Ermittlungen gegen illegale Produzenten von Sprengstoffen - Breivik hatte Chemikalien in Breslau bestellt
Warschau - Polnische Behörden haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass im Zuge der Ermittlungen über das Massaker in Norwegen 19 Personen verhaftet wurden. Sie wurden aufgrund des Verdachts Sprengstoffe zu besitzen und zu produzieren, festgenommen.
Norwegen hatte Polen gebeten, alle Verbindungen mit dem Attentäter Anders Breivik aufzuschlüsseln. Im Zuge dessen gab es nun großangelegte Ermittlungen mit über hundert Hausdurchsuchungen, um die illegale Produktion und den Verkauf von Sprengstoffen aufzudecken.
Breivik hatte für seine Anschläge über das Internet bei einer
Firma aus Breslau (Wroclaw) Chemikalien gekauft und zur Herstellung
von Sprengstoff benutzt. Die Staatsanwaltschaft in Posen (Poznan)
sucht nun mögliche Nachahmer. "Wir haben nur die Kunden kontrolliert,
die öfter oder in größeren Mengen (chemische) Substanzen kauften",
sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. "Die Ermittlung ist im
Gang, bisher wurden gegen niemanden Vorwürfe erhoben."(APA/red.derstandard.at, 13.10.2011)