"Verkehrspolitik mittels Befragung – na Mahlzeit!"

Interview | Bettina Fernsebner und Andrea Heigl, 14. Oktober 2011, 18:32
  • Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) will beim Straßenbau sparen.
    foto: robert newald

    Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) will beim Straßenbau sparen.

Maria Vassilakou will die Wiener von ihren Projekten überzeugen, aber nicht über alles abstimmen lassen - Citymaut ist weiter Thema

Standard: Am Dienstag haben Sie die neuen Öffi-Tarife präsentiert, am Mittwoch hingen bereits grüne Plakate in den U-Bahn-Stationen. Standen die 365 Euro für die Jahreskarte schon länger fest, oder haben die Grünen so schnell die Druckmaschinen angeworfen?

Vassilakou: (lacht) Oder wir hatten einfach unterschiedliche Varianten von Plakaten.

Standard: Welche Preise standen auf den anderen Varianten?

Vassilakou: Es stand auf alle Fälle drauf, dass die Öffis billiger werden.

Standard:  Die 365 Euro für die Jahreskarte galten ja schon länger als fix. Wo hat es sich bei den Verhandlungen gespießt?

Vassilakou: Eine derart drastische Verbilligung der Jahreskarte kostet eine Stange Geld, und es gab viele Widerstände, nicht zuletzt auch von den Wiener Linien. Aber nun haben wir eine gute Lösung.

Standard: Bürgermeister Michael Häupl und der grüne Klubchef David Ellensohn haben harsche Kritik an der Geschäftsführerin der Wiener Linien geübt, die eine Erhöhung der Tarife gefordert hatte. Sind die Wiener Linien jetzt mit im Boot?

Vassilakou: Ich habe dafür bisher noch keine Anzeichen gesehen, aber ich gehe davon aus, dass sie ins Boot zurückfinden werden. Nämlich wenn sie sehen, dass immer mehr eine Jahreskarte kaufen.

Standard: Bei der Tarifreform stand die Querfinanzierung durch die Parkraumbewirtschaftung lange im Raum, was nun nicht gelungen ist. Wie wollen Sie die Bezirksvorsteher doch noch überzeugen?

Vassilakou: Ich gehe davon aus, dass es noch vor Jahresende eine Lösung für die Ausweitung des Parkpickerls gibt. Die Grenzziehung ist Aufgabe der Bezirke, und unsere Bezirksvorsteher sind vernünftige, kooperative Menschen. Da geht etwas weiter.

Standard: Aber einige Bezirksvorsteher sagen, sie machen das nicht, ohne die Bewohner zu befragen.

Vassilakou: Auch das ist ihre Angelegenheit, da mische ich mich nicht ein. Gerade verkehrspolitische Maßnahmen, die ja oft polarisieren, müssen transparent begründet werden, und es nützt nichts, wenn man sich vor dem Konflikt drückt.

Standard: Der grüne Verkehrssprecher Rüdiger Maresch argumentiert beim Parkpickerl aber damit, dass man über Steuern ja auch nicht abstimmen lassen kann.

Vassilakou: Verkehrspolitik ist ein Thema, bei dem direkte Demokratie an schwierige Grenzen stößt. Man muss die Bürger informieren und ihre Wünsche soweit als möglich berücksichtigen. Wenn man aber versucht, Verkehrspolitik mittels Volksbefragung zu machen - na dann Mahlzeit!

Standard: FP-Chef Heinz-Christian Strache möchte ganz Wien zur Kurzparkzone machen und die Pendler an den Stadtgrenzen stoppen. Was halten Sie davon?

Vassilakou: Die Wiener FPÖ hat sich bisher exzessiv gegen die Ausweitung des Parkpickerls gewehrt. Es ist zwar seltsam, Unterstützung aus dieser Ecke zu bekommen, aber es soll mir willkommen sein.

Standard: Bürgermeister Häupl hat im Standard-Interview gesagt, dass es allein Ihre Aufgabe ist, die Bezirksvorsteher vom Parkpickerl zu überzeugen. Fühlen Sie sich da alleingelassen?

Vassilakou:Im Gegenteil, ich bitte sogar darum. Es ist die Aufgabe, um nicht zu sagen das Schicksal jedes Verkehrsstadtrates. Verkehr ist nun einmal dezentralisierte Materie. Das Einzige, was es kostet, ist Zeit - und die muss man sich nehmen. Das ist es wert.

Standard: Wann könnte die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung starten?

