KAC und Black Wings gegen Jesenice und Capitals erfolgreich - Graz geht vor Heimpublikum unter, Villach derzeit überall
Der KAC hat seine am grünen Tisch
zurückerlangte Tabellenführung in der Erste Bank Eishockey Liga
(EBEL) am Freitag in der 11. Runde erfolgreich verteidigt. Die
Klagenfurter setzten sich in einem Torfestival zu Hause gegen
Jesenice ohne große Probleme mit 8:5 (2:1,4:2,2:2) durch und haben
damit auch ihr sechstes Heimspiel der Saison gewonnen. Das
eindrucksvolle Torverhältnis in diesen Partien lautet 33:13.
In der Tabelle liegt der Rekordmeister, dessen Niederlage in
Zagreb am Donnerstag mit 5:0 strafbeglaubigt wurde, weiter einen
Punkt vor den Black Wings Linz. Den 4.219 Fans in der Klagenfurter
Stadthalle gefiel die starke Offensivleistung ihres Teams. In der
Defensive leisteten sich die "Rotjacken" aber einige ungewohnte
Fehler. So brachten drei Tore von Lukas Hvila innerhalb von zehn
Minuten (39./PP, 43./PP, 49.) auf 5:6 heran.
Im Finish legte die Equipe von ÖEHV-Teamchef Manny Viveiros noch
einmal einen Gang zu. Ein Kontertor von Manuel Geier (53.) sowie ein
Powerplay-Treffer von Tyler Scofield (56.) sorgten für die endgültige
Entscheidung. Scofield hatte im Mitteldrittel bereits zum 6:2
getroffen (34.), Kapitän Christoph Brandner einen Penalty vergeben
(24.). Der Tabellenvorletzte aus Jesenice wartet dennoch weiter auf
seinen ersten Auswärtssieg.
Linz folgt knapp dahinter
Die Linzer Black Wings bleibenauf der Erfolgsstraße. Am Freitag feierten die
Oberösterreicher im Heimspiel gegen die Vienna Capitals einen
5:3-(2:0,1:1,2:2)-Erfolg und damit den siebenten Sieg en suite. In
eigener Halle ist die Truppe von Rob Daum zudem noch ungeschlagen.
Die Wiener hingegen, die schon zwischenzeitlich 0:3 und 1:5
zurücklagen, setzten ihre Berg- und Talfahrt fort und kassierten
neuerlich zahlreiche Tore.
Durch Murphy (1.) und Baumgartner lagen die Linzer, die die Fehler
des Gegners besser zu nutzen vermochten als ihrerseits die Gäste,
schon in der vierten Minute mit 2:0 in Front. Ein in der Folge
relativ ausgeglichenes Spiel sah sogar optisch leicht überlegene
Wiener, die durch ihren ersten Treffer zum 1:3 (Pinter/38.) wieder
Morgenluft witterten.
In den "irren" 43 Sekunden der 50. Minute erhöhten erst Keller und
Grabher Meier auf 5:1, nur Augenblicke später ließ Gunnarsson die
Wiener aber noch einmal hoffen. Prompt gelang Insana in der 52.
Minute das 3:5, noch einmal waren die Hausherren starkem Druck
ausgesetzt, durften sich schließlich aber nicht zuletzt bei Goalie
Westlund und der mangelnden Kaltschnäuzigkeit der Capitals bedanken.
"Wir haben das Spiel ganz klar in den ersten fünf Minuten
verloren", ärgerte sich Wien-Trainer Tommy Samuelsson. "Zwei
individuelle Fehler und schon sind wir 0:2 hinten gelegen. Das ist
gegen Linz in der derzeitigen Form natürlich nur sehr schwer
aufzuholen."
Heimdebakel für 99ers
Die Graz 99ers mussten sich im Heimspiel gegen
Olimpija Ljubljana vor 2.500 Zuschauern glatt mit 0:4 (0:2,0:1,0:1)
geschlagen geben. Damit wurde die Siegesserie der Steirer in der
Eishalle Liebenau nach zuletzt vier Heimerfolgen en suite gestoppt.
Es begann für die Grazer wie im letzten Heimspiel gegen Villach.
Damals hatte es nach 33 Sekunden 0:1 geheißen, diesmal dauerte es
auch nur 52 Sekunden, bis die Gäste in Führung gingen. Hotham traf
zum 1:0 für die Slowenen. Fraser legte in der 16. Minute nach - das
erste Drittel ging somit 2:0 an die Gäste.
Die 99ers ließen gegen Ljubljana jene Schlagkraft vermissen, die
das Team von Coach Richer in vorangegangen Spielen ausgezeichnet
hatte. Und die Slowenen, Dritter in der Liga, nutzten jeden Fehler
aus. So auch beim 0:3 durch Music in der 27. Minute. Das Tor fiel aus
einem Konter, dem eine Chance des Grazers Latendresse vorangegangen
war. Der scheiterte aber am bestens disponierten Keeper Lamoureux.
Den Schlusspunkt setzte Hughes, der in der 53. Minute den
0:4-Endstand besorgte.
Villach bleibt im Tief
Der Villacher SV steckt weiterhin tief in der
Krise. Gegen Szekesfehervar bezog das Tabellenschlusslicht die bereits
siebente Niederlage in Folge und wartet nach dem 2:4 (1:1,1:2,0:1)
vor Heimpublikum nun schon seit fast einem Monat auf einen Erfolg.
Die vor Heimpublikum weiter punktelosen Villacher gingen durch
Nikolaus Hartl (18.) in Führung, danach waren aber die Ungarn das
effizientere Team. Markus Peintner gelang nach Gegentoren von
Krisztian Palkovics (20.) und Eric Johansson (32.) zwar noch einmal
der Ausgleich, schließlich avancierte aber Derek Ryan zum Sargnagel.
Der US-Amerikaner traf in der Schlusssekunde des Mitteldrittels und
setzte vier Minuten nach Wiederbeginn auch den Schlusspunkt. (APA)