Statistik

Zahl der Frühpensionen sinkt

14. Oktober 2011, 18:01
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    grafik: der standard

    Pensionstrends von Jänner bis September 2011.

Weniger "Hackler" und Invalide: Erfreuliche Tendenz, aber noch keine Wende

Wien - Einen Trend in die "richtige Richtung": Das liest die Pensionsversicherung (PVA) aus ihrer aktuellen Statistik heraus. In den ersten drei Quartalen 2011 fiel der Run in die Frühpension schwächer aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Neuzugänge in die Invaliditätspension sanken um 5,5 Prozent, jene in die als Hacklerregelung bekannte Langzeitversichertenpension um 6,5 Prozent (siehe Grafik). Letztere wies vor zwei Jahren noch einen Zuwachs von 36 Prozent auf.

Kein voreiliger Jubel

Einen Boom gibt es dafür bei der Schwerarbeiterpension - doch diese betrifft nur relativ wenige Leute. Gewachsen ist auch der Zustrom in die Korridor-Frühpension (plus acht Prozent), für die aber saftige Abschläge fällig sind.

Eine Trendwende? Mit Jubel hält sich das Sozialministerium vorerst zurück, man geht aber davon aus, dass die ersten Reformen Wirkung zeigen. Seit heuer ist der Nachkauf von Schul- und Studienzeiten zwecks Anrechnung für die Pension empfindlich teurer - Hacklerpensionisten in spe tun sich deshalb schwerer, die notwendigen Beitragsjahre zusammenzukratzen. Bevor eine Invaliditätspension vergeben wird, muss nun ein Antrag auf Rehabilitation gestellt werden. Die "Gesundheitsstraße" soll kränkliche Arbeitnehmer ebenso von voreiliger Frühpension abhalten wie das Beratungsprojekt Fit2Work. Dass letzteres Programm bereits zählbare Erfolge bringt, kann man sich in der PVA allerdings schwer vorstellen, zumal dieses erst in drei Bundesländern angelaufen ist.

Beigetragen hat wohl auch der Wirtschaftsaufschwung: Mehr Jobs bedeuten nicht nur mehr Versicherungsbeiträge, sondern auch weniger Druck auf Arbeitnehmer, in die Frühpension zu entfleuchen. Zumal die Zahl der normalen Alterspensionen ebenfalls sinkt, registriert das Sozialministerium eine finanziell "erfreuliche" Entwicklung: Der Steuerzuschuss fürs Pensionssystem werde heuer um 600 Millionen niedriger ausfallen als vorgesehen. Der Bundesvoranschlag ging von insgesamt 9,6 Milliarden aus. (Gerald John, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 121
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BezirksvorStenzl
00
24.10.2011, 11:55
Pensionen....

dieser beschissene Staat Österreich kann nicht mal für die Opfervorsoge für Ihr Gewalt Monopol seitens der Heim Kinder sorgen,ca.70% als Arbeiter sorgen für Lohnsteuer, u.auch andere Steuern (Massensteuer) 30% dieser Heimkinder sind für Arbeitgeber Freiwild solche fallen durch den SozialenRost.
Leben auf der Straße o.im Häfen, so ein System ist Menschenunwürdig.

die letzten Pensionsanträge für ASVG wurden durchwegs durch Gerichtsentscheidungen gefällt,viele davon haben das Urteil nicht erlebt.

Standard deviation
02
16.10.2011, 09:38
Ich bin mit 65 vor einem Monat in Pension gegangen.

Ich haette gerne noch bis 68 weitergearbeitet, da ich
mich noch in vollem Besitz meiner geistigen und
koerperlichen Kraefte bin. Nach der unter Schuessel zur
Diskussion gestellten Korridorloesung (Wahlfreiheit
zwischen 62-68) waere dies moeglich gewesen.
Dumme Politiker haben die Umsetzung dieses vernuenftigen Vorschlag vereitelt.

BezirksvorStenzl
00
20.10.2011, 13:47
Als Dachdecker o.in einem der vielen Bau neben Gewerbe...

...Sorry.welchen Job hatten Sie?.

Harry Y.
 
00
16.10.2011, 17:17

wähne.

Standard deviation
00
17.10.2011, 18:21
Pardon für den Ausdrucksfehler!

Coli Bri
01
16.10.2011, 07:20
Zeitverschiebung daher die niedrige Zahl

wenn :zitat
Bevor eine Invaliditätspension vergeben wird, muss nun ein Antrag auf Rehabilitation gestellt werden.
zitatende..

dann verschiebt sich halt das Ganze um 2 Jahre oder vielleicht noch etwas länger, auch nicht besser!

Berater Gerald Ruschka
10
16.10.2011, 02:42

Ich kenne viele, die vor 65 zuhause sind, aber kein einziger von denen hat es sich selber ausgesucht!

jane doe2
00
16.10.2011, 14:55

Bei mir verhält es sich genau umgekehrt. Da sind alle zwischen 501 und 60 in Pension gegangen! Somit alle in Frühpension, und alle haben sich zum ersten besten möglichen Termin freiwillig und voller Freude verabschiedet in bester Gesundheit (besser als ich selber) und vergnügen sich jetzt mit urlauben, wandern und anderen schnen Freizeitaktivitäten! Wir Jungen gehen dafür sehr gerne länger arbeiten für nichts. Es erfüllt uns mit Freude wenn wir diesen glücklichen Pensionisten sehen!

mml1
00
21.10.2011, 19:11
Wie haben die das gemacht?