Vassilakou: Vorsichtig geschätzt nach dem Sommer kommenden Jahres. Jedenfalls im Jahr 2012, auch deshalb, weil saftige Strafzahlungen von der EU wegen der Feinstaubbelastung drohen. Die Stadt muss nachweisen, dass sie ernsthafte Anstrengungen unternimmt, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Ich kann nichts dagegen tun, wenn Industriestaub aus der Slowakei Richtung Wien geweht wird. Die einzige Schraube, an der ich drehen kann, ist der lokale Verkehr.

Standard: Aber bis zur Grenze der Kurzparkzonen werden die Pendler weiterhin fahren. Wird es da ein Paket mit S-Bahnen und Park-and-ride-Anlagen geben?

Vassilakou: Es gibt Gespräche mit Niederösterreich, mit dem Ziel, die S-Bahn-Intervalle auf 15 Minuten zu verdichten. Man muss sich anschauen, inwieweit es Sinn machen würde, dass Wien den Bau von Park-and-ride-Anlagen entlang von S-Bahn-Stationen in Niederösterreich finanziell unterstützt. Die Ostregion braucht endlich öffentliche Verkehrsanbindungen, die einer Metropolen-Region würdig sind. Das ist in den letzten Jahrzehnten verschlafen worden. Die Mittel dafür werden aber jetzt nicht mehr, sondern weniger. Deswegen habe ich immer gesagt, dass wir eine Citymaut brauchen, um die Mittel daraus - das wären jährlich mehr als 100 Millionen Euro - eins zu eins in den Ausbau der Öffi-Anbindungen in die Region zu investieren. Derzeit sehe ich aber keine Bereitschaft - weder in der SPÖ noch in der ÖVP -, diesen Weg zu gehen.

Standard: Bei der Volksbefragung vor der letzten Wahl haben die Wiener gegen die Citymaut gestimmt, damit war das Thema für die SPÖ vom Tisch. Wollen Sie das in dieser Legislaturperiode wieder aufs Tapet bringen?

Vassilakou: Es ist klipp und klar im Regierungsübereinkommen festgehalten, dass die Citymaut bis zur nächsten Wahl kein Thema ist. Es macht trotzdem Sinn, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Standard: Die dichtere Taktung der S-Bahnen müssen die Länder zahlen. Sehen Sie eine Möglichkeit, das ohne die Citymaut zu finanzieren?

Vassilakou: Einzelne Verdichtungen können wir uns auch jetzt leisten. Wir haben ausgerechnet, dass ein Zehn-Minuten-Takt zwischen Stockerau und Floridsdorf pro Jahr 250.000 Euro kostet. Das würden sich Wien und Niederösterreich aufteilen. Es handelt sich um ein paar Millionen Euro, die das zusätzlich kosten würde, die wird man hoffentlich zusammenkratzen können. Wir brauchen aber leistungsfähige Anbindungen ins Umland, inklusive einer vernünftigen Verbindung nach Bratislava. Dazu bräuchte es eine Extrafinanzierung, etwa durch die Citymaut. Das ist eine politische Diskussion, die geführt werden muss, nüchtern und ohne Hysterie.

Standard: Ihr nächstes großes Projekt ist die verkehrsberuhigte Mariahilfer Straße. Sie haben gesagt, sie muss autofrei werden, aber keine Fußgängerzone. Was ist, wenn die Anrainer eine andere Variante präferieren?

Vassilakou: Es geht darum, die Mariahilfer Straße autofrei zu bekommen, das heißt, die Durchfahrt soll nicht mehr möglich sein. Wichtig ist, dass Menschen, die an der Mariahilfer Straße wohnen, ihre Garagen anfahren können, dass der Öffi-Verkehr fährt und dass es Querungen gibt. Die Zwischenabschnitte sind aber weitestgehend für die Fußgänger da, und es braucht einen baulich getrennten Radweg. Ich gehe davon aus, dass unter diesen Rahmenbedingungen die überwiegende Mehrheit der Bewohner dafür sein wird. In dieser Diskussion wird halt gern das Wort Fußgängerzone benutzt, wir wollen vielmehr eine Flaniermeile.

Standard: Derzeit wird das Budget verhandelt. Wo darf es in Ihrem Bereich keine Abstriche geben?

