Hilfe für ugandisches Militär beim Kampf gegen Rebellenarmee LRA
Washington - US-Präsident Barack Obama schickt rund 100 US-Soldaten
zur Unterstützung des ugandischen Militärs in das ostafrikanische Land. Die
US-Truppen sollten die ugandische Armee bei ihrem Kampf gegen die
Widerstandsarmee des Herrn (Lord's Resistance Army, LRA) unterstützen, erklärte
Obama am Freitag in einem Brief an den Kongress. Eine kleine Gruppe von Soldaten
sei bereits am Mittwoch entsandt worden, bis Ende Oktober sollten weitere
folgen.
Trotz "Gefechtsausrüstung" sollen die US-Soldaten den Angaben zufolge nicht
selber kämpfen, sondern das ugandische Militär lediglich beraten und
unterstützen. Möglich seien auch Einsätze im Südsudan, in der
Zentralafrikanischen Republik und in der Demokratischen Republik Kongo.
Die LRA gilt als eine der brutalsten Rebellengruppen der Welt. Sie trat
zuerst Ende der 80er Jahre im Norden Ugandas in Erscheinung und ist heute vor
allem in Zentralafrika und im Nordosten des Kongo aktiv. Ihr flüchtiger Anführer
Joseph Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen
Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht. Nach einem
Waffenstillstand 2006 ist aus der LRA nach Einschätzung von Experten zunehmend
eine Truppe von Söldnern und Banditen geworden. (APA)