Schwenk des Bauernbundes

ÖVP-Blockade bei Reichensteuer bröckelt

16. Oktober 2011, 18:03
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    foto: standard/newald

    Die Bauernbündler Niki Berlakovich und Fritz Grillitsch (rechts) zeigen ÖVP-Parteichef Spindelegger (Mitte) die Gurke: Entgegen der Parteilinie fordern sie einen Solidarbeitrag von Topverdienern.

Bauernbund-Präsident Grillitsch kommt von seiner bisherigen Linie ab und kann sich wie Teile des ÖAAB nun doch eine Solidarabgabe der Reichen vorstellen - Damit wächst der Druck auf ÖVP-Chef Spindelegger

Wien - Die ÖVP fährt in Sachen Steuerdebatte weiterhin keine einheitliche Linie: Entgegen seiner bisherigen Position kann sich der Bauernbund nun doch eine Solidarabgabe für Spitzenverdiener vorstellen. Das sagte Fritz Grillitsch in einem Interview anlässlich seines Zehn-Jahr-Jubiläums als Präsident des ÖVP-Bauernbundes.

Er betonte, es gehe dabei einerseits um ein Gesamtkonzept und nicht um Einzelmaßnahmen. Andrerseits müssten zunächst Einsparungen im Vordergrund stehen, bevor man über neue Steuern rede. Eine Solidarabgabe für Spitzenverdiener könne aber "am Ende des Tages Teil eines Gesamtergebnisses sein".

Damit wächst der interne Druck auf ÖVP-Parteichef Michael Spindelegger. Denn während sich die Länderchefs - allen voran Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll - und Teile des Arbeitnehmerbundes ÖAAB längst mit einer Solidarabgabe für Reiche angefreundet haben, stemmten sich Bauern- und Wirtschaftsbündler bisher massiv dagegen. Mit dem Schwenk des Bauernbundes scheint eine Reichensteuer wahrscheinlicher.

Solidarabgabe als Symbol

Grillitsch begründete seinen Sinneswandel damit, dass "die ÖVP und der Bauernbund nicht die Vertreter der Superreichen sind" und die Menschen "den Wunsch" nach einem solchen Beitrag hätten. Und "auch von vielen Superreichen selbst wird das signalisiert". Eine Solidarabgabe sei "befristet durchaus vorstellbar", sagte Grillitsch. "Wenn es das Symbol ist, das sich die Menschen wünschen, sollte man das tun."

Als möglichen Teil einer Steuerreform sieht er auch die Einführung einer Umwidmungsabgabe. Derzeit sind Gewinne durch Umwidmung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen in Bauland steuerfrei. Verteidigt wird von Grillitsch die Pauschalierung für die Bemessung der Einkommenssteuer für Bauern. Er verstehe nicht, wieso SPÖ und Arbeiterkammer, die eine Klage gegen diese Pauschalierung überlegt, "im 21. Jahrhundert noch immer Klassenkampf betreiben".

Kritik an der Einladung des Bauernbundes an den umstrittenen deutschen Autor Thilo Sarrazin zu einem Vortrag in Graz weist Grillitsch zurück. Bei dieser Debatte gehe es nicht nur um Migration, sondern um demografische Entwicklungen. Er sei dafür, dieses Thema offen anzusprechen, aber nicht in einer "Daham statt Islam"-Debatte, sondern in einem "Dialog ohne Scheu".

Seinen Vorstoß, nicht integrierten Zuwanderern schrittweise die Sozialleistungen zu streichen, verteidigt der Bauernbund-Präsident. Man müsse sich die Frage stellen, "wie lauten die Spielregeln". Dennoch sei Österreich ein Migrationsland, sagte Grillitsch. (red, APA, DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 253
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itavalda
00
22.10.2011, 19:19

Der Herr Grillitsch und seine Subventionsabzocker sollen einmal bei sich selbst zusparen abfagne . Das hätte ein Milliardensparpotential.
Stoppt doch die geistige Umweltverschutzung Österreichs durch den Bauernbund !
Österreich ist seit 80 Jahren eine Industrienation und kein Bauernstaat mehr ! Wenn die Bauern nicht mitkommen sollen sie halt mit Ihrer Kleinhäuslerei aufhören und endlich einmal richtig arbeiten und nicht nur 3 Monate im Jahr

Österreichische Verbrecher Partei !
00
22.10.2011, 14:25
Verarschen könnts wen anderen

Diese Partei ist ja wirklich das Letzte! Herr Pröll faselt was von einer Reichensteuer und Herr Grilitsch kann sich auch was vorstellen, umgesetzt wird aber:
13 % = 1100 Euro Gehaltserhöhung für die Parteigünstlinge dieser Verbrecher Partei!

Auf wenigen Zeilen dokumentiert die am Mittwoch unterzeichnete Regierungsvorlage die Änderungen im Bundesgesetz BGBl. I Nr. 110/2008 – Änderungen, die dem Steuerzahler nun noch wesentlich höhere Beamtengehälter zumuten.

DAS IST EINE GEHALTSERHÖHUNG um 1100 EURO !!

Und Studiengebühren für Studenten fordern!

http://www.krone.at/Oesterrei... ory-300062

Ihr seid gewissenlose D..s... e

speck -ulatio+ n-c
00
17.10.2011, 20:02

die jahrelange blockadepolitik und das nichtssagen und das ewige schweigen

eigenschaft der övp geworden

von nationalen und internationalen banken sehts nur mehr das hinterteil-d.h. ihr seits ziemlich hinterher

ein alarmzeichen-regulierts endlich diesen kapitalistischen sauhaufen

speck -ulatio+ n-c
00
17.10.2011, 19:33

alle sinneswandel , beteuerungen sind der rede nicht wert
solange sie nicht dingfest in regulartive , gesetze , vo festgemacht sind
von der feinen wirtschaftspolitik haben die menschen weltweit genug
was red ich
die övp ist doch zuständig dafür -für die vergangenheit und jetzt

Barolo39
00
17.10.2011, 17:28
Das sagt der Tiroler Bauernbundobmann dazu:

"Bei der umfassenden Raumordnungsnovelle war z. B. im Vorfeld eine Widmungsabgabe im Gespräch. Diese hätte die Bauern getroffen, wenn sie den weichenden Kindern Baugrund geben wollten. Daher haben wir uns erfolgreich quergelegt"
(Interview am 08.09.2011 in www.bauernzeitung.at)

Soviel zur Handschlagqualität!

wildkater
10
17.10.2011, 16:31
Was macht'n der Berlakovich mit'm Lieblingsspielzeug vom...

...Petzner, hmmm?

José Atento
01
17.10.2011, 15:36
Ich weiß nicht, ob eine Reichensteuer

etwas an den teils enorm hohen Gehältern von Bankern oder Top- Managern ändern wird?
Ich vermute einmal nicht, denn die werden das brutto sofort wieder draufschlagen.
Damit die Gewinne der Unternehmen nicht darunter leiden, werden die Kosten schneller gesenkt werden müssen.

Eine solche Steuer hätte wohl nur symbolischen Charakter, würde jedoch an den zu hohen Gehältern kaum etwas ändern. Nach der Kursgewinnsteuer noch eine Populismussteuer mehr.

rottentony
00
18.10.2011, 12:38
...

...es wäre ein anfang...

Schwarz Grün
01
17.10.2011, 13:57
der bauernbund .....

hat wohl angst, dass es sonst zu einer ernsten diskussion über die grundsteuer kommt ...... da sollen lieber die reichen zahlen, zu denen die bauern am papier ja nicht gehören .... durchsichtig?

Moneymaker
00
17.10.2011, 13:53
So lange Subventionen und Steuerprivilegien der Bauern

nicht angetastet werden, ist Grillitsch mit jeder neuen Steuer einverstanden, die die Bauern nicht trifft.

ino
00
17.10.2011, 13:52
blitzgneisser

hat der jetzt echt 2 wochen gebraucht um zu schnallen, dass bei einer zusatzbesteuerung der spitzeneinkommen die liegenschaften und andere formen von vermoegen unangetastet bleiben?

sein schienen-luder hat doch wirtschaft studiert, kann die ihm das nicht schneller klar machen?

sainty1
00
17.10.2011, 13:06
Klassenkampf lol

mir voller Hose ist gut stinken!!!

thermik2000
 
00
17.10.2011, 12:02
Es tut sich etwas auf der Welt

http://www.ard.de/kultur/ju... index.html
Wir sagen dem Kapital den Kampf an.

dschingiskhan56
00
17.10.2011, 11:53
Kleine rhetorische Frage an Grillitsch

Was macht ein Zuwanderer, dem die Sozialleistungen gestrichen werden???

sainty1
01
17.10.2011, 13:06
der fpö in die hände spielen

Andrea Janovsky
01
17.10.2011, 11:48
NO NEW TAXES!!!elf

Grisu der kleine Drache
11
17.10.2011, 12:53

Dieser Slogan ist so dämlich wie die Republikaner, die ihn propagieren. Also sehr.

Das schließt nämlich insbesondere die Möglichkeit aus, das derzeitige z.T. fragwürdige Steuersystem zu überarbeiten und z.B. verwaltungsaufwändige oder wirtschaftsschädliche Steuern durch bessere Alternativen zu ersetzen.

Ohr O Pax
04
17.10.2011, 11:47
Die entscheidene Frage ist ja, was der Österreicher

unter "superreich" versteht. Alles über 150.000 / Jahr oder 1.500.000 / Jahr. Denn diese Diskussionen kommen ja meist aus Ländern, wo "superreich" WIRKLICH superreich ist (zB Deutschland, USA, Frankreich.....), und nicht solche vergleichsweisen Almosenempfänger wie bei uns...

José Atento
10
17.10.2011, 15:39

Mit 200.000 im Jahr ist man vielleicht noch nicht sofort sehr reich, aber zumindestens bereits auf dem guten Weg dahin ein Neureicher zu werden.

mayflower2
21
17.10.2011, 11:44

Der hat ja nur Angst,dass die Pauschalierung wegfällt und die Bauern womöglich,so wie die ASVG Versicherten gerechtere Sozialabgaben leisten müßten.

nichts ist so einfach wie es scheint
00
17.10.2011, 12:55

Und dann auch gerechte Sozialleistungen beziehen!

Lafer hat mir die Suppe versalzen!
00
17.10.2011, 11:42

"SCHWENK DES *BAUERNBUNDES*"

genau da liegt der hund begraben.

Marquis de Sade
 
10
17.10.2011, 11:36

ich kenn kaum einen Bauern, der nicht durch die Umwidmung von Agrar- auf Bauland zu einem netten Sümmchen gekommen wäre.

José Atento
01
17.10.2011, 15:47
Ohne Umwidmung gibt es eben auch kein Bauland.

Die Umwidmung bekommen nur die Bauern, die sehr gute Beziehungen zum Bürgermeister haben, der kassiert in der Regel natürlich mit. Eine Hand wäscht hier die andere.

In Wien läuft das meist anders. Da wird nicht umgewidmet, bevor es kein konkretes Bauprojekt gibt und der Bauträger das Grundstück besitzt.

Das Ackerland hat aber natürlich bereits einen viel höheren Preis, wenn es nur Gerüchte gibt, dass es Interessanten gibt, die eine Umwidmung veranlassen können. Ackerland in guten Lagen (nahe an Verbauungen) haben immer einen sehr viel höheren Preis, als Ackerland in der Prärie. Ein Acker in der Nähe von Verbauungen kann ohnehin kaum mehr sinnvoll landwirtschaftlich genutzt werden. Anrainerbeschwerden sind an der Tagesordnung.

Grisu der kleine Drache
12
17.10.2011, 12:06

Steuerfrei natürlich. Denn Leistung muss sich lohnen.

(Achtung: Sarkasmus!)

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