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Vorzugsweise wird Sonnenblumenöl für das Ölziehen empfohlen. Alternativ ist die Methode aber auch mit Olivenöl, Sesamöl und diversen anderen Pflanzenölen praktizierbar.
Foto: Benjamin Klack/www.pixelio.de
Man nehme morgens vor dem Frühstück einen Esslöffel Pflanzenöl, vorzugsweise kalt gepresstes Sonnenblumenöl, in den Mund und ziehe, sauge und bewege es 15 bis 20 Minuten durch den selbigen. Anschließend spucke man das "durchgekaute" Öl, das nun eine milchige Konsistenz aufweist, auf ein Stück Papier und verbrenne es.
So und nicht anders, wird Ölziehen gemacht. Doch was soll das ungewöhnliche Procedere bringen? Schenkt man dem russischen Mediziner Fedor Karach Glauben, dann bringt Ölziehen sogar unglaublich viel. Der Mann stellte die Heilmethode 1991 auf einer Ärztetagung in der ehemaligen UdSSR erstmalig vor. Mittlerweile erfreut sich das Verfahren großer Beliebtheit, von der insbesondere Ölmühlen profitieren.
Allumfassende Heilung
Anhänger bestätigen, was Karach bereits 1991 propagiert hat: Mit dem Ölziehen ließen sich Krankheiten heilen, und das nicht zu knapp. Die Liste an Erkrankungen gegen die das Öl angeblich wirkt, ist in der Tat beeindruckend. Zahnschmerzen, Mundgeruch, Apthen, eiternde Zahnherde, Sinusitiden und Halsentzündungen sollen damit erfolgreich behandelt werden. Und nicht nur lokal tut das Öl vermeintlich seine Wirkung. Ganz nebenbei soll es noch von Kopfschmerzen, Bronchitis, Arthrose, Magengeschwüren, Hauterkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen befreien. Prophylaktisch sollen sich damit sogar Krebserkrankungen verhindern, beziehungsweise bereits bestehende Tumore erfolgreich behandeln lassen. Diese allumfassende Wirkung ist laut Befürwortern der angeblich entgiftenden Wirkung des Öls zu verdanken. Dem Organismus werden Schlacken und Toxine entzogen - deshalb darf das gekaute Öl auch keinesfalls hinuntergeschluckt werden, denn nun ist es ja giftig.
„Das ist esoterischer Schwachsinn, der nach Scharlatanerie klingt", stellt Peter Franz, Leiter der HNO-Abteilung in der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien richtig und geht auf weitere Fragen gar nicht erst ein. Ein vernichtendes Urteil, das sich auch mit wissenschaftlichen Studien nicht entkräften lässt. Zwar gibt es kleine Studien, die von einer Verbesserungen des Gesundheitszustandes bei Müdigkeit, Schlafstörungen und Zahnfleischerkrankungen berichten. Wissenschaftliche Belege für die Wirkungsmechanismen fehlen jedoch.
Magische Frequenzen
Um einen Erklärungsversuch waren schon verschiedene Wissenschaftler bemüht. Der Forscher Gerd Ebeling beispielsweise mutmaßte, dass verschiedene Ölsorten unterschiedliche Frequenzen erzeugen. Beim Ölziehen selbst entstehen dann Schwingungen, die über die Zahnenden auf die jeweils zugeordneten Organe übertragen werden und dort für eine Entgiftung sorgen. Der deutsche Mediziner Harald Kinadeter verweist in seinem Buch "Heilung" auf die Mikro-Magnetische Medizin (MMM) nach Wilhelm Langreder. MMM geht davon aus, dass die Zähne und Kiefer voller Schadwellen sind und diese an andere Organe weiterleiten. Beim Ölziehen strahlen die Schadwellen in das Öl ab, wodurch auch alle inneren Organe gereinigt werden sollen.
