Wohnbauförderung

Bausozialpartner wollen mehr Geld

13. Oktober 2011, 16:20

Die Forderungen: strikte Zweckbindung, Neuausrichtung der Förderpolitik, jährliche Indexierung

Wien - Die "Bausozialpartner" fordern von der Politik mehr Geld für die Wohnbauförderung. 2010 seien um mehr als ein Fünftel weniger Wohnungsförderungen zugesichert worden als 2009, dies entspreche einem Rückgang der Förderzusagen von 34.000 auf 28.000, erklärten Baugewerbe, Baustoffindustrie und Bau-Holz am Donnerstag in einer gemeinsamen Veranstaltung.

Bau-Innungsmeister Werner Frömmel forderte die Wiedereinführung einer strikten Zweckbindung für die Wohnbauförderungsmittel. Die Finanzierungen der Wohnbeihilfen, Heizkostenzuschüsse und sonstige Sozialleistungen müssten aus den Sozialbudgets erfolgen. Wohnbau-Expertin Margarete Czerny forderte eine Neuausrichtung der Förderpolitik.

Der neu gewählte Chef der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch, sprach sich für eine gesicherte bedarfsorientierte Wohnbauförderung mit einer jährlichen Indexierung aus. Durch die Nichtindexierung seien dem Wohnbau von 1996 bis 2008 in Summe 436 Mio. Euro verloren gegangen, rechnete Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein und keramischen Industrie, vor. (APA)

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14 Postings
Peterhase71
11
17.10.2011, 09:44
Hä?

Es gibt IMMERNOCH eine Wohnbauförderung?! Wozu - zur Marktverzerrung, damit der Steuerzahler auch noch die Bauindustrie subventioniert?!

Wir sind ja nimmer in der Nachkriegswiederaufbauphase!

Wenn Förderung, dann zur Etablierung nachhaltiger Energiekonzepte, die ansonsten noch unwirtschaftlich wären aber der Allgemeinheit sofort ökologischen Nutzen bringen!

gaisbock
12
14.10.2011, 16:17
Baugewerbe, Baustoffindustrie und Bau-Holz = BAUSOZIALPARTNER

selten so gelacht.
Es lebe die Freie Marktwirtschaft ! - Schluss mit der Wohnbauförderung.
:-))

Waldorf
 
10
16.10.2011, 09:59

Kommt da jetzt auch noch eine Begründung?

gaisbock
01
16.10.2011, 21:41
wenn´s wollen.

die Bauwirtschaft ist eine Schlüssel"industrie" die Ressourcenverschwendung größten Ausmasses betreibt, die hoch subventioniert wird, die ihr Preisniveau nur Dank der Subventionierung so hoch treiben kann (wie´s die Gesellschaft noch aushält) - ohne dass sie zum Teufel geschickt wird.
ES IST GENUG GEBAUT - den Bestand zu erhalten und zu sanieren (zweite Verschwendung) kostet unsere Erde die letzten Ressourcen. Und das nennt sich BauSOZIALpartner und Freie Marktwirtschaft?? Ohne diese Subventionen (Wohnbauförd., Abschreibungen, Leasing...)wäre diese Bauwirtschaft schon längst tot.

Waldorf
 
01
17.10.2011, 08:30

Vollste Zustimmung.

max ritz
00
14.10.2011, 16:05
eigentlich gibt es ja genug Wohnraum

dieser wird aber gehortet für Kinder und Enkelkinder - besonders die Billigst-Mieten. Würden die auf ein ortsübliches Maß angehoben, würden diese wieder für den Markt frei sein.
Also was hindert die Politiker hier eine Änderung herbeizuführen?

gaisbock
31
14.10.2011, 16:23

...sie sind keine politischen Selbstmörder.
Ich wäre eher für eine Besteuerung von Wohnraum. Sagen wir, so 33m2 pro Person sind frei und dann geht´s exponentiell los.

verinus
00
17.10.2011, 08:47

wieso?

ich mein sie müssen ja schon angeben wieso man wohnraum besteuern sollt.

bevor der staat seine zwangsenteignungen weitertreibt sollten hier eher die verbrauchsstoffe besteuert werden- also energie.

es gibt keinen grund wohnraum zu besteuern- vor allem wenn nachhaltig gebaut wird.

max ritz
00
16.10.2011, 17:28
und alles über 33m2

zahlt dann der Mieter?

gaisbock
00
16.10.2011, 21:48
wie jetzt auch.

aber es geht um die WohnungsBesitzer und nicht um die Mieter.
und lieber Waldorf: Wer zahlt die Ust.?

Waldorf
 
00
17.10.2011, 08:29

Ah ok. Müssen sie aber schon hinzuschreiben, wenn sie die Vermieter meinen.

Waldorf
 
00
17.10.2011, 08:29

Der Mieter.

Waldorf
 
00
16.10.2011, 09:59

Ihnen ist aber schon klar, dass Wohnraum mittels Ust. schon besteuert wird?

Rosenholzer
01
14.10.2011, 15:11

Ohne Zweifel wird durch die Wohnbauförderung auch die Wirtschaft gefördert, aber irgendwann wird alles zugebaut sein. Vielleicht gibts dann eine Abrissförderung

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