Pressefreiheit

Griechische Agenturjournalisten rufen "Kampf ums Überleben" aus

14. Oktober 2011, 15:48

Agentur und Fernsehsender werden in die öffentliche Verwaltung übergeführt

Athen - In dramatischen Worten hat die Belegschaft der staatlichen griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA gegen eine geplante Reorganisation durch die sozialistische Regierung protestiert. Die Zuordnung der Agentur zu anderen öffentlich-rechtlichen Organisationen komme einer "Zerstörung der Pressefreiheit in der Nachrichtenagentur" gleich. "Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wird der Journalismus einer strengen Kontrolle des Staates unterstellt", heißt es in einem am Freitag der APA übermittelten Protestschreiben.

Die Belegschaft befinde sich in einem "Kampf um das schiere Überleben der nationalen Nachrichtenagentur". Die Maßnahme habe eine Abschaffung des Kollektivvertrags zur Folge, wobei die Gehälter bereits um 40 Prozent gekürzt worden seien. Eine weitere Kürzung sei geplant, ebenso wie "Massenentlassungen". Betroffen sei nicht nur die Nachrichtenagentur, sondern alle öffentlich-rechtlichen Medien des Landes, darunter der Fernsehsender ERT.

Unterstützung für die Anliegen der griechischen Journalisten kam von der Europäischen Journalistenföderation (EFJ). "Journalisten sind keine Beamten", heißt es pointiert zu den Athener Regierungsplänen. Journalisten hätten vielmehr gerade die Aufgabe, in politischer und wirtschaftlicher Sicht unabhängig von der Regierung zu sein, sagte EFJ-Präsident Arne König. "Es wäre ein sehr schlechtes Signal für die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit von Journalisten, wenn ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union die Journalisten mit dem Rest des öffentlichen Sektors zusammenführt." (APA)

und es wird kalt und immer kälter...
01
16.10.2011, 09:42
war bei uns noch nie anders...

die demokratie und all ihre werkzeuge sind der natürliche todfeind dieser eu.

wo waren die investigativen journalisten, als alles seinen anfang nahm?

kleinerpinguin
02
15.10.2011, 15:44
SSKM

Die griechischen "Journalisten" haben nichts gesagt, als die vergangenen Regierungen das Land mit immer höherer Geschwindigkeit gegen den Eisberg gesteuert haben. Ganz im Gegenteil haben sie gegen die Leute gehetzt, die das System in Frage gestellt haben.

Jetzt gibt es eben niemanden mehr, der für ihre Dienste bezahlen kann oder will.

muppetbasher
01
15.10.2011, 17:08
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Journalisten

ein Teil des Systems sind!
Mitleid hält sich sehr in Grenzen!

NONE
01
15.10.2011, 06:15

Das sind keine "Zufälle", das ist die verschleierte Taktik der Konzerne die die EURO Zone angreifen.

Die EU in der jetzigen Form hat ein Ablaufdatum und das ist gut so. Die Euro-Zone wird zerbrechen, der Vertrag von Lissabon gekippt.

der schwitzbär der schwitzt sehr
02
14.10.2011, 21:55

Griechenland zurück in der Diktatur

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