR-Aktivitäten der zum Ministerium ressortierenden Schienen Control GmbH gestoppt haben - wegen einer laufenden Medienkooperation zwischen ihm und der "Kronen Zeitung".
"Profil" beruft sich auf ein Protokoll einer Aufsichtsratssitzung der Schienen-Control vom März 2007. "Seitens des BMVIT kam die Bitte, für die Zeit, in der die Aktion in der 'Kronen Zeitung' 'Schreiben Sie dem Minister' läuft, von Öffentlichkeitsarbeit Abstand zu nehmen, um keine Verwirrung entstehen zu lassen", zitierte das Magazin.
"Das Eis wird immer dünner", befand daraufhin ÖVP-Generalsekretär Rauch in einer Aussendung über die "neuen, schwerwiegenden Vorwürfen gegen den jetzigen Bundeskanzler Werner Faymann". Er forderte die SPÖ-Spitze auf, "endlich Ehrlichkeit an den Tag zu legen und für lückenlose Aufklärung im roten Medienskandal zu sorgen".
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas wies die Kritik von Rauch als "lachhaften Ablenkungsversuch" zurück. Zur Forderung nach lückenloser Aufklärung sagte Rudas, dass Bundeskanzler Faymann ebenso wie Staatssekretär Josef Ostermayer schon mehrfach klar Stellung genommen und dabei "alle Unterstellungen von unrechtmäßigen oder unzulässigen Einflussnahmen zurückgewiesen" hätten. (APA)