Seit Sonntag ist Briefporto teurer

2. Juni 2003, 10:04
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Standardbriefe bis 20 Gramm kosten um vier Cent mehr - Österreichs Tarife im internationalen Mittelfeld

Wien - Ab Sonntag, dem 1. Juni, treten in Österreich die neuen Briefporti in Kraft. Die Post, die die Erhöhungen mit Umsatzausfällen durch den steigenden e-mail-Verkehr begründet, erwartet daraus noch heuer Mehreinnahmen von rund 70 Mio. Euro. Auch nach der Erhöhung werden Österreichs Briefporti im europäischen Vergleich etwa im Mittelfeld liegen.

Die neuen Tarife verteuern den im Aufkommen dominierenden Standardbrief (bis 20 Gramm) im Inland von bisher 51 auf 55 Cent, was dem geltenden Tarif in Deutschland entspricht, wo das Porto im heurigen März von 56 auf 55 Cent abgesenkt wurde.

Postmonopol eingeschränkt

Das frühere Postmonopol besteht seit heuer nur mehr für Briefe und persönlich adressierte Massensendungen bis 100 Gramm Gewicht, wo die Post allerdings rund 70 Prozent ihres gesamten Postaufkommens verzeichnet. Ab 2006 plant die EU eine weitere Reduktion des Monopolgewichts auf 50 Gramm.

Im Monopolbereich gibt es drei Gewichtsklassen. Neben dem Standardbrief bis 20 Gramm werden Briefe bis 50 Gramm von 58 auf 75 Cent verteuert und Briefe bis 100 Gramm von 87 Cent auf einen Euro. Auch Auslandsbriefe, die nicht zum Monopolbereich zählen, werden vereinzelt um bis zu 30 Prozent teurer.

Sonstige Dienstleistungen empfindlich teurer

Außer den Portotarifen werden ab 1. Juni auch sonstige Dienstleistungen der Post empfindlich teurer. So kostet eine Postvollmacht (wenn jemand anderer als der Adressat einen Brief abholt) statt 8,14 Euro künftig 15 Euro. Für Nachforschungsaufträge zahlt man statt bisher 3,63 künftig 4 Euro. Postlagernde Sendungen, derzeit kostenlos, werden ab Juni einen Euro kosten.

Bereits mit 1. Mai hat die Post die Paketbeförderung um bis zu 8 Prozent verteuert. Unverändert bleiben die Tarife für den Express Mail Service (EMS).

Die Post hat für die Portoumstellung 289 Millionen Dauerbriefmarken der Serie "Ferienland Österreich" drucken lassen. Briefmarken mit den alten Portowerten können weiterverwendet werden, da Ergänzungsmarken mit den Differenzbeträgen zum neuen Preis aufgelegt werden. Eine 51-Cent-Marke kann beispielsweise mit einer 4-Cent-Marke zum neuen Porto von 55 Cent ergänzt werden.(APA)

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