Vassilakou: Es kann, muss und wird bei mir sehr viele Abstriche geben. Es gibt mehr Mittel für den Ausbau des Radverkehrs, für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Neugestaltung der Mariahilfer Straße. In Summe ist mir sehr wichtig, dass nicht gespart wird bei Wettbewerben und bei der Bürgerbeteiligung.

Standard: Wo wird dann gespart in Ihrem Ressort?

Vassilakou: Indem die eine oder andere Behübschungsmaßnahme verschoben wird. Wir schauen uns auch ganz intensiv das Kapitel Straßenbau an, das verschlingt sehr viel Geld. Da gibt es die Möglichkeit, bis zu zehn Prozent zu sparen, sowohl in der Art und Weise, wie man neue Straßen plant, als auch bei den Materialien, die zum Einsatz kommen. (Bettina Fernsebner und Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.10.2011)

MARIA VASSILAKOU (42) ist seit November 2010 grüne Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Bürgerbeteiligung und Energieplanung.

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Es aber wesentlich wahrscheinlicher, daß ein paar Fachleute etwas richtig entscheiden als tausende ohne spezielles Wissen.

wahrscheinlich, aber nicht sicher.Es gibt auch Fachtrotteln.

Das bestreitet niemand und die Fachplaner machen auch nicht wenige Fehler. Dennoch sind sie für das meiste eben besser Qualifiziert als jemand, der sich mit ganz anderen Themen beschäftig und dem Wissen zum betreffenden Gebiet fehlen.

klar, aber immer auch selbst mitdenken !

Wenn Sie zu dumm sind Ihre Bedürfnisse zu erkennen, dann lassen Sie sich bevormunden - es gibt Menschen, die wissen was sie brauchen und wollen und keine grinsende V. brauchen.

Die Grünen sind nicht demokratisch.

Also, wenn sie ein Herzleiden haben, beginnen sie selbst an sich rumzuschneiden? ISt da nicht ein Arzt, am besten sogar ein Herzspezialist die bessere Wahl und sie sind dann froh sich von dem "bevormunden" zu lassen? Ihre Aussage ist sowas von naiv!

Die Stadt ist kein Herzleiden - insoferne ist Ihr Vergleich hatschert.

Es geht in einer Stadt mit 1,7Mio Einwohnern aber halt leider nicht dass jeder seine ganz persönlichen Bedürfnisse zu 100% erfüllt.

Aber es sollte realistisch bleiben und den Bedürfnissen angepasst und nicht ein paar Bobobezirken.

Insofern

sollte man (direkte)Demokratie abschaffen, denn es gibt ja sicher Fachleute, die das jeweils wesentlich wahrscheinlicher richtig entscheiden als tausende ohne speziellem Wissen, oder?

Und das von Anhängern einer Partei die vehement mehr direkte Demokratie fordert.

Sie muessen da schon differenzieren. Genau, wie es im Interview gesagt wurde. Man muss die Leute nach ihrer Wünschen fragen und das so gut wie möglich in Konzepte einarbeiten.
Verkehrsplanung z.B. ist ein komplexe Materie. Sie schreiben ihrem Arzt ja auch nicht vor, wie er sie zu behandeln hat, obwohl sie natürlich subjektiv mehr über ihren Körper wissen, als der Arzt.

Man muss Leute nach ihren Wünschen fragen und berücksichtigen sie nur dann, wenn es uns passt.

Manche lassen sich offensichtlich gerne bevormunden.

Doch ich bespreche mit meinem Arzt die Behandlung sehr wohl und akzetiere nicht alles ungefragt und schon gar nicht wenn es um sinnlosen Einsatz von Schmerzmitteln usw. geht, statt andere Lösungen zu finden - was komischerweise ja funktioniert, wenn man sich auf die füsse stellt und den Experten hörig ist. Weil der Arzt mich nur unterstützen kann aber mich nicht spürt.

Wünsche und Wissen ist eben noch ein Unterschied.
Bürger können sich ja z.B. schöne Strassen und Parkplätze für alle wünschen - Verkehrsplaner wissen, daß das zum einen nicht möglich, zum Anderen nicht sinnvoll ist. Es gibt, wie gesagt, Fachleute, die zwar nicht immer richtig entscheiden, aber das trotzdem wesentlich besser können als es dei anderen Bürgen könnten. Wenn alles so einfach durch Volksbefragung zu regeln wäre, bräuchten wir keine studien mehr, denn die Bürger können´s ja eh entscheiden ;)

Auch die Sicherheit

von Atomkraftwerken ist eine komplexe Materie und die Auswirkungen der Staustufe Hainburg sowie die Finanzierung der Unis im speziellen und Bildungspolitik im Allgemeinen.

