Die Kosten für eine Behandlung wird von den Krankenkassen in vielen Fällen nicht übernommen
Wien/Innsbruck - Zahlreiche der neuen Schmerzmedikamente (Analgetika, Anm. Red.) sind in Österreich zwar zugelassen, werden jedoch nur selten oder gar nicht eingesetzt. „Grund dafür ist vor allem, dass die Kosten für diese Medikamente von den Krankenkassen nur in den Ausnahmefällen oder gar nicht übernommen werden. Daher sind für viele Patienten wirksame und auch empfohlene Therapieformen nur erschwert möglich bzw. müssen die Kosten für diese Behandlung vom Patienten selbst getragen werden", so Andreas Schlager, Leiter der Schmerzambulanz an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der MedUni Innsbruck und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft, ÖSG) anlässlich der 11. Österreichischen Schmerzwochen der ÖSG.
Gut und ausreichend therapieren
Jede fünfte Österreicher wird im Laufe des Lebens an lang anhaltenden beziehungsweise chronischen Schmerzen erkranken. Diese Schmerzen führen oft zur Beeinträchtigung der Lebensqualität bis hin zur Invalidität und Frühberentung. Eine unzureichende oder mit Nebenwirkungen verbundene Schmerzbehandlung kann die Lebensqualität ebenfalls deutlich reduzieren. „Es ist daher wichtig, Schmerzpatienten ausreichend sicher und möglichst nebenwirkungsarm behandeln zu können. Dazu benötigen wir entsprechend gute und sichere Schmerzmittel", so Schlager. „Werden die derzeit verfügbaren Schmerzmittel richtig eingesetzt und die Kosten von den Krankenkassen übernommen, so kann in den meisten Fällen eine gute und ausreichende Schmerztherapie gewährleistet werden."
Durch die Entwicklung neuer Analgetika sind gute Voraussetzungen geschaffen worden. Viele neue Schmerzmittel sind sicherer, wirksamer und nebenwirkungsärmer geworden. Darüber hinaus wurden neue Applikationsformen entwickelt, die zusätzlich zur Tabletteneinnahme eine gute Alternative beziehungsweise Zusatzbehandlung ermöglichen. (red)