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Mit der Verpflichtung des Engländers Roy Hodgson als Nationalcoach hat die Schweiz 1992 ihrem Fußball ein neues Gesicht gegeben. Ein 4-4-2-System mit dribbelstarken Flügeln und guter Ballgewinnung in der Zentrale wurde schweizweit Standard und 1997 - zwei Jahre nach Ende von Hodgsons Engagement - auch als Spiel- und Ausbildungsphilosophie verankert. Ein 1993 abgeschlossener Sponsorvertrag mit der Credit Suisse hatte zur Bedingung, dass die Hälfte der Geldleistungen dem Nachwuchs zugutekommen muss. Dieser Vertrag besteht noch heute.
Wesentlich für den Erfolg des Schweizer Fußballs war und ist die enge Verzahnung von Verband und Profiligen. Im Zentralvorstand des Schweizerischen Fußballverbands (SFV) - vergleichbar mit dem zuletzt viel zitierten ÖFB-Direktorium - befinden sich der Verbandspräsident, sein Ligapendant sowie die Präsidenten der beiden höchsten »interregionalen« Amateurligen. Stimmberechtigt sind weiters der Verantwortliche für die Verbandsfinanzen, ein Delegierter mit dem Aufgabengebiet »Vereinsentwicklung« und ein Vertreter der Nationalteams. In beratender Funktion, jedoch ohne Stimmrecht werden der Generalsekretär, der Kommunikationschef und der Technische Direktor hinzugezogen.
Letztere Position wird seit 2009 vom Deutschen Peter Knäbel ausgefüllt. Als Spieler ein St.-Pauli-Urgestein, blieb er nach einem Transfer in der Schweiz und war ab 2003 Nachwuchsleiter beim FC Basel. Den größten Anteil am Schweizer Fußballwunder hatte aber wohl sein Vorgänger Hansruedi Hasler: Der promovierte Pädagoge und langjährige Lehrer übernahm die Rolle des Technischen Direktors 1995, leitete alle wesentlichen Entwicklungen - wie die Schaffung der drei verbandseigenen Zentren zur Talenteförderung - ein und trat am Höhepunkt, dem U17-Weltmeistertitel 2009, ab. Hasler, mittlerweile Sportdirektor bei den Young Boys Bern, hat Strukturen aufgebaut, die auch nach seinem Abgang noch funktionieren. So gelang der Schweizer Auswahl heuer mit der Finalteilnahme bei der U21-EM erneut ein herausragender Erfolg. Österreich hat sich übrigens noch nie für dieses Turnier qualifiziert. (ballesterer.at)
Darko Milanic war Teil des Sturm-Teams, das in der Champions League für Furore sorgte. Seit 2008 ist er Trainer von NK Maribor
Mit Marcel Koller ist ein neuer Stil im Fußballverband eingekehrt. Statt Skilehrercharme heißt die Devise Professionalität
Paulo Vinicius Coelho ist einer der populärsten Fußballjournalisten Brasiliens. Im Interview spricht der ESPN-Kommentator über Felipe Scolaris Comeback als Teamchef, kritisiert den wortgewaltigen Parlamentarier Romario und erklärt, warum es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Zug der Veränderung die alten Herren im brasilianischen Verband überrollen wird
Der Erfolg von Alex Ferguson war ohne seine Co-Trainer nicht denkbar. Archie Knox war der erste Verbündete
Birger Schmidt ist Gründer und Leiter des Berliner Fußballfilm- festivals "11mm". Im Interview spricht er über die Hintergründe seiner Leidenschaft, seine Lieblingswerke und warum Fußballfilme immer besser werden
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Peter Neururer gilt als Spezialist, wenn es gegen den Abstieg geht. Auf Schalke hat er sich ein Denkmal gesetzt. Warum er nichts vom Begriff des Feuerwehrmannes hält und wie eine Busfahrt zum Klassenerhalt beitragen kann
Hans Buzek und Rudolf Flögel gehörten einst zu den Stützen des Decker-Teams. Bei einem Floridsdorfer Wirten kramen die beiden Alt-Internationalen in Erinnerungen
Eduard Geyer ist der erfolgreichste ostdeutsche Trainer der jüngeren Geschichte. Dynamo Dresden führte er Ende der 1980er Jahre in den Europacup, den Drittligisten Energie Cottbus 2000 in die deutsche Bundesliga. "Ede" über die ostdeutsche Schule, die unterschwellige Überheblichkeit im Westen und seine Erinnerungen an Toni Polster
Pasching-Präsident Helmut Nussbaumer über den Risikosport Fußball, sinnlose Flutlichtanlagen und den Kampf gegen die Pleite
Dany Ryser wurde vor zwei Jahren mit der Schweiz U17-Weltmeister. Der SFV-Nachwuchschef spricht über das Erfolgsmodell, Strategien in der Vernetzung mit den Klubs und die Sinnhaftigkeit, Trainertalente nicht sich selbst zu überlassen
Vor 20 Jahren holte sich das jugoslawische Allstar-Team von Roter Stern Belgrad den Meistercup. Vom alten Glanz ist wenig übrig
Er gilt als eines der größten Urviecher des schottischen Fußballs. Mit Alex Ferguson hat sich der Tormann dabei genauso angelegt wie mit der »Crazy Gang« des FC Wimbledon
Brandi Chastain schoss die USA 1999 zum WM-Titel. Dass sie sich danach ihres Trikots entledigte, sorgte weltweit für Schlagzeilen. Für Chastain selbst war es nur eine emotionale Reaktion. Mit Männern kann sie auch hinterm Mikro, am Spielfeldrand und am Biertisch mithalten
Joseph S. Blatter hat die Fußballwelt fest im Griff. Das hat die Vergabe der WM 2018 und 2022 bewiesen. Ein Interview mit den FIFA-Insidern Jean-Francois Tanda, Jens Weinreich und Thomas Kistner
Markus Schopp ist kein Freund des Catenaccio. Der heutige U21-Co-Trainer hat den italienischen Fußball trotzdem schätzen gelernt. Ein Gespräch über Guardiolas Defensivgeheimnisse, Mourinhos Führungsqualitäten und einen bedenklichen Mangel an Fantasie
An Selbstvertrauen hat es Hans Krankl nie gemangelt - weder als Stürmer noch als Trainer oder Entertainer. Ein Interview über eineinhalb Fehler, großgoscherte Obertrottel und ein Einstandsbusserl von Barcelona-Kapitän Asensi
Vor knapp drei Jahren wurde Gabriele Sandri auf einer Auswärtsfahrt von einem Polizisten erschossen. Durch seinen tragischen Tod wurde der Lazio-Fan zum Märtyrer der italienischen Ultra-Bewegung. Sein Vater Giorgio und Biograf Maurizio Martucci warten immer noch auf Gerechtigkeit
Mit der Initiative "Pyrotechnik ist kein Verbrechen" zeigen organisierte Fußballfans, wie man sich gegen Kriminalisierungsversuche erfolgreich wehrt. Ein Interview über das Selbstbestimmungsrecht der Kurve und die kleinen Tragödien im Leben eines Ultras.
Vienna-Profi Sebastián Martínez erklärt im Interview, warum akrobatischer Sex vorm Training nicht zu empfehlen ist
Peter Pacult ist kein Psychologe, sondern Rapid-Trainer. Als solcher ist ihm der Sportler wichtiger als der Mensch - ein Interview
Zirkusant Tomislav Kocijan spielte reihenweise Bundesliga-Verteidiger schwindlig. Der gebürtige Kroate erzählt wie ein Pilot ihn zum Dribblanski machte, warum es bei Vorwärts Steyr keine Basketballer gab und woran der heimische Nachwuchs seit Jahren scheitert
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten von Crystal Palace genießt Johnny Ertl jeden Tag in Englands zweiter Liga
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