So What? Wollens jetzt direkte Demokratie oder doch Expertenentscheide.

Aber sie haben Recht: Wehpflicht, Gentechnik, Steuersystem, ... - Alles leicht verständliche Themen im Verhältnis zu einer Nutzung der MaHü

http://diepresse.com/home/poli... erbst-2011

http://orf.at/stories/2083074/

http://www.kleinezeitung.at/nachricht... gung.story

http://www.gruene.at/budget/ar... sen/75972/

Was sollen ihre links? Volksbefragung ist nicht gleich direkter Demokratie. Das passiert eben genau das, was im Interview gesagt wurde: Die Menschen werden nach ihren Ansichten befragt und das wird in ein Konzept eingearbeitet, was von Experten und Volksvertretern erstellt wird. Wo sehen sie einen Widerspruch?

???

Zitat:
"Wenn man aber versucht, Verkehrspolitik mittels Volksbefragung zu machen - na dann Mahlzeit!"

Wohlgemerkt: VolksBEFRAGUNG ist kein Mittel. Von Abstimmung red' da noch keiner.

PS: Volksbefragung ist ein Instrument der direkten Demokratie. Zumindest sehen es Wikipedia und auch die Grünen so.
Aber wolln sie sich durch Begriffzerklauben der Diskussion entziehen?

Sie scheinen nicht richtig zu lesen oder verstehen irgendwie falsch.
Sie sagt "Verkehrspolitik mittels Volksbefragung"
Das bedeutet: Das Mittel zur Verkehrspolitik wäre Volksbefragung. Aber es kann nur ein Instrument sein. Wie sie jetzt richtig erkannt haben, ist Volksberfragung auch nur eine Istrument der Demokratie und "nicht gleich direkter Demokratie", wie o.g. Das hat nichts mit "Begriffzerklauben" zu tun, sondern mit der richtigen Anwendung der deutschen Sprache und der Wortbedeutungen.

Ich will beides. Jeweils dort, wo es sinnvoll ist.
Wollen sie etwas die Sicgherheit von Atomkraftweken Laien überlassen? Keine zu bauen, bzw mehr KohleKraft wäre auch keine Alternative gewesen, da die Energie benötigt wurde, bis zu Tschernobyl hat auch kaum jemand etwas dagegen gehabt, ganz im Gegenteil. Ohne Kernkraft wäre unsere Medizin, Raumfahrt und Steuerungstechnik nicht möglich gewesen. Und das sin Dimensionen, die deer Normalbürger nicht überblick- deshalb auch schlecht in dem Maßstab entscheiden kann.
Sie sehen alles ein wenig zu sehr schwarz-weiss.

Sinnvoll wenn es der grünen Linie entspricht und nicht sinnvoll, wenn das nicht der Fall ist? So wird das von den Grünen gehandhabt, leider. Ich hätte mir mehr erwartet und bin enttäuscht.

Nein. Sie verstehen immer noch nicht. Sinnvoll dort, wo dem Bürger auch zuzutrauen ist eine Entscheidung treffen zu können (jedenfalls hauptsächlich, denn dass auch die Grünen ihre Politik so gut wie möglich vorwärts bringen wollen, kann man ihnen ja nun wirklich nicht vorwerfen. Ein bischen Populismus gehört einfach dazu)

das ist unser politisches system

wir wählen personen, die für uns entscheiden.

lustig, dass das als etwas "außergewöhliches" oder gar als "anmaßendes verhalten" eines politikers angesehen wird.

Verursacherin der Finanzkrise

Genau diese Person Vassilakou ist das Paradebeispiel für Politiker, die die Finanz- und Schuldenkrise in Europa verursacht haben.

Um gewählt zu werden, werden Geldzuckerl verteilt, die auf Kosten der Stadt- und Staatsverschuldung finanziert werden. Bis der Punkt erreicht ist, wo diese Schulden auch durch Steuererhöhung nicht mehr abzutragen sind. (griechische Verhältnisse eben)

wenn's berechnungen gäbe

welche direkten und indirekten kosten der autoverkehr in der stadt verursacht, würden menschen wie sie wohl äußerst erstaunt sein.

je mehr es gelingt, den öffentlichen verkehr zu stärken, desto besser für unsere finanzen.

