Als wäre ein PR-Debakel für RIM nicht schon schlimm genug, führt die boomende Konkurrenz RIM nun vor
Ein Switch-Ausfall im Datenzentrum des Herstellers RIM soll die Ursache dafür gewesen sein, dass Millionen Kunden tagelang keine Emails auf ihren Blackberrys empfangen konnten. Ein Fehler, der schon einmal passieren kann, könnte man meinen. Doch es ist vielleicht der denkbar schlechteste Zeitpunkt für den kanadischen Mobilfunkkonzern.
Desaster
Denn das ausgewachsene PR-Debakel passiert ausgerechnet zum Start von Apples neuem iPhone 4S, das allein am ersten Tag nach der Vorstellung eine Million Mal vorbestellt wurde. Und während großteils positive Meldungen über Apples "sprechendes" Smartphone-Baby in den Medien kursieren, könnte sich der ein oder andere treue RIM-Kunde nun doch dazu erwogen fühlen, umzusteigen. "Umso länger die Anwender den Blackberry-Service nicht nutzen können und das Problem in den Schlagzeilen ist, desto stärker macht sich das Bedürfnis breit, zu anderen Plattformen wie iPhone und Android zu wechseln", kommentiert Susquehanna-Analyst Jeff Fidacaro die Situation.
Fallende Marktanteile
Dabei befindet sich RIM seit geraumer Zeit in der Krise. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen etwa, die US-Absatzzahlen über den vergangenen Sommer observierte, zeigt klar auf, dass der Trend schon länger weg von Blackberry in Richtung der führenden Plattformen von Google und Apple geht. Auch für Anleger sind das keine guten Aussichten. Lag RIMs Aktienkurs im Februar 2011 noch bei 70,50 US-Dollar, wird die Aktie derzeit nur noch für unter 25 Dollar gehandelt.
Systeme laufen wieder, aber ...
Auch nach drei Tagen weltweiter Netzausfälle funktionieren BlackBerrys nicht wie vorgesehen. Etwa in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Indien gebe es zwar deutliche Verbesserungen, allerdings komme es nach wie vor zu Verzögerungen, teilte der kanadische Hersteller Research In Motion am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. "Wir werden die Situation rund um die Uhr weiter überwachen, um bleibende Stabilität zu gewährleisten."
Videobotschaft an die Kundschaft
"Ich entschuldige mich für die Ausfälle diese Woche", rief Firmengründer Mike Lazaridis seinen Kunden am Donnerstag in einer Videobotschaft zu. "Wir haben viele von Ihnen hängenlassen, aber lassen Sie mich versichern, dass wir rund um die Uhr daran arbeiten, dieses Problem zu lösen." Doch die wichtigste Frage konnte er den Blackberry-Nutzern nicht beantworten: Wann die Dienste denn nun wieder reibungslos laufen. "Ich weiß, für diejenigen von Ihnen, die betroffen sind, ist das sehr frustrierend."
Wegen Netzwerk-Problemen konnten Blackberry-Kunden weltweit, auch in Österreich, in den vergangenen Tagen nicht im Internet surfen oder E-Mails abrufen. Die Probleme weiteten sich am Mittwoch auch auf Kanada und die USA aus, wie RIM in einer in Montreal veröffentlichten Erklärung einräumte. Infolge des Netzwerk-Ausfalls sei ein Daten-Rückstau von E-Mails und Nachrichten aus Europa entstanden. RIM schloss indes aus, dass die Probleme auf einen Hackerangriff oder einen Sabotageakt zurückzuführen sein könnten. (zw)
So ein Ding jemanden zuzumuten ist Unfug.
Das Sicherheitsargument reden sich noch ein paar ein, irgendwas muss ja toll sein. Und mal ehrlich, die wirklich brisanten Infos aus all den überflüssigen Mails rauszufiltern tut sich eh niemand an!
Wenn ein iPhone oder Android als Exchange client über SSL so unsicher ist dann muss ich auch outlook web access deaktiviern, mit RSA SecurID ists auch vorbei bliebe noch PGP.
Für Clients für ERP müssen wirklich höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, aber dieser ewige Paranoi mit den Firmenmails verstehe ich absolut nicht. Deshalb freie Client Wahl und damit das ende von BB!
iPhones begannen bemerkenswerterweise vom gehobenen Management aus im Unternehmensbereich Fuß zu fassen...
...durch Leute, die der Job genügend Feiraum für Spielchen lässt bzw. solchen die es mit der Alltagsarbeit ohnehin nicht so genau nehmen müssen...
...mit dem iPhone als Modeartikel und "Must" in der Sakko-Innentasche, waren die einfach nicht bereit, zwei parallele Phones zu betreiben...
Untergeordnete Mitarbeiter hätten es ursprünglich gar nicht gewagt, ein iPhone! als Diensthandy zu beantragen...
So hat sich eben Apple - wie auch schon damals mittels iPod - auch bei den Handys über den privaten Entertainmentbereich an die User herangeschlichen...
Streng genommen haben im Businessbereich (außer evtl. im Kreativbereich) iPhones nichts verloren...
Sorgen für ähnlich seriöses Auftreten beim Kunden, wie etwa ein gestylter Porsche Carrera..
Betriffts nur mich oder funktioniert die BB Enterprise Aktivierung mit eigenem BES noch immer nicht? (Carrier A1, Status 14.10., 14:20 Uhr)
Meldung: "Keine Netzverbindung verfügbar" - auf mehreren zu aktivierenden Geräten.
Naja, der A1 Support ruft mich gleich gar nicht zurück so selbstsicher ist man sich...
"Kann ich bitte eine Ticketnummer haben?" "Die gibt es nicht, Sie werden eh gleich zurückgerufen" ... äh, ja!
kann kein Android, W7 oder Iphone mithalten. Es spielt keine Rolle was der Blackberry weniger bietet als andere Smartphones, sondern darum, ein sicheres Gerät für die Kommunikation im Unternehmen zu nutzen.
Privat würde ich mir auch keinen Blackberry zulegen.
im Ausland die Mails checken.
Idealerweise wurde die Dienstreise nicht gemeldet, und dir Datenroamingkosten fallen in vollen Umfang an
Zusatzkosten von mehrenen Hundert € (besonders bei den Afferln vom Marketing) für "ich hab ja nur mal kurz meine Mails gechecked", sind dann keine Seltenheit.
Da hat RIM halt die Nase vorn.
Wenn Datenroaming mal um "faire Preise" verfügbar ist (EU-Gesetze), ohne daß ich 1 Monat vorher ein Datenpaket für das jeweilige Land kaufen muß dann wirds schwer für RIM
Sicherheit kann ich durch vorgeschalten Tunnel auch erreichen.
Nebstbei sind in aktuellen Exchange-Version die gecacheten Mails auch remote zu löschen.
Ist allerdings bei Blackberry viel besser. :-)
Smartphones (gerootete) sind per default insecur ^2
ich sehe auch keine alternativen für ernsthafte anwender aus dem businessbereich. allerdings dürfte sich das noch nicht weit genug herumgesprochen haben, wenn man etwa unserem bundeskanzler beim telefonieren zusieht.
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