Schmerzwochen

Wirksame Schmerztherapie muss gewährleistet sein

13. Oktober 2011, 09:24
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    foto: apa/achim scheidemann

    Acetylsalicylsäure ist unter Schmerzpatienten nach wie vor besonders beliebt.

Die Kosten für eine Behandlung wird von den Krankenkassen in vielen Fällen nicht übernommen

Wien/Innsbruck - Zahlreiche der neuen Schmerzmedikamente (Analgetika, Anm. Red.) sind in Österreich zwar zugelassen, werden jedoch nur selten oder gar nicht eingesetzt. „Grund dafür ist vor allem, dass die Kosten für diese Medikamente von den Krankenkassen nur in den Ausnahmefällen oder gar nicht übernommen werden. Daher sind für viele Patienten wirksame und auch empfohlene Therapieformen nur erschwert möglich bzw. müssen die Kosten für diese Behandlung vom Patienten selbst getragen werden", so Andreas Schlager, Leiter der Schmerzambulanz an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der MedUni Innsbruck und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft, ÖSG) anlässlich der 11. Österreichischen Schmerzwochen der ÖSG.

Gut und ausreichend therapieren

Jede fünfte Österreicher wird im Laufe des Lebens an lang anhaltenden beziehungsweise chronischen Schmerzen erkranken. Diese Schmerzen führen oft zur Beeinträchtigung der Lebensqualität bis hin zur Invalidität und Frühberentung. Eine unzureichende oder mit Nebenwirkungen verbundene Schmerzbehandlung kann die Lebensqualität ebenfalls deutlich reduzieren. „Es ist daher wichtig, Schmerzpatienten ausreichend sicher und möglichst nebenwirkungsarm behandeln zu können. Dazu benötigen wir entsprechend gute und sichere Schmerzmittel", so Schlager. „Werden die derzeit verfügbaren Schmerzmittel richtig eingesetzt und die Kosten von den Krankenkassen übernommen, so kann in den meisten Fällen eine gute und ausreichende Schmerztherapie gewährleistet werden."

Durch die Entwicklung neuer Analgetika sind gute Voraussetzungen geschaffen worden. Viele neue Schmerzmittel sind sicherer, wirksamer und nebenwirkungsärmer geworden. Darüber hinaus wurden neue Applikationsformen entwickelt, die zusätzlich zur Tabletteