"Ich bin überhaupt nicht gekränkt"

16. Oktober 2011, 17:49

Peter Stöger sieht die Diskussionen nach der Bestellung des Schweizers Marcel Koller zum Teamchef durchaus differenziert. Er selbst träumt von einem Ticket für ein Spiel von Barcelona.

Wien - Peter Stöger legt Wert darauf, nicht beleidigt zu sein. Der 45-jährige Trainer von Wiener Neustadt wurde nie als Kandidat für den Teamchefposten gehandelt, ÖFB-Präsident Leo Windtner hat ihn gemieden. "Es gibt also keinen Grund, enttäuscht zu sein. Ich habe auch überhaupt nichts gegen die Bestellung von Marcel Koller." Die teilweise verzichtbaren Reaktionen der einheimischen Kollegen könne er, Stöger, trotzdem ein bisserl nachvollziehen. "Sie agierten wie Otto Normalverbraucher, waren eher überrascht. Zumal ja über Namen wie Daum oder Sammer spekuliert wurde." Peter Pacults Sager, der Schweizer Koller sei es geworden, weil er nicht größer als der oberösterreichische Präsident ist, "war verzichtbar, untergriffig, das ging ins Beleidigende."

Auch Herbert Prohaska ("Koller war zwei Jahre nicht im Geschäft") habe leicht übertrieben. "Obwohl er es nicht so gemeint hat, dafür kenne ich ihn zu gut." Stöger stört die Argumentation des ÖFB. "Windtner betont dauernd, dass die Wahl auf Koller gefallen ist, weil er ein akribischer Arbeiter ist. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Trainer in Österreich faule Hunde sind und sich eine Hetz machen. Auch ein Franco Foda beschäftigt sich rund um die Uhr mit Fußball. Diese Sache kann man nicht auf sich sitzen lassen."

Gut ausgebildet

Zudem sei der ÖFB für die Trainerausbildung zuständig. "Man sagt indirekt, dass sie schwach ist." Stöger selbst fühlt sich "ganz gut ausgebildet. Aber im Prinzip geht es um Selbstverantwortung und Selbsterfahrung. Ich war bei Amateuren, in der Regionalliga, in der ersten Division, musste bei der Austria ein 30-Millionen-Budget verantworten, wurde Meister. Jetzt kämpfe ich mit Wiener Neustadt gegen den Abstieg und ums Überleben. Wer weiß, ob man das Geld für einen Profibetrieb aufstellen kann."

Beim ÖFB sei er, Stöger, nie Thema gewesen. "Ich wurde nie gefragt, ob ich mir vorstellen kann, eine Nachwuchsauswahl zu übernehmen. Aber ich bin überhaupt nicht gekränkt." Vielleicht sei die kaum berauschende Ära des Dietmar Constantini Grund dafür gewesen, "dass es kein Österreicher geworden ist. Aber was kann ein Andreas Herzog dafür? Außerdem haben dieselben Leute, die jetzt Koller ausgesucht haben, sich damals für Constantini ausgesprochen. Das Gerede von den neuen Strukturen ist schwammig. Die Formulierung, man setzt ein Zeichen gegen die Freunderlwirtschaft, ist ebenfalls mühsam."

Unterstützung aus Wr. Neustadt

Stöger outet sich als Fan der Nationalmannschaft. "Ich war Spieler, lebe mit und drücke jedem Trainer die Daumen." Einem Teamchef, also auch Koller, seien Grenzen gesetzt. "Er bildet ja nicht aus, er ist abhängig von der Arbeit bei den Vereinen. Wird ein Martin Harnik in Stuttgart falsch trainiert, und kommt er kaputt zum Team, ist er keine Hilfe." Ein Teamchef sei auch Kommunikator. "Er benötigt eine gute Gesprächsbasis zu den Klubs. Und dann muss er in ein paar Tagen ein System kreieren, das passt." Es sei ein eleganter Schachzug von Koller gewesen, gleich nach der Präsentation in Oberwart zum Rapid-Training nach Hütteldorf zu fahren. "Das gibt Bilder in den Medien, kommt gut an. Aber Koller hat meine volle Unterstützung. Obwohl er sie, da ich in Wiener Neustadt arbeite, selten in Anspruch wird nehmen müssen. Trotz des 1:1 gegen Rapid, das übrigens glücklich war."

Natürlich haben die österreichischen Trainer Träume. "Es ist oft auch ein Managerproblem, dass fast keiner von uns im Ausland unterkommt. Wir träumen vom Teamchefposten, von Rapid, Austria, Salzburg oder Sturm." Es seien, so Stöger, Grenzen gesetzt. "Von Barcelona sollst du nicht einmal träumen. Höchstens davon, dass du einmal eine günstige Eintrittskarte für eine Partie im Camp Nou bekommst."(Christian Hackl, DER STANDARD Printausgabe, 17. Oktober 2011)

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mir gefällt die haberer-partie

dem gedärm des fußballs, auch nicht; nachdem hier aber so geledert wird gegen unsere altstars, die auch verdienste haben, möcht ich hier ein bisserl wasser ins feuer gießen;
die ö trainer, auch und vor allem die ex-internationalen sind nicht nur wappler, auch nicht als trainer; schneckerl, 2 x(?) meister mit der w.a., ein guter teamchef (ja, ja, 0:9 gegen spanien - so what?), ebenso ein stotz, eine senekowitsch, auch pacult, ein stöger, ein krankl (mit abstrichen), ein jara, jetzt ein kühbauer, ein schöttel etc. etc. sie alle sind nicht ganz unerfolgreich - es ist nicht fair sie alle mit einem happel oder merkel zu vergleichen; es ist diese depperte nabelschau der meisten übrigens auch der meisten anderen ö landsleute ....

Der Mann den sie...

Pferd nannten...

er sollte umsatteln

Je länger die Koller Saga läuft

um so deutlicher sieht man die Drittklassigkeit der österreichischen Fussballakteure. Akteure ist schon zuviel des guten, Statisten wäre angebracht. Und Stöger ist noch einer der besseren.

Jeder der betonen muss, dass er "eh nichts gegen Koller" hat, hat anscheinend doch ein Problem mit ihm.
In den ganzen Versuchen (Prohaska,Stöger,etc) "sich erklären" zu wollen entlarven sie sich selbt.
Prohaska sagte ja auch "da Ruttensteiner",
"da Herzog" wird man von ihm nie hören.
Ich höre mir die in Zukunft gar nicht mehr an,
max. "Talk im Hangar", aber nur ohne Pacult.

Jeder der betonen muss, dass er "eh nichts gegen Koller" hat, hat anscheinend doch ein Problem mit ihm.
In den ganzen Versuchen (Prohaska,Stöger,etc) "sich erklären" zu wollen entlarven sie sich selbt.
Prohaska sagte ja auch "da Ruttensteiner",
"da Herzog" wird man von ihm nie hören.
Ich höre mir die in Zukunft gar nicht mehr an,
max. "Talk im Hangar", aber nur ohne Pacult.

woher hat stöger, dass koller nur wegen seines akribischen arbeitens ausgesucht wurde?

auch so ein wahrheitsverdreher, der stöger!

Peter Pacults Sager, der Schweizer Koller sei es geworden, weil er nicht größer als der oberösterreichische Präsident ist, "war verzichtbar, untergriffig, das ging ins Beleidigende."

im nachhinein redet es sich natürlich leicht. stöger war bei besagtem auftritt anwesend, wieso hat er nicht sofort auf pacults aussage reagiert?

i will a teamchef werdn!

Warum wird hierzulande immer so getan, als wäre ein ausländischer Teamchef etwas aussergewöhnliches ? Capello, Hiddink, Trappatoni, Klinsmann, Vogts, endlos lang ist die Liste von Trainern, die ausländische Teams trainieren.

Hitzfeld, Schäfer, Eriksson

hierzulande eh nicht, nur die 78-seilschaft u. nachfolger haben davon noch nie gehört...
überall woanders wird der trainer nach qualifikation ausgesucht, bei uns...wer will noch mal, wer hat noch nicht...

mimimi

Man darf also niemals die Vorzüge eines Trainers erwähnen, weil dann alle Anderen meinen, SIE selbst hätten die nicht....

Kindergarten! Boah, wie Unterirdisch!

ich wollte nicht stellung nehmen, der stöger ist ein ganz feiner intellegenter fussballer,

welcher elendige wicht muss man sein um diesen mann herunterzumachen, erschreckend, und keiner dieser kritker hat jemals auch nur annähernd die qualität eines dieser 78 gehabt, kret*ns wäre vielleicht der richtige ausdruck für all diese besserwisser,

Gibt's für nicht-Sky-Abonnenten irgendeine Möglichkeit, sich diese Sendung ("Talk und Tore"?) noch irgendwo anzusehen?

Es grenzt zwar an Masochismus, sich sowas geben zu wollen. Aber irgendwie hat die Selbstdemontage unserer "Legenden" im TV auch was befreiendes...

geht das peinliche gesumpere jetzt noch wochenlang so weiter?
prohaska will nicht verstehen, was "verhabert" heißt, krankl versteht den begriff "seilschaften" nicht...

wahnsinn was die aufführen, langsam aber sicher wirds so peinlich, nicht nur für die herren, sondern für ganz österreich...in d + ch schüttelns ohnehin schon den kopf über uns u. ich will da nicht dazu gehören...
die krankls, prohaskas mit ihren verhaberungen sind nicht ganz österreich, sie haben nur alles, was fußball betriff in ihrem würgegriff...

Die Verhaberung grassiert aber leider auch in der Wirtschaft, quer durch alle Hierachiestufen. Im internationalen Vergleich ist Österreich diesbezüglich dem Balkan zuzuordnen. Nach vielen Jahren Österreich war ein Wechsel nach Norddeutschland wie ein Wechsel in ein anderes Universum - obgleich in hohen (nach AT-Verständnis, = niedrig mittelhoch in DE) Hierarchiestufen die Haifischbecken in DE ungleich gefährlicher erscheinen...

Wirtschaft, politik, sport, kultur. quasi überall. erst nach dem gang ins ausland, wird einem die immer schon geahnte provinzialität so richtig bewusst. daher feuern die ja auch immer gegen "das ausland" und unsere jungen legionäre. beide bedrohen diese strukturkonservative, kitschige und innovationsfeindliche friedhofsruhe hier im land.

Ja nicht nur Vorarlberg is a too small country!

laut stöger

ist also der einzige "österreichische" akribische arbeiter der foda, jemanden anderen traut er sich wohl nicht als beispiel zu nennen, zu lächerlich es wirken würde.

für den provinziellen brunzwinkel österreich

ist ein ausländischer trainer klarerweise wenig willkommen.
aber ausländisches knowhow ist dringendst erforderlich!
(noch besser wären natürlich 11 ausländer auf dem platz)

Ich schätze Peter Stöger sehr. Aber Umkehrschlüsse sind häufig falsch.

Zitat Stöger: "Windtner betont dauernd, dass die Wahl auf Koller gefallen ist, weil er ein akribischer Arbeiter ist. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Trainer in Österreich faule Hunde sind und sich eine Hetz machen."

Leidet der Mann unter Verfolgungswahn? Oder ist er auch der Meinung, dass alle Frauen potthässliche und dumme Wesen sind, nur weil er sie nicht geheiratet hat (sondern nur seine eigene)?

Davon abgesehen...

...muss man einfach sagen: ja, ein guter Teil der österreichischen Trainer (ganz vorn: DiCo, aber auch Johann K, Hicke, Herzog, Heraf, die Trottelsager-Buam, Marko, etc.) sind sogar STINKEFAUL, bilden sich nicht weiter und schauen kein bisschen über den Tellerrand. Ich hätte gern von allen genannten eine Liste ihrer Hospitationen, die sie während der Trainerausbildung und danach durchgeführt haben. Wisst Ihr, was die meisten vorlegen würden: Ein leeres Blatt Papier...
Im Unterschied zu einem Schachner - Schoko-Tabelle hin oder her...

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