Stadt Graz künftig für alle Parkstrafen zuständig

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    apa-foto: sylvia schober

Rigorosere Überwachung soll Verzehnfachung der Strafmandate bringen

Graz - In Graz brechen mit 1. November härtere Zeiten für Falschparker an: Die Stadt, bisher nur für die Kontrolle der Kurzparkzonen zuständig, übernimmt die Überwachung des gesamten ruhenden Verkehrs inklusive Strafadministration. Gerechnet wird mit einer Verzehnfachung der verhängten Organmandate, die gleichzeitig von 20 auf 25 Euro angehoben werden.

Die sogenannte Rückübertragung der Überwachung von Parkdelikten nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt es schon in mehreren österreichischen Städten wie in Wien, Innsbruck, Salzburg und Villach. Teilweise wird nur überwacht, teilweise werden auch die Verwaltungsstrafverfahren vom Magistrat abgewickelt.

Parkdelikte ahnden

In Graz war das stadteigene Parkraumservice GPS, das täglich 65 Personen im Einsatz hat, bisher nur für die knapp 25.400 bewirtschafteten Parkplätze (Blaue und Grüne Zonen) zuständig. Jetzt kommt während der Dienstzeiten in den Zonen-Bereichen auch die Ahndung von Parkdelikten nach der StVO hinzu. Nur außerhalb davon wird die Polizei noch aktiv. "Es wird rigoroser überwacht werden", vermutet Herbert Mattersdorfer, Leiter des Strafamtes der Polizeidirektion Graz. Er räumt damit ein, dass die bisherige Kontrolle mit 20 bis 30 Organmandate bzw. Anonymverfügungen pro Tag eher grobmaschig war, nunmehr dürfte sich diese Zahl wohl verzehnfachen, vermutet Mattersdorfer.

Gleichzeitig mit dem Wechsel der Zuständigkeit erfolgt auch eine Erhöhung der Parkstrafen von 20 auf 25 Euro. "Die 20 Euro gibt es seit mindestens zwei Jahrzehnten. Es macht auch Sinn, wenn man für StVO-Delikte mehr zahlen muss als für einen Verstoß gegen das Parkgebührengesetz", erklärt Gottfried Pobatschnig, Leiter der städtischen Parkraumbewirtschaftung. Lenker, die ohne Parkschein in der Zone stehen, müssen 21,80 Euro berappen, eine Erhöhung auf 24 Euro ist aber geplant. (APA)

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