Google Buzz und weitere Dienste schließen

15. Oktober 2011, 13:27
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Internetkonzern konzentriert sich in Zukunft voll auf Google+

Google macht noch mehr Dienste dicht, um sich auf seinen Facebook-Herausforderer Google+ zu konzentrieren. Dem "Herbstputz" fällt unter anderem der Kurzmeldungsdienst Google Buzz zum Opfer. Es ist ein Vorläufer von Google+, der dem Internet-Konzern seinerzeit wegen eines Datenschutz-Schnitzers viel Ärger einbrachte.

Jaiku geschlossen

Endgültig vor dem Aus steht nach Firmenangaben auch Jaiku, ein einst vielversprechender Kurzmitteilungsdienst, den Google 2007 gekauft hatte, der aber schon lange ein Schattendasein führte. Bei iGoogle, der Möglichkeit, die Google-Suchseite zu personalisieren, werden die "sozialen" Funktionen zum Vernetzen mit anderen Nutzern entfernt.

Google+ als zentrale Netzwerk-Plattform

Die Botschaft dieser Schließungen ist klar: Google+ ist die zentrale Netzwerk-Plattform des Internet-Konzerns, alles andere muss weichen. Google-Chef Larry Page bekräftigte erst einen Tag zuvor zur Vorlage der Quartalszahlen den Plan, Google+ in alle Dienste des Konzerns "einzubacken". Der im Sommer zunächst im Testbetrieb gestartete Dienst hat wenige Wochen nach Öffnung für jedermann rund 40 Millionen Nutzer. Facebook ist die Nummer eins der Online-Netzwerke mit rund 800 Millionen Mitgliedern.

Code Search

Außerdem schließen Code Search, ein Spezialdienst, mit dem im Web nach offenem Software-Code gesucht werden konnte, sowie ein Programm, mit dem einige Universitäten auf die Google-Suchmaschine zugreifen konnten.

Buzz

Google Buzz war ein früherer Versuch, mit Facebook und dem Kurzmeldungsdienst Twitter zu konkurrieren. Nutzer konnten mit anderen kurze Nachrichten, Fotos, Videos oder Links teilen. Beim Start im Februar 2010 leistete sich Google jedoch eine folgenschwere Panne. Buzz war auf Basis des Google-Mail-Dienstes aufgebaut - und zahlreiche E-Mail-Kontakte wurden automatisch übernommen und für andere sichtbar gemacht. Die Konsequenz waren Nutzer-Klagen und eine Untersuchung amerikanischer Behörden. Diese wurde erst beigelegt, als Google sich zu regelmäßigen unabhängigen Kontrollen des Umgangs mit der Privatsphäre in den kommenden 20 Jahren bereiterklärte. (APA/dpa)

 

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