In Invaliditätspension ohne (schwer)krank zu sein? Ist im Gesetz nicht vorgesehen. Richtig?

Harry Y.
 
00
15.10.2011, 22:09
Weniger Invalide nicht.

Auch nicht weniger Anträge, wenn mich nicht alles täuscht; sondern weniger positive Bescheide.

Minister der Ökomonie
012
15.10.2011, 21:15
Wirtschaftaufschwung

...muss gleichbedeutend mit Gehaltserhöhung sein.

Es ist nicht mehr zu ertragen, dass dauernd vom Aufschwung die Rede ist, die Gehälter aber klein gehalten werden, wegen der Konjunktur.

Mir scheint, ob ein Aufschwung ist oder nicht, ist ganz so wie es gerade gebraucht wird. Man hat eben das Pensionsverfahren verunmenschlicht und wirklich Kranke geben eben früher auf. Das ist die hässliche aber wirkliche Wahrheit. Mit einem Wirtschaftsaufschwung hat das nichts zu tun, nur mit einer zunehmenden Psychopathisierung des Behördenapparats, der Kranke und Arme stigmatisiert, ihnen jegliche soziale Stellung in der gesellschaft nimmt, Aussätzige aus ihnen macht.

Es zeigt keinen Aufschwung, sondern ein Dilemma.

Staatssekretär
01
16.10.2011, 10:34

Wenn sie eine Wirtschaft (wie Ö oder D) hauptsächlich auf Exporte ausrichten, brauchen sie keine höhere Binnennachfrage, sondern billige Produkte.

Das ist der Grund, warum man (für die Konjunktur) die Löhne kleinhaltet.

Dieser schmarotzerische Merkantilismus führt dann halt zu Problemen bei den Empfängerländern, wie in Griechenland oder den USA...

Minister der Ökomonie
01
18.10.2011, 12:00

Und so, wie der Arbeitgeber zum Arbeitnehmer, der ein krankes Kind hat, selber krank ist, Schulden hat oder sonsige private Probleme sagt: "Und? Was geht es MICH an? Das ist IHR Kaffe!" so sollte man das als Arbeitnehmer auch sehen. Man stellt seine Arbeitskraft für einen Betrieb zur Verfügung, und sorgt für dessen Funktionieren. Ohne Arbeitskräfte müsste der Betrieb zusperren. Also: Was gehts den Arbeitnehmer an, wie der Arbeitgeber seine Geschäfte führt??? Umgekehrt gibts auch kein Verständnis, wenn die Lebenserhaltungskosten nicht zu begleichen sind aus den Löhnen.

Wäre schön, wenn es anders wäre, ist es aber nicht. Und nur von unten nach oben verständnis haben, ist arm für die da Oben.

ganymed05
03
15.10.2011, 21:14
Normale Alterspensionen

Kann mir jemand einen Grund nennen, warum der Antrag auf normale Alterspension (20 358 Anträge) nicht genehmigt werden sollte (17 269 Zuerkennungen)? Müssen die, denen das nicht zuerkannt wurde bis 75 weiterarbeiten? Oder sind diese Zahlen zeitlich getrennt aufzufassen?

K1981
00
15.10.2011, 21:49

Guter Punkt!

speck -ulatio+ n-c
01
15.10.2011, 19:57

also was jetzt
soll ma länger leben
oder früher abkratzen?

Harry Y.
 
01
15.10.2011, 21:17

Einfach Arbeiten bis zum ersten und letzten Schlaganfall.

Carlos Clementin
05
15.10.2011, 19:50

Wenn die Leut später in Pension gehen, gibts für die Jpüngeren weniger neue Arbeitsplätze - Lösung kann nur Senkung der Wochenstunden werden ..

speck -ulatio+ n-c
00
15.10.2011, 18:22

gesundheitsvorsorge ist angesagt
ab 40a mindestens
wir alle wollen , dass ihr fit seits bis mind. 68a , um zu arbeiten

Duck of Death
01
15.10.2011, 18:54
wir alle wollen , dass ihr fit seits bis mind. 68a , um zu arbeiten

Dann aber bitte schleunigst abkratzen!

speck -ulatio+ n-c
12
15.10.2011, 18:02

bis 68 ist man berufsfähig , aber leider ab 60 jedes jahr ein halbes im krankenstand
wie rechnet sich das?volkswirtschaftlich?

Solnce Ivskie
115
15.10.2011, 15:59
ASVG Pension für ALLE, Versicherungspflicht anstelle Pflichtversicherung Gebietskrankenkassen, klare Abschlagsregelungen, jeder bestimmt sein Pensionsalter anhand der Abschläge selbst.

Dieses permanenete staatliche Eingreifen ermöglicht keinerlei Lebensplanung, weder für Jung noch für die, die wenige Jahre vor der Pension stehen.

su68
01
15.10.2011, 22:06

schön wärs..

Garfield2
06
15.10.2011, 16:24
Sie sprechen mir aus der Seele! Gleiches - ASVG - Recht fuer alle, sofort!

FrostY Iceberg
02
15.10.2011, 15:46

Hacklerpension mit z.b. nachgekauften Schul- und Studienzeiten, pfff das ist eine Vergewaltigung des Österreichischen Dialekts!

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