Unix- und C-Miterfinder

"Dennis Ritchie hatte größeren Einfluss als Steve Jobs"

14. Oktober 2011, 16:23

Wegbegleiter des verstorbenen Computerwissenschaftlers erinnern an dessen bedeutsame Arbeit

Anfang Oktober dieses Jahres sind zwei Persönlichkeiten gestorben, die die Computer-Entwicklung entscheidend geprägt haben und darüber hinaus starken Einfluss hatten. Während der Tod des einen jedoch von Fans weltweit betrauert wird, ist der andere außerhalb der IT-Branche nur wenigen bekannt. Die Rede ist von Apple-Mitgründer Steve Jobs und Dennis Ritchie, dem Miterfinder von Unix und C der Programmiersprache C.

"Dennis hatte größeren Einfluss"

Der Tod von Steve Jobs habe einen großen Aufschrei nachgezogen, was sehr bewegend und auch gerechtfertigt gewesen sei, meint Programmierer Rob Pike, der 20 Jahre lang mit Ritchie bei Bell Labs gearbeitet hat. "Aber Dennis hatte einen größeren Einfluss, und die Öffentlichkeit weiß nichteimal wer er ist", beklagt der heutige Google-Mitarbeiter im Interview mit Wired.

"So gut wie alles im Web basiert auf C und Unix"

Pike war es auch, das die Öffentlichkeit von Ritchies Tod auf Google+ informiert hatte. Ritchie erfand die Programmiersprache C mit und entwickelte darauf basierend Unix, das Betriebssystem auf dem unter anderem auch Apples Betriebssysteme Mac OS und iOS basieren. "So gut wie alles im Web nutzt zwei Dinge: C und Unix", erklärt Pike. "Browser sind in C geschrieben. Der Unix Kern - auf dem praktisch das ganze Internet läuft - ist in C geschrieben."

Jobs "König des Sichtbaren"

"Jobs war das König des Sichtbaren und Ritchie ist der König dessen, was weitgehend unsichtbar ist", sagt MIT-Professor Martin Rinard. Während Jobs für viele Produkte verantwortlich zeichne, die den Geschmack vieler Leute getroffen haben, habe Ritchie die Voraussetzung für die Infrastrukturen davon geschaffen. Die Menschen könnten sie zwar nicht sehen, würden sie aber täglich nutzen. Für seine Arbeit erhielt Ritchie Auszeichnungen wie den Turing Award und die National Medal of Technology.

"Wir stehen alle auf Dennis' Schultern"

Sowohl Jobs als auch Ritchie hätten sehr zurückgezogen gelebt. Doch im Gegensatz zum ehemaligen Apple-Chef ist um den Entwickler kein Personenkult entstanden. Brian Kernighan, mit dem Ritchie Anfang der 80er das Buch The C Programming Language herausgebracht hatte, führt das darauf zurück, dass beide Personen in sehr unterschiedlichen Zeiten und Umgebungen gearbeitet hätten. Doch "wir stehen alle auf Dennis' Schultern", hält Kernighan in Anspielung an das berühmte Zitat von Newton fest. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 216
1 2 3 4 5
derbrain
01
30.10.2011, 18:40
Lieber Standard,

bitte nochmal Korrektur lesen:
"dem Miterfinder von Unix und C der Programmiersprache C"
"Pike war es auch, DAS die Öffentlichkeit von Ritchies Tod auf Google+ informiert hatte."
"Jobs war DAS König des Sichtbaren und Ritchie IST der König dessen, was weitgehend unsichtbar ist"

Wär der Standard die Regierung, würden mir jetzt 2 Millionen Beraterhonorar zustehen :p

derbrain
00
30.10.2011, 18:45
Ups,

der Artikel ist ja schon zwei Wochen alt...

Hans Hansen
00
20.10.2011, 09:54

Äpfel schmecken besser als Birnen

Mathias Steinlaus
 
00
19.10.2011, 09:04
Sowohl Jobs als auch Ritchie hätten sehr zurückgezogen gelebt. Doch im Gegensatz zum ehemaligen Apple-Chef ist um den Entwickler kein Personenkult entstanden.

Kein Wunder. Der erste IT-Fachmann, der bei Präsentationen eines neuen Produktes so einen Medienrummel getrieben hat war Bill Gates. Man erinnere sich an die 90er Jahre! Von Windows NT 4.0 bis Windows 95 usw. Teilweise kann man sich diese alten Shows noch auf Youtube ansehen :-)

Bodypainter
20
18.10.2011, 09:05

ich lehne die verehrung beider personen ab, denn letztendlich könnte man hier unendlich viele menschen vor den vorhang bringen und ehren und die nächsten 10 jahre leute ehren und würdigen. gerade jobs war aber im umgang mit der vergangenheit sehr kühl, hatte auch kein problem produkte aus dem sortiment zu streichen (zb das klassische mac book), insofern hätte er sicher gesagt "life goes on, next please!".

Harbachoed
01
17.10.2011, 21:14
“Jobs’ genius is that he builds these products that people really like

to use because he has taste and can build things that people really find compelling. Ritchie built things that technologists were able to use to build core infrastructure that people don’t necessarily see much anymore, but they use everyday.”
http://www.wired.com/wiredente... hieeffect/

tocophonic
11
17.10.2011, 18:31
und leider hat anscheinend wieder..

..niemand den Artikel kontrollgelesen. "Jobs war das König des Sichtbaren" ? Das König? Oder hab ich eine Neuauflage des Duden verpasst. "...dem Miterfinder von Unix und C der Programmiersprache C." klingt auch irgendwie patschert. Bitte liebe WebStandard-Redaktion, lest's doch einmal drüber bevor ihr postet :(

Amanda
20
17.10.2011, 15:03
Zur Frage sinnvoller Vergleiche

Kalksburg ist nicht schöner als Baden
Diesel hatte stärkeren Einfluss als Ford.
Adenauer hatte stärkeren Einfluss als Genscher.
Decker hatte stärkeren Einfluss als Krankl
Biskaya hat stärkeren Einfluss als Atlas.
Wasserstoff hat stärkeren Einfluss als Kohlenstoff.
Schönberg hatte stärkeren Einfluss als Hemingway.

Resumé?

Karl-Hoax Gassi
03
17.10.2011, 11:27
"Zeh"

Ich glaube, dass weder dem Standard, noch den meisten Postern hier bekannt ist, was K + R tatsächlich geleistet haben. Ohne C keine Mondlandung, kein plattformübergreifendes Betriebssystem, keine Programme, die auf mehreren Platformen laufen.
Damals wurden die (Gross)Rechner noch mit Lochkarten im Maschinencode des Herstellers für einen Programmlauf "programmiert". Die heutige Informationsgesellschaft wäre ohne K + R einfach nicht vorstellbar.

Andreas S.
00
17.10.2011, 16:37

Das mit C und mond ist falsch.

hier was zum einlesen, aber etwa vorwissen wird benoetigt.

http://www.bernd-leitenberger.de/computer-... hrt1.shtml

Amanda
00
17.10.2011, 14:52

1975 hatten wir für Peripherie 5zolldisketten, für ältere systemprogramme waren die LK da und wurden deshalb weiter verwendet.

Amanda
00
17.10.2011, 14:49
Ohne C keine Mondlandung ohne

C, das stimmt, bitte.

Ansonsten tat ich mir solche postings a bissl überlegen, denn auch Autos gäbe ohne Ford.

someone else
00
17.10.2011, 12:30
auf dem Mond

warens aber vor C

Karl-Hoax Gassi
00
17.10.2011, 13:06
Für 1969 ist das richtig

Nur war "C" der dritte Anlauf nach "A" und "B" und das Geld an die Bell Labs stammt aus dem Apollo Programm. Möglich, dass bei der ersten Landung noch eine Testversion auf einer PDP in Houston lief. Mit dem Umschalten auf Handsteuerung im Eagle waren K + R oder deren Vorgänger aber nicht verantwortlich. Das war ein echter - menschlicher - Programmiererfehler und heute gerne gebrauchtes Beispiel für unzureichende Qualitätskontrolle.

Ignaz Kern
30
16.10.2011, 11:18
Soll niemand sein Wissen, Können, seine Leistung

unter einen Scheffel stellen, und wer kann, soll auch jeder die Ehre verdienter Leute hochhalten.

Nicht mehr und nicht weniger.

Ich bin froh, außer dem Videorekorder nichts programmieren zu müssen.
Wie erklären sich die Coder hier, dass über neunzig Prozent der Computernutzer auf Systemen arbeiten, die an Unix höchstens ein wenig angelehnt sind?

Hagbard.Celine
02
19.10.2011, 11:55

Für das, dass du so wenig über Programmieren weißt, lehnst du dich etwas weit aus dem Fenster.

Je nach dem, wie du "benutzen" definierst, variiert die Nutzung extrem stark. Jedes Mal, wenn du www.google.at aufrufst, benutzt du eigentlich ein unixoides Betriebssystem.

Karl-Hoax Gassi
03
17.10.2011, 12:01
Videorecorder

Armer I.K.! Mein Recorder ist schon programmiert, ich brauche nur noch die Aufnahmezeiten eingeben.

Aber im Ernst. Es ist nicht nur das Internet und unser PC/Laptop/iPhone +CO, es sind unzählige Helferlein an allen Ecken und Enden, die in "C" normalerweise programmiert werden. Ob Waschmaschine, Heizkessel, Kraftfahrzeug oder Industrieanlage. Überall geht der einprogrammierte Contollercode meistens auf ein C-Programm zurück

Amanda
20
17.10.2011, 14:53

fragt sich, worauf er so fix programmiert ist… so fix wie du programmiert, könnte das sein, könnte er das sein?

katzners
00
17.10.2011, 09:54

Ich glaube damit ist eher gemeint, dass Unix im Internet noch viel zum Einsatz kommt und praktisch die Infrastruktur für Endgeräte zur Verfügung stellt. Klar wurde Unix in letzter Zeit viel durch Linux ersetzt und auch wenn Linux kein Unix ist wurde es doch von diesem inspiriert und ist selbst in C geschrieben.

Amanda
00
17.10.2011, 15:36

ich glaube, dass unix noch viel mehr zum Einsatz kommen wird.

elek
00
16.10.2011, 16:01

Echt, Du hast einen Videorecorder?

Amanda
00
16.10.2011, 16:39
Hast du geglaubt, der Ignaz hätte

keinen?

x x3
00
16.10.2011, 14:19
Einmal (nur einmal) darfst raten,

ich welcher Programmiersprache dieses System geschrieben ist.

Harbachoed
00
17.10.2011, 01:59
Du nix können lesen Unix hat's

geheissen

x x3
00
18.10.2011, 08:23
Ich denke, schon können lesen ich

Hinweisen wollen habe ich, das Leistung von Dmr nicht nur Unix, sondern auch viel C.

Aber Leute die reden so in Sprache wie deiner, dass manchmal verstehen nicht.

Wenn ich brabbeln wie du, dann klarer sein?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 216
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.