Klingt mystisch, aber wozu reinigen und entgiften, wenn es, wie die Schulmedizin behauptet, doch eigentlich gar keine Schlacken gibt? Es ist wie bei allen anderen Naturheilmethoden auch: Die Erfahrung zählt. Ein User schreibt treffend in einem Forum: "Ob es entgiftet oder nicht ist mir schnurzegal, ich fühle mich einfach sehr gut und erfrischt dadurch". Der Glaube versetzt ja angeblich Berge, so sei es jedem selbst überlassen, womit er seinen Mund frühmorgens spült. (derStandard.at,19.10.2011)
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weil ja der Meidziner Peter Franz. Leiter der HNO, sovieeeeeel in seiner Mediziner Ausbildung über Energetische Methoden und Schwingungsmedizin gelernt hat! deswegen ist ja alles Schwachsinn! gelle? seine, auf das Pharmakartelle zugeschnittene BIldung ist ihm einzig allein ein großes Brett vor dem Kopf... der Mensch ist ein systemisches Ganzes, Zähne korrespondieren mit dem ganzen Körper, über die Meridiane, die die feinstoffliche Energie weiterleiten, welche, wenn man stirbt, ja den Körper wieder verlässt, aber die sieht man ja nicht, also kann es sie ja auch nicht geben!!! Deswegen wird die Spucke im schamanischen ritual auch verbrannt, damit die verbrauchte Energie transformiert werden kann, und was kann besser transformieren als Feuer?
Ich hab auch positive Erfahrungen gemacht, hatte früher bei jedem Zahnarztbesuch neue Karies, jetzt schon länger nicht mehr, meine Zähne sind weißer und als ich mehr als Pflicht zur Mundhygiene bin, hat der Zahnarzt gemeint, er wüsste nicht, was er entfernen soll.
Ob's sonst noch Auswirkungen hat, weiß ich nicht, ich bin ziemlich gesund - ob das wegen dem Öl ist... naja. Who cares.
Der Artikel hingegen ist Schwachsinn - die Sache mit dem Verbrennen und den Schwingen etc. soll das ganze ins Lächerliche ziehen und in die Spinnerecke rücken. Die gibt es sicher auch, die Krebs damit heilen wollen oder sich beim Spülen bekreuzigen... aber das beweist nicht, dass die Methode keine positive Wirkung haben kann.
So mancher Artikel aus der Standard-Gesundheitsredaktion erzeugt gewisse Schwingungen, die sich über den Bildschirm durch die Brillengläser in meinen Schädel übertragen, und dort einen stechenden Schmerz verursachen. The stupid .. it hurts.
Phantasietherpien sind ja oft nicht so einfach endgültig zu beurteilen, aber hier fällt's denkbar leicht: Man überprüft die ausgespuckte Substanz auf Toxine und "Schlacken", und vergleicht die gefundenen Mengen mit denen im reinen Speichel. Könnt' man machen, in einer Fachzeitschrift publizieren, und es wär offiziell.
Oder: man verlässt sich drauf dass die Leut den Schmarrn auch so glauben, faselt ein bisserl von Schwingungen, und lässt die Anwender ihre Spucke anzünden.
Aber nach dem ernsthaften Arzt dieses zu schrieben geht nicht:
"Um einen Erklärungsversuch waren schon verschiedene Wissenschaftler bemüht. Der Forscher Gerd Ebeling beispielsweise mutmaßte, dass verschiedene Ölsorten unterschiedliche Frequenzen erzeugen. Beim Ölziehen selbst entstehen dann Schwingungen, die über die Zahnenden auf die jeweils zugeordneten Organe übertragen werden und dort für eine Entgiftung sorgen. Der deutsche Mediziner Harald Kinadeter verweist in seinem Buch "Heilung" auf die Mikro-Magnetische Medizin (MMM) nach Wilhelm Langreder."
Das ist das typische Esogeschwurbel von ominösen "Forschern", "Frequenzen" und "Schwingungen"
Wenn das Öl wirklich Giftstoffe binden würde, dann wären die doch wohl danach in selbigem zu finden, oder etwa nicht? Sind sie aber offensichtlich nicht.
Der einzige Sinn dahinter wird wohl im Trainieren der Muskulatur im Mund und Rachenbereich liegen, wenn man das tgl. 20 min machen soll, dann hat das sicher einen Effekt.
Während ein Artikel über die tödliche Schattenseite von derartiger Esoterikspinnereien und alternativer "Heil"methoden schon wieder längst ins Archiv verschwunden ist:
http://derstandard.at/131918094... oeopathika
Dazu kann man nur sagen: Schuster, bleib bei deinem Leisten!
...gehen mit Lungenproblemen zu einem Orthopäden, der behauptet, ein Homöopath zu sein! Da könnte aber auch jeder kommen, und behaupten, er sei ein Heiler!
-Weit haben wir's gebracht mit der Ärztegläubigkeit, was?
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