Microsoft kündigt NoSQL-Projekt an

13. Oktober 2011, 16:13
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Zur Verwaltung riesiger Datenmengen - Erste Previews bis Ende 2011

Microsoft-Vizepräsident Ted Kummert kündigte auf der SQLPass-Konferenz in Seattle an, auch im NoSQL-Bereich mit einem eigenen Produkt vertreten zu sein. Dafür wurde die Roadmap für "Big Data" vorgestellt, bei der das Apache Projekt Hadoop im Zentrum stehen wird. 

Not only SQL

NoSQL steht für Not only SQL, Ziel ist es, eine neue Art von Datenbanken zu forcieren. Bekannte Beispiele sind Google BigTable oder Amazon Dynamo. NoSQL-Datenbanken verzichten auf Funktionen, die in relationalen Datenbanken Standard sind. Stattdessen setzen sie auf Spezialanforderungen v.a. in Web(-2.0)-Anwendungen, bei denen relationale Datenbanken an ihre Grenzen stoßen.

CTP kommt bis Jahresende

Bereits Ende 2011 will Microsoft ein Community Technology Preview, kurz CTP, in der eigenen Cloud-Software "Azure" bereitstellen, gefolgt von einem Hadoop-CTP für Windows-Server im Jahr 2012. Zu diesem Zweck werde Microsoft intensiv mit der Hadoop-Community zusammenarbeiten.

Hadoop-Konnektoren

Bereits jetzt wurden Produktivversionen der Hadoop-Konnektoren für den SQL-Server und das Parallel Data Warehouse bereit. Die CTPs dafür sind im August erschienen. Bis Juli 2012 soll zudem die nächste Version des SQL-Servers, unter dem ehemaligen Arbeitstitel "Denali", zur Verfügung stehen.

Hadoop

Hadoop bezeichnet ein Java-Framework zu parallelen Datenspeicherung und -verarbeitung großer Datenmengen. Sie werden in Clustern angelegt und gespeichert. Die heuer vom Guardian als „Innovation of the Year" ausgezeichnete Technik geht auf Googles MapReduce-Ansatz zurück. (ez, derStandard.at, 13.10.2011)

  • Eine Datenbank der ganz besonderen Art: NoSQL-Datenbanken verzichten auf Funktionen, die in relationalen Datenbanken Standard sind. Sie setzen auf Spezialanforderungen v.a. in Web(-2.0)-Anwendungen, bei denen relationale Datenbanken an ihre Grenzen stoßen.
    foto: geekologie.com

    Eine Datenbank der ganz besonderen Art: NoSQL-Datenbanken verzichten auf Funktionen, die in relationalen Datenbanken Standard sind. Sie setzen auf Spezialanforderungen v.a. in Web(-2.0)-Anwendungen, bei denen relationale Datenbanken an ihre Grenzen stoßen.

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