RAGE (id Software/Bethesda) ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen. Sagen Sie uns Ihre Meinung!
Die Doom-Erfinder sind mit Pauken und Trompeten zurück, aber gibt es Grund, hin und weg zu sein?
Als Anhänger der Videospielkultur fällt es einem schwer, id Software nicht zu mögen. Es ist ein wenig so, als spuckte man auf die Hand, die einen füttert. Nicht zuletzt waren es die tüchtigen Pioniere rund um John Carmack, die uns den Egoshooter bescherten und damit den gesamten Markt in Schwung brachten. Die Aufmüpfigkeit eines "Wolfensteins", das technische Konzept von "Doom", das dynamische Mehrspielererlebnis von "Quake" - ein bisschen "id" steckt heute noch in jeder Videospiel-DNS. Nicht für alle, aber definitiv für die sich als Kernspielerschaft bezeichnende Kundschaft ist der Release eines neuen Werks der Kultschmiede daher immer ein Grund zur Aufregung. An "RAGE" feilte man rund fünf Jahre. Nicht nur technisch, auch spielerisch sollte es id in eine neue Ära führen. Eine Revolution im Weltall?
Spacecowboy
Nein, die Revolution muss ausbleiben - aber ins Weltall geht es dennoch. Als einziger Überlebender eines mysteriösen Projekt Eden, erwacht man 100 Jahre nach verheerenden Meteoriteneinschlägen in den Schuhen eines Erinnerungslosen auf einem komplett verwüsteten Planten. Gerettet vor fremdartigen Mutanten landet man in der Obhut eines zähen Siedlers und muss feststellen, dass die Zukunft mehr Wellblechdach als Raumschiff Enterprise ist. In den Schluchten massiver Felsgesteine, umgeben von der Erbarmungslosigkeit der Wüste und raubenden Banditen, haben sich Überlebende in behelfsmäßigen Dörfern zusammengerottet. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren.
Buggy-Schlacht
So gilt es sich gleich erkenntlich zu zeigen und man willigt ein, dem freundlichen Retter einen Gefallen zu tun - und zwar ein Banditennest auszuräuchern. Auf dem Weg ins Abenteuer zeigt sich bereits, dass id den Pfad vom Korridorshooter verlassen hat und sich zu einem offeneren Erlebnis entschied. Das bedeutet zwar keine offene Welt wie in "Grand Theft Auto", doch man muss nun schon einige Meilen mit dem Buggy oder Quad zurücklegen, um an den Ort des Geschehens zu gelangen. Zwischendurch lassen sich sogar waschechte Rennen organisieren, sodass man sich kurzfristig im falschen Film fühlt, würde man dabei nicht schweres Geschütz einsetzen müssen. Angekommen in der Höhle der Löwen oder besser gesagt Mutanten ist man dann rasch wieder in vertrauten Gefilden.
Keine Tontauben
Gegner stürzen auf einen herein, hüpfen im Zick-Zack-Muster, krümmen sich am Boden liegend und springen schlussendlich wieder auf, bis man den Kopf erwischt. Nein, das ist kein Tontaubenschießen wie in "Call of Duty", in RAGE muss man sich wie in "guten alten Zeiten" jedes Durchschnaufen hart verdienen. Die Belohnung wird in Blei ausbezahlt. Tatsächlich motiviert ein von Rollenspielen inspiriertes System zum Ausbau des Waffenarsenaals. Das bedingt, dass man Sammlerqualitäten entwickelt, Leichen nach Utensilien durchsucht und so sein Werkzeug stetig verbessert. Das ist auch bitter nötig, denn die Schergen der Gauner-Clans agieren schlau und stecken viel weg. Explosivgeschoße und Scharfschützengewehr sollten in jedem Inventar auffindbar sein.
Technik von morgen
Es ist fast eine Schande, dass die eigentliche Handlung dann recht abrupt endet und das Bedürfnis zurückbleibt, tiefer in diese Welt eintauchen zu können. Denn RAGE bietet dank des dahinterstehenden neuen Grafikgerüsts id Tech 5 ein auch optisch faszinierendes Universum. Einer Innovation namens Megatexture ist es zuzuschreiben, dass sich praktisch kein Fleck in dieser potentiell monotonen Einöde wiederholt. Jeder Fels, jedes Haus, jede Höhle ist von Hand gezeichnet. Die Charaktere sind geschmeidig animiert, die Vehikel wirbeln spektakulär viel Staub auf.
Auf der anderen Seite hatte die Schönheit wohl ihren Preis. Wer sich eine Interaktivität wie bei "Battlefield 3" erwartet, in dem jedes Haus dem Erdboden gleichgemacht werden kann, wird enttäuscht. Die makellose, alles umspannende Riesentextur zeugt von unerschütterlicher Statik, könnte man meinen. Je nach Version (PC, PS3, Xbox 360) mal mehr, mal weniger kämpft das System zudem mit so genanntem Texture-Pop-in. Was zu erkennen ist, wenn Texturen ein wenig Zeit brauchen, bis sie nachgeladen werden.
Oldschool und auch nicht
Und auch sonst lässt RAGE Spuren der Zeit durchblitzen. Manuelles Speichern etwa soll die Spannungsmomente erhöhen, es lässt sich aber nicht verbergen, dass es auf Dauer ziemlich nervt nach jeder Schrecksekunde das Menü aufzurufen. Es ist fast so, als wollten die alten Hasen selbst bei den kleinsten Details der neuen, mit dem Strom schwimmenden Entwicklerriege klar machen, dass ihr damals erfundenes Rad bereits die richtige Rundung hatte.
Dann wieder überrascht der Mehrspielermodus, der von alten Traditionen kaum etwas zu halten scheint. Ein Coop-Modus für zwei Gefährten sowie ein Bewerb für Auto-Schlachten stehen bereit. Machen beide Spaß, doch fragt man sich, wo ids klassische Deathmatch-Auseinandersetzungen geblieben sind.
Fazit
Wenngleich mit dem Kopf durch die Wand: Es ist ein gelungenes Comeback. Es tut gut, id wieder zurück zu wissen. In einer Zeit, in der Shooter oft nach mehr aussehen, als sie an spielerischer Herausforderung eigentlich bieten, sorgen die kniffligen Gegner in RAGE für willkommene Abwechslung. Die Technik beeindruckt, dürstet aber merklich nach der nächsten Hardware-Generation. Was bleibt, ist eine sehr eigene, starke Mischung aus Spacecowboy-Shooter, Rollenspiel und Arcade-Racer, die aber vielleicht zu wenig Sternstunden zählt, um hoch herauszuragen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 13.10.2011)
RAGE (id Software/Bethesda) ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen. Sagen Sie uns Ihre Meinung!
das solche spiele noch immer abnehmer finden. immer der ewig gleiche müll - einzige daseinsberechtigung dieser werke ist die verbesserte grafik - das wird sogar im artikel zugegeben. mir ist schleierhaft wie einem sowas nicht langweilig werden kann.
aber was soll's die leute schauen ja auch seit 10 jahren die immer gleichen action-streifen im kino an......
Plattform(en):
3DO, Apple Macintosh, Atari Jaguar, Game Boy Advance, IBM-PC-kompatible (Linux, Microsoft Windows 95, MS-DOS, Nintendo DS, Nintendo 64, QNX), IRIX, NeXTStep, PlayStation, Sega 32X, Sega Saturn, Solaris, Super Nintendo Entertainment System, Xbox, Xbox 360
"ID" hat schon vor sieben Jahren "Consolengames" gemacht. Oder ließ machen: "Doom 3" wurde ebenso wie dessen Add-On gleich für die erste Xbox-Generation umgesetzt. "Quake 4" erschien zum 360-Start -
Der PC-Markt lässt weiterhin etwa nur 10% verbuchen. Selbst die polnischen Witcher-Macher oder GSC Game World aus der Ukraine müssen mit ihren zukünftigen Titeln wohl oder übel damit rechnen, obwohl der PC in Osteuropa noch immer stärker ist als in Deutschland, wo auch weiterhin relativ stark. Das nächste Metro wurde gleich für Wii U angekündigt und die einzigen die es sich wirklich noch leisten können PC-only zu entwickeln sind Hardware-nahe Firmen wie die Benchmark-Leute von Futuremark - damit hat sichs aber auch schon.
ich hab in der ersten "stadt" alle autorennen bestritten und alle sidequests erledigt, in der zweiten habe ich ein bisschen sidegequestet und nichtsahnend die letzte mission gespielt, nach 15 stunden (genau 15 stunden und 33 minuten) wars durch. wenn du nur den hauptstrang spielst schätze ich, wird es etwa 8 stunden brauchen. was ich aber dazusagen muss ist, dass die multiplayer coop missionen ganz lustig sind und noch einmal spielzeit einbringen, online rennen kannst du auch noch fahren. vielleicht bringt absuchen der map noch versteckte missionen, die ich übersehen habe. bin noch am überlegen ob ich das spiel voll ausreize und platinieren werde. alles in allem finde ich, bis auf das lieblos hingeklatschte ende, das spiel gut.
Kann man nur betreten wenn man das Spiel aus erster Hand kauft oder zusätzlich 10€/$ bezahlt. Nicht dass es das wert wäre. War genau in einem Kanal für eine Wüstenblume und war etwas unterwältigt wie klein er war.
und ansonsten Shooter gut leiden kannst, sollte dich Rage ansprechen. Wenn du nichts dagegen hast auf der Konsole zu spielen würde ich es mir für einen Tag aus der Videothek leihen und ggf kaufen wenn dir die ersten 3 Stunden gefallen.
zuerst mal das Schlechte: Fast keine Story, seltsame matschige Texturen.
Das wars aber auch schon. Für ein FPS ist das Amining id like, Gott gleich. Habe schon lange nicht mehr so ein schönes Gefühl beim aiming gehabt. Die neue Engine hat Potenzial und selbst mir blieb oft die Kinlade hängen.
Hoffe nur dass genügend Gamestudios die Engine lizenzieren, dann macht das Schießen wieder mehr Spaß :)
idtech5 (engine) wird nicht an fremde studios lizensiert, sondern nur an hersteller der publisher bethesda/zenimax :/
die spiele die mich, neben den id-eigenen titeln, interessieren, werden hauptächlich unter activision und EA verlegt und damit nicht in den genuss von idtech5 kommen... was schade ist, COD und Battlefield würden von der engine massiv profitieren.
Ist ganz gelungen, nur mir hat borderlands um einiges besser gefallen, auch weil man einen gscheiten coop-modus hat. den hab ich bei rage sehr vermisst
ich hab mir das Spiel für die PS3 gekauft da ich einfach lieber auf der Konsole zocke und habe es nicht bereut.
Das game hat zwar auch auf der Konsole probleme mit den Texturen aber nach den ersten "quests" bekommt man das nicht mehr mit.
Ich finde die Mischung aus Fall-Out und Borderlands perfekt! Und man kann sich endlich mal etwas zeit lassen. Zock jetzt seit 10 stunden und macht echt noch laune und ende nicht in sicht.
Wenn ich dann lese in 9 stunden durchgezockt - fad wundert mich nix mehr.
Leute da ist mal ein shooter wo ihr verschieden Missionen machen könnt und ihr rennt die Hauptstory durch -
Ihr habt damals sicher Super Mario Bros kein einziges mal ohne Warp Zones gespielt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.