Die Forderungen: strikte Zweckbindung, Neuausrichtung der Förderpolitik, jährliche Indexierung
Wien - Die "Bausozialpartner" fordern von der Politik mehr Geld für die Wohnbauförderung. 2010 seien um mehr als ein Fünftel weniger Wohnungsförderungen zugesichert worden als 2009, dies entspreche einem Rückgang der Förderzusagen von 34.000 auf 28.000, erklärten Baugewerbe, Baustoffindustrie und Bau-Holz am Donnerstag in einer gemeinsamen Veranstaltung.
Bau-Innungsmeister Werner Frömmel forderte die Wiedereinführung einer strikten Zweckbindung für die Wohnbauförderungsmittel. Die Finanzierungen der Wohnbeihilfen, Heizkostenzuschüsse und sonstige Sozialleistungen müssten aus den Sozialbudgets erfolgen. Wohnbau-Expertin Margarete Czerny forderte eine Neuausrichtung der Förderpolitik.
Der neu gewählte Chef der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch, sprach sich für eine gesicherte bedarfsorientierte Wohnbauförderung mit einer jährlichen Indexierung aus. Durch die Nichtindexierung seien dem Wohnbau von 1996 bis 2008 in Summe 436 Mio. Euro verloren gegangen, rechnete Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein und keramischen Industrie, vor. (APA)