Diese Berechnungen gibts doch. Schauen sie z.B. mal bei der OECD nach (wahrlich kein Öko-Verein); die kommen pro Jahr auf einen hohen vierstelligen Betrag pro Einwohner.

Diese Berechnungen gibts eh.

DAs sind keine Berechnungen die es da gibt

das sind völlig willkürlich zurechtgebogenen Zahlenkonstrukte die jeder Grundlage entbehren.

Können Sie z.B. beim VCÖ nachlesen.

Ist auf dem Niveau einer Propagandaaussendung von Göb.els.

Es gibt durchaus auch andere Vereine die zu ähnlichen Ergebnissen kommen; z.B. die OECD (bekanntlich voll die Öko-Fuzzis!).

Politiker aller Herren Länder dürstet nur nach eines

Steuererhöhungen wo nur irgend möglich !!

Mittel zum Zweck:mit gekauften Gefälligkeitsstudien die öffentliche Meinung manipulieren.

Habe mir so div. Zahlenkonstrukte angesehen: da stellts einem nur mehr die Haare auf, wie die vor Einseitigkeit und Zahlendreherei strotzen.

Habe gelernt dass man jede Studie so gestalten kann, dass das rauskommt was rauskommen soll.
Und wenn man will, beweist man mit der nächsten Studien das genaue Gegenteil davon.

All diese Studien kann man getrost als Toilettenpapier verwenden - mehr Wert haben die nicht.

In Meßtechnik gabs einen Spruch: "ein guter Meßtechniker muss nur wissen was herauskommen soll".
Und div. Studien sind ungleich komlexer - mit beliebigen Manipulationsmöglichkeiten.

Hallo luke!

.
Tut mir leid: Der Inhalt Deiner mails ist sehr unseriös!

Ich würde wirklich gerne etwas Anderes schreiben!

Trotzdem wünsche ich Dir noch ein schönes Wochenende! (Das ist ernst gemeint!)

wenn ich mir so ansehe:

- Wirtschaftlichkeit von AKWs
- Schäglichkeit von NOx
- Klimawandel
- Energieverbrauch Öffis-MIV
- Kosten des Verkehrs
- Unsere Pensionen sind sicher
- Unsere Bankguthaben sind sicher
- Wegen Biosprit verhungern Millionen
- .....

- usw...

Wenn Du meinst das alles was da jeweils verbreitet wird als die "Wahrheit" anzusehen, was einem so vorgesetzt wird

gut, mache es.

Dem Internet sei Dank, kann man sich heute auch selber einigermaßen ein Bild machen.
Habe gelernt, alles zu hinterfragen weil so gut wie alles in irgendeine Richtung manipuliert ist.

Stimmt!

.
Hinterfragen ist gut!

Allerdings sollte man bei der Bewertung von Information zumindest versuchen, persönliche Interessen d´raußen zu lassen.

Und - tut mir noch einmal leid (!!) - beim Thema "MIV" nehme ich Dir das nicht ganz ab.

Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei einer (zumindest versuchten) objektiven Bewertung zu diesem Thema zu so einem, noch dazu mit soviel Emotionen behafteten, von Dir vertretenen Standpunkt kommen kann.

denkt dabei irgendjemand an ältere Menschen

ein immer größerer Anteil der Bevölkerung gehört den höheren Altersgruppen an; Einkaufswege, Arztbesuche sind oft länger, als gerade mal ums Eck, oft auch nur umständlich mit Öffis zu erreichen (und auch dort gibt's nicht nur Niederflurstraßenbahnen); ältere menschen sind auch nciht alle superreich... Ein Ja zu Park and ride, das haben Wien und NÖ verschlafen. Aber zu leistbaren Preisen. Ein Ja für Ausbau der radwege, ohne unsinnige und gefährliche Stellen wie z.B. beim Schottentor, wo man als Öffibenützer von den Radlern niedergemäht wird. Gebührenpflichtiges Parken gibt's überall, aber man braucht auch einige Zeiträume und Bereiche ohne. Vor allem soll man nicht für etwas zahlen müssen, das man dann ohnehin nicht findet...

Niemand bestreitet, daß es noch viel zu tun gibt. Allerdings hat sich die Situation mit den Öffis, sowie mit Rad und Fusswegen wesentlich gebessert in den 10 Jahren, die ich in Wien bin.
wenn sie die Kosten und den Aufwand eines eigenen PKW mit denen von Carsharing, Öffis, Taxi und Mietwagen vergleichen, werden sie sehen, wie teuer das eigene Auto eigentlich ist. Ich habe mein Auto vor Jahren abgeschafft und komme prima mit den alternativen klar, bei geringeren Kosten und geringerem Aufwand.

mit abstand die attraktivste person in unserer politik

den Grasser fanden damals auch alle so sympathisch und attraktiv ...

Ich nicht. Ich verbiete mir diese Unterstellung !!!

Ich fand den Grasser auch schon immer suspekt.

Aber die Unterstellung, alle hätten ihn so schön und kompetent gefunden, verbitte ich mir!

Touché !

;-)

das sind vermutlich die billigsten jahrestickets in europa und die mehrheit hier beschwert sich ;-)
mein freund ist engländer und findets hier in wien einfach großartig, vor allem den preis für die öffis...

so sehr unterschieden sich die österreich von den amis gar nicht, denn am wichtigsten sind die brummis und das gemeinste die steuern und hohen spritpreise.

Vassilakou ist die einzige fähige Führungskraft bei den Grünen

Die Grünen bräuchten eine kompetente und durchsetzungsfähige, und dennoch konsensbereite Person wie Vassilakou auch auf Bundesebene. Leider sehe ich neben ihr niemanden der diesem Profil entspricht. Öllinger ist zwar eine sehr integre und angagierte Persönlichkeit, kann aber charismatisch sicher nicht die breiten Massen ansprechen. Es gibt wohl keine Alternative als Vassilakou selbst nach einer Legislaturperiode in Wien bundesweit an die Spitze zu setzen! Glawischnig wird bis dahin zwar vielleicht nochmal 1-2% gewinnen, das aber vor allem aufgrund der Schwäche von Rot und Schwarz. Es wird einen moderaten Wahlsieg nicht wegen, sondern trotz Glawischnig geben!

Nein, sooo schlimm wird's nicht werden.

Etwas mehr als 1 oder 2 % werden die Grünen schon bekommen!

Ich schätze, so 8 oder 10. Prozent Stimmen. Nicht Steigerung.

Genau - ihre Haltungen zeigen, dass sie von der Studentin zur Politikerin mutiert ist und null Ahnung über Lebensrealitäten in der freien Wildbahn hat.

Das it vielleicht das Leben, das man innerhalb vom Gürtel führen kann und will. Ausserhalb schaut es schon ein bissl anders aus.

Sie ist einen lebensfremde Bobofrau wie alle anderen auch.

der 100-euro wahlschmäh

für die jahreskarte zeugt jetzt mit mehr als dem dreifachen betrag nichts von "fähig". Dafür mussten vassi & co den exzessiven gebührenerhöhungen zustimmen, sonst hätten sie bei den öffis gar nichts zu bieten gehabt ... Also genauso unfähig wie rot, schwarz etc.t

weißt du wie konsensfindung in einer demokratie funktioniert?

Nichts kapiert - der öffentliche Verkehr kostet einen Haufen und mit Schmähs kann man das auch nicht verdecken.

Und Straßenbau, Parkplätze, Ampeln, Garagen, Treibstoff fallen alle vom Himmel?

Öffentlicher Verkehr kommt langfristig günstiger und es macht verkehrspolitisch absolut Sinn diesen zu fördern!

Ja, das merkt man vor allem wenn man die ÖBB anschaut und den öffentlichen Verkehr am Land und in den Randbezirken.

Deshalb wirkt die Innerhalbgürtelboboprominenz ein bissl lächerlich mit so Ansagen.

Auch die Grünen sind letztlich nur eine Lobbyorganisation für Partikularinteressen...

...von denen die Menschheit langsam die Nase voll hat.

Lasst uns mal zur Abwechslung so etwas wie Demokratie versuchen!

Wurscht wieviel die Jahreskarte kostet...

Solange ich mit den Öffis 1 1/2 Stunden in die Arbeit brauch und mit dem Auto 1/2 Stunde fahre ich mit dem Auto. Auch wenn die Öffis komplett gratis sind. Mir is einfach schad um die Zeit. Die Öffis gehören mal ausgebaut, dann schau ma weiter...

wenn du die fahrtkosten ehrlich bewertest

also für den PKW nicht nur den sprit,
sondern die vollkosten rechnest,

wirst du draufkommen,
dass der stundenlohn für den zeitunterschied
gar ned so schlecht ist!!!

ob dir dann no immer "schad um die zeit is"?

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