Utopia oder Stricken für eine bessere Welt

Reportage | Solmaz Khorsand aus New York, 13. Oktober 2011, 13:50
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    Denken und diskutieren - für eine bessere Welt, gegen die Macht der Wall Street.

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    Dazwischen muss auch geruht werden.

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    Marsha Spencer sitzt im Park und strickt für eine bessere Welt.

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    Robert Segal gehört zu den Veteranen der Bewegung.

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    Identitäfsfindung in einer Bewegung ohne Führer, ohne Forderungen, ohne Manifest.

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    Manchen wird nachgesagt, sie kämen nur wegen des gratis Essens und der Party.

Die Wall-Street-Besetzer protestieren gegen das herrschende System – und versuchen sich im Alternativstaat

New York - "Mic Check! Mic Check!" brüllt ein junger Mann durch die Menge verschlafener Demonstranten. Es ist neun Uhr morgens und er hat eine Ankündigung zu machen. Binnen Sekunden schälen sich Männer und Frauen aus ihren Schlafsäcken und versammeln sich um den blonden Hünen in gelber Latzhose und Rauschbart. Sie wissen um die Rituale, die ihre Gemeinschaft hier im Zuccotti Park, in Lower Manhattan, zusammenschweißen. Als menschliche Lautsprecher echoen sie jedes Wort, das er von sich gibt: "Vertreter aller Arbeitsgruppen treffen sich jetzt beim Parkeingang Broadway!" Wer etwas zu sagen hat, bedient sich dieses kollektiven Schreiprozederes. Willkommen in der Republic of Zuccotti Park.

Wo bis vor wenigen Wochen Bauarbeiter und Anzugträger bei Hotdog und Gyros ihre Mittagspause verbrachten, protestieren Hunderte Amerikaner Tag und Nacht gegen die Macht der Wall Street - und versuchen einen utopischen Gegenentwurf zur amerikanischen Ellbogengesellschaft zu schaffen. Hier gibt es keine Klassen, keine Hierarchien und keiner fragt nach der Kreditwürdigkeit der Beteiligten. Junge Kunststudenten schlafen neben Frisörinnen und Kriegsveteranen, vereint in ihrem Unmut gegen das System.

"Eine Familie"

"Wir sind wie eine Familie", sagt Marsha Spencer. Seit zehn Tagen sitzt die 56-jährige Großmutter im Park und strickt für eine bessere Welt. Gelegentlich drückt ihr ein Jungrevoluzzer einen Schmatzer auf die Wange und bedankt sich für ihren Einsatz. Noch nie zuvor hat sie an einem Protest teilgenommen. Doch nun ist sie unglaublich wütend. Es sind die Reichen, deren millionenschwere Einkommen nicht versteuert werden, weil ihre Steuerberater die Schlupflöcher im System kennen. Es sind die Banken, denen sie als Steuerzahlerin aus der Patsche geholfen hat und die ihren Mitbürgern keine Kredite mehr geben. Es sind die Studiengebühren, die ihren Enkeln ein Leben lang nachhängen werden, sobald sie alt genug sind aufs College zu gehen.

Bis zu acht Stunden täglich verbringt Spencer auf ihrem Campingstuhl und versorgt die Demonstranten mit Hauben, Schals und Handschuhen. Stolz verkündet sie ihren Nom de guerre: "die Strickerin." Vor sechs Monaten hat die professionelle Schneiderin ihren Job verloren und lebt heute von ihren Ersparnissen. "Es war hart, das erste Mal für Essensmarken anzustehen", gesteht sie. Ihre Kinder halten sie für verrückt, aber "es ist meine patriotische Pflicht als Amerikanerin hier zu sein. Wenn etwas falsch rennt, dann liegt es an dir, es zu ändern", sagt sie.

Anfangs belächelt als Studentenprotest gelangweilter Wohlstandskinder, trommelwütiger Hippies und Anarchisten, wird "Occupy Wall Street" nun als soziale Bewegung angesehen, unterstützt von Gewerkschaften, Politikern und Prominenten. Es ist eine Bewegung ohne Führer, ohne Forderungen, ohne Manifest - für die nationalen Medien ein schier chaotisches Phänomen, anfangs unvermittelbar für ihr Publikum. Zugegeben, der Zuccotti Park gleicht mehr einem riesigen Obdachlosenlager inmitten von Wolkenkratzern als der Utopica Americana. Doch wer hier umher wandert, wird überrascht sein vom Organisationsgrad der Demonstranten. Innerhalb eines Monats haben die Besetzer ein kleines Revolutionsdorf geschaffen. Mit eigenem Medienzentrum, exotischer Suppenküche und Versorgungsstation, wo man vom Schlafsack bis zu Vitamintabletten alles erhält, empfangen sie Neuankömmlinge in der Gemeinschaft. Sanitäter versorgen heisere Demonstranten mit lindernden Kräutertinkturen und Psychiater kümmern sich um die Entzugserscheinungen drogensüchtiger Männer und Frauen. Anwälte beraten Aktivisten um ihre Rechte und Coachs dirigieren Jugendliche zu einer der rund 50 Arbeitsgruppen, um ihr Potenzial in der Bewegung zu entfalten, oder in die "Bibliothek", um sich vorerst einmal zu informieren. Des Nachts patrouillieren "Deeskalationsteams" durch den Park, um Streitereien zu schlichten und Spezialeinheiten schaffen Sicherheitszonen, um Frauen vor sexuellen Übergriffen zu beschützen.

"Hier findet der Testlauf für eine andere, eine bessere Gesellschaft statt", sagt Drew Hornbein. Der 24-jährige Graphikdesigner hat vor ein paar Wochen seinen Job gekündigt, um Vollzeit an dieser besseren Gesellschaft mitzuwerken und weil er fühlt, dass er "Teil einer großen Sache" sei, größer als er selbst. Seit neun Uhr morgens sitzt er in Meetings. Als Mitglied der Arbeitsgruppe "Internet" sind seine Fähigkeiten gefragt. Zurzeit arbeitet er mit seinen Kollegen an der Webseite der Besetzer, um die zahlreichen Arbeitsgruppen besser zu vernetzen. Um sieben Uhr abends wird er die Fortschritte der Generalversammlung vorstellen.

Die Generalversammlung entspricht dem Parlament der Bewegung. Hier werden allabendlich Entscheidungen getroffen, jeder kann teilnehmen, beitragen und blockieren. Basisdemokratie in Reinkultur also.

"Gratis Essen und Party"

"Viele haben hier nichts zu suchen. Die kommen nur wegen des gratis Essens und der Party", grummelt Robert Segal. Der 47-jährige gehört zu den Veteranen der Bewegung. Seit dem ersten Tag campiert der arbeitslose Weinverkäufer zwischen Falafelstand und Suppenküche. Als Mitglied des "Stadtplanungskomitees" arbeitet er daran, dass sich die Leute an gewisse Regeln halten. "Ich bin nicht besonders beliebt hier", sagt er bevor er eine Gruppe Jugendlicher bittet, die Blumenbeete nicht als Abfalleimer zu benutzen. Er weiß um die Abläufe und Dynamiken im Park, darum, dass es selbst hier in der scheinbar hierarchiefreien Gemeinschaft durchaus eine Elite gibt. "Das sind die Medienleute mit ihren Laptops. Sie sind die einzigen, denen die Küche das Essen bringt und die sich nicht anstellen müssen", erzählt er. Sie haben ihre eigenen Sicherheitsleute, die kontrollieren wer Zugang zum Medienbereich am Osteingang des Parks hat - und sie verfügen über all die Informationen.

Mit der argumentationsscheuen Kumbaya-habt-euch-lieb-Mentalität einiger Demonstranten scheint Segal wenig anfangen zu können. "Es geht darum, wie man in einer Gemeinschaft miteinander umgeht ohne sich die Köpfe einzuschlagen", erklärt er trocken beim morgendlichen Arbeitsgruppentreffen. Es gleicht einer Kabinettssitzung verschiedener Regierungsmitglieder. Robert Segal könnte man dem Innenministerium zurechnen. Mit Gleichgesinnten diskutiert er über die Sicherheit im Park, wie sie die Besetzer friedlich davon überzeugen können, sich an die Ruhezeiten zu halten, das Alkohol- und Drogenverbot zu respektieren und sich gegenseitig nicht in die Schlafsäcke zu pinkeln. Einige in der Gruppe schütteln entnervt den Kopf. Einen Ministaat zu verwalten ist schwieriger als angenommen. Das hat nichts mehr mit Trommelzirkeln und Meditationsübungen für eine bessere Welt zu tun. Hier geht es um knallharte Politik, Utopie hin oder her. "Im Prinzip machen wir das, was Regierungen seit Anbeginn der Zeit versuchen", sagt ein junger Mann in der Gruppe nüchtern. Er überlegt kurz und lächelt müde: "Wir versuchen es nur ein bisschen schlauer." (Solmaz Khorsand aus New York, derStandard.at, 13.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 173
1 2 3 4
F S 3
07
14.10.2011, 16:28
:) Die Wall Street aus der Sicht von Calvin & Hobbs…

…am Beispiel des Limostandes:

http://i.imgur.com/cJJ7l.jpg

Schmauleier1
00
14.10.2011, 15:26
OccupyWallstreet ist kein Hippy Feriencamp!

Was zum Teufel hat eine "Hunger-" und "Regimechange-" Revolte in Finanz & Börse zu suchen?

Ich kann mich an die Livestreams vom Tahirplatz mit minütlichem live-update erinnern.
Wahrlich, Die Form der Botschaft IST die Botschaft.

Auch wenn die Dimensionen andere sind, die Gründe und Ziele sind ähnlich wie auf dem Tahirplatz: Verarmung und Soziale Chancenlosigkeit, Demokratiedefizit (Zwei-Parteiendiktatur) und eine alles beherrschende und besitzende Oligarchie.

Die Berichterstattung des Standard über occuywallstreet folgt genau dem Muster der U$ mainstreem Medien. Verkleinern, lächerlich machen, verstecken.

Dafür lese ich dann auf International/Amerika Seite belanglose Details über die vor-vor-vor-vor Auswahl bei den Republikanern.

F S 3
05
14.10.2011, 14:38
Die Demonstranten belagerten gestern Giuliani, als er im im schicken Cipriani sein Abendessen einnahm…

…Natürlich zeigte sich der Bürgermeister nicht seinem Stimmvieh - sondern verließ das Lokal durch den…

…Hinterausgang:

http://12160.info/photo/wal... e=activity



War on 'error, Folge 1789: "Wie Diebe in der Nacht"

taripay
01
14.10.2011, 12:38
Zahltag

Bisher wurden durch Politik, "Bildung", Medien, Finanz"wesen", Waffenindustrie, oder im Namen der Religion immer Sklaven gefunden die das unendliche Machtstreben und Gewinne von einer winzigen Minderheit abarbeiten. Weitere Absichten: Gier stark steigend ...
http://www.rickackerman.com/wp-conten... orkers.jpg

Auf unserem wunderbaren Planeten ist jedoch ein Überfluss an Ressourcen für ALLE Wesen. Jedes noch so kleine Materieteilchen ist MADE BY MOTHER EARTH - POWERED BY SPIRIT -ein KOSTENLOSES GESCHENK an die gesamte Menschheit, Tier- Pflanzenwelt etc.
"Wir" dürfen dieses bis zum zyklischen Materie-Zerfall über Planung-Produktion-Verbrauch vertraglich geregelt ;-) leihweise "besitzen".
Speziell die obigen Gruppen.

Paddy Strahlemann
06
14.10.2011, 12:07
Der Standart berichtet wenigstens darüber....

und ich glaub mittlerweile gibts da nichts mehr zu relativieren und runterspielen. Ich gehe morgen das erste mal auf eine Demo und hoffe doch irgendwie dass, das ganze nicht im Sand verläuft. Ich denke es ist Zeit.....

MrCrusher
02
14.10.2011, 11:27
Global Action Day!

Diesen Samstag den 15.Oktober ist weltweiter Aktionstag - auch für die Couch Potatoes! ;-) Es geht darum friedlich aber eindrucksvoll daran zu erinnern für wen eigentlich Politik gemacht werden soll und wen die Politik vertreten soll…



Nähere Infos dazu unter :



http://www.attac.at/9688.html

oder

http://www.attac.at/15oktober.html



Die Demos finden auf der ganzen Welt statt…



Für Wien: Start = 15h am Westbahnhof und weiter geht’s Richtung Heldenplatz

Für andere Städte: http://map.15october.net/

Martin.H.
14
14.10.2011, 11:01
ein paar Statistiken und ein Video über Heuchelei:

http://www.businessinsider.com/what-wall... 11-10?op=1

http://www.youtube.com/watch?v=zjfhOPCPJnE

zerschlagt die grossbanken!

erlasst langjährige gefängnisstrafen bei korruption!

komplette finanzierungstransparenz für einzelne politiker und parteien!

gebt uns endlich demokratie! bisher wird demokratie an den meistbietenden verkauft!

Sonnenkoenig
00
14.10.2011, 12:00
Bitte warum ist das obige youtube-Video zensuriert?

An der Aussage des festgenommenen schwarzen Studenten sehe ich nichts Schlechtes. Ich kann ihm nur voll recht geben.

Das ist doch nichts anderes als gelebte Demokratie.

Univ.Doz.Dr.Mag. Juba Hodenpetzi
00
15.10.2011, 13:05
Verpestungs-Profi ("Werbefachmann")
01
14.10.2011, 11:33

Das Statement des schwarzen US-Jus-Studenten ab 3.32 drückt wirklich treffend die derzeitige Situation aus:
Die Menschen haben die Schnauze voll von dem, wozu unsere Welt momentan umgebaut wird.

life's a jock
00
16.10.2011, 16:10

und trotzdem studiert er jus.

wieviele jus-absolventen braucht die usa denn noch? die haben einen vorrat der für ein jahrzehnt oder länger reicht.

mr. xywien
02
14.10.2011, 10:55
Ich bin der Ich bin
05
14.10.2011, 10:31

***occupy KLAGENFURT***

Samstag, 15. Oktober 2011
14 Uhr, NEUER PLATZ

Rumesquieu
117
14.10.2011, 09:54
Niemand sollte über diese Bemühungen lachen. Denn auch wenn Vieles unbeholfen und amateurhaft, im Vergleich zu der Hochglanzmaschinerie der Kommerzwelt sogar lächerlich erscheinen mag:

Immer mehr Menschen spüren instinktiv, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren haben, da wir mit der derzeitigen Mentalität mit Volldampf auf einen Abgrund zurasen:

Wenn erst der Überwachunsstaat installiert ist, der mit unserem Steuergeld derzeit auf Volldampf vorangetrieben wird und wenn die vollendete Kommerzialisierung alles Lebenswerte und Menschenwürdige erdrückt hat, wird es zu spät sein. Das würde dann Jahrhunderte, unendliches Leid und enorme Kraft brauchen, bis es wieder rückgängig gemacht ist.
Und unsere Kinder würden uns dafür hassen, dass wir so eine (Un)welt zugelassen haben.

Da ist es doch viel vernünftiger, rechtzeitig die Gleise unseres Zuges umzulegen. Und da kann jeder an seinem Platz mithelfen.

mariaw
 
01
14.10.2011, 15:20
Zeit

...ja, aber in jedem Fall auch wichtig ist, sich selbst an der Nase zu nehmen und nicht immer alles HABEN und KAUFEN zu wollen......etwas einfacher zu leben und sich bewusst zu sein, daß WIR ALLE diese Situation mitgestaltet haben!!

Rumesquieu
00
14.10.2011, 15:34

ich gebe Ihnen auf voller Linie recht.
Wenn wir beim Kaufen eines Produkts nicht den Arbeiter, der das hergestellt, sondern nur unseren Vorteil (den billigsten Preis) im Sinn haben,
dann tun wir das gleiche wie die Großinvestoren und Bankster, die weltweit Elend und Zusammenbrüche erzeugen.

Bustardo
141
14.10.2011, 09:10

So sehr ich auch gerne etwas positives in den Protesten sehen würde, handelt es sich in meinen Augen nicht um ein solidarisches Aufbegehren, sondern um eine Ansammlung von Menschen mit zutiefst egoistischen Motiven.

"ICH habe Schulden, ICH habe keinen Job, ICH bin die 99%"

Wenn man so einem Menschen einen Job geben würde, der gerade genug Gehalt impliziert um wieder Kreditraten zahlen zu können und Platz für neue Kreditwürdigkeit schafft, würde dieser Mensch in Null Komma Nichts seinen Protest vergessen.

Ich sehe keine nachhaltige Protestbewegung.

Sonnenkoenig
00
14.10.2011, 12:26

Ein Grund, warum die Menschen beginnen aufzustehen:
Weil das, wozu der Mensch durch den zur Normalität erlärten Wahnsinn momentan umgebaut wird, kaum mehr gutzumachen sein wird.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=10832

->---
04
14.10.2011, 11:14
Hunde die bellen, beißen nicht!

Irgendwo muss begonnen werden.

2008/09 hat die Finanzwirtschaft die Verschuldung fast aller Staaten der Erde massiv in die Höhe getrieben. Sie wurden gerettet mit deinem und meinem Steuergeld. Handeln sie seitdem Nachhaltiger, mehr im Sinne des großen Ganzen, stärker für eine bessere Gesellschaft? Beantworte dir die Frage selbst.

Veränderung bedeutet immer an einem Punkt zu beginnen. Das bisherige System kann oder konnte sich nur halten weil keiner begonnen hat sondern alle nur reden. Vor denen die nur reden braucht man sich dort, wo die Ungerechtigkeiten verursacht und gefestigt werden, nicht zu fürchten, die verändern nichts. Darum sind solche Proteste ein guter Beginn.

Darum, im Sinne der Demokratie - Egalität, Solidarität, Offenheit!

Eva Luation
00
14.10.2011, 10:01
nimm teil

dann wirst du vielleicht auch von einem blinden zu einem sehenden

Herzerzog Johann
31
14.10.2011, 11:02

Das verkünden auch Gurus, Sektierer und sonstige obskure Heilsbringer immer.

Rumesquieu
03
14.10.2011, 09:57

Der Mensch heute ist enorm unter durch durch ökonomische Zwänge, das stimmt. Er hat kaum noch Zeit, über das Leben nachzudenken, da der Großteil seiner Kraft für die Erhaltung der Existenz draufgeht.

Dennoch: Im Innersten jedes Menschen lebt sein wahres Anliegen: Die Bemühung um Sinn, Humanität und Verantwortung für die Zukunft.
Dass wir diese Anliegen in den letzten Jahrzehnten systematisch zuasphaltiert haben, wird sich rächen. Denn es ist nicht möglich, das dem Menschen auszutreiben. Es wird sein Recht fordern.

Blick Winkel
27
14.10.2011, 09:05

Das ist ja auch keine Revolution, die in 3 Tagen abgeschlossen ist, sondern ein langfristiger Umdenkprozess.

Je stärker wir alle die realen Auswirkungen spüren werden, desto schneller wird es zu einem Systemwechsel kommen.

Filicijo
11
14.10.2011, 08:36
DerStandard...

versucht langsam, aber ständig die Bewegung zu relativisieren, in Utopia treiben und als nicht Ernst zu nehmend... Vielleicht liegt es daran das der Chefredakteur bei Bildebergerstreffen eingeladen war !?

Herzerzog Johann
10
14.10.2011, 09:33

Ist ja auch eher ein Event als eine Bewegung. Na gut, es bewegen sich einige Leute in uneinheitliche Richtungen. Nix wirklich revolutionäres.

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