Von Russland finanzierte Anlage soll "weltweit die höchste Sicherheit haben"
Minsk - Das autoritär regierte Weißrussland will spätestens Anfang
2012 mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks nahe der Grenze zum EU-Mitglied
Litauen beginnen. Kritik am Bauplatz aus dem Nachbarland wies die
Ex-Sowjetrepublik zurück.
Die maßgeblich von Russland finanzierte Anlage werde "weltweit die höchste
Sicherheit haben", sagte der stellvertretende weißrussische Energieminister
Michail Michadjuk am Donnerstag in Minsk nach Angaben der Staatsagentur Belta.
Der erste Block solle 2017 fertig sein, der zweite 2018. Der Bauvertrag werde zu
Beginn des kommenden Jahres unterzeichnet.
"Das Projekt wird nur dank eines russischen Staatskredits realisiert", sagte
Michadjuk. Russland werde 90 Prozent der Gesamtkosten von geschätzten sieben
Milliarden US-Dollar (rund 5,1 Mrd. Euro) dem vor dem Staatsbankrott stehenden
Nachbarland vorfinanzieren. Dazu gehören nach Angaben aus Minsk auch
Infrastruktur und Kommunikationseinrichtungen. Bauherr ist der russische
Staatskonzern Atomstroiexport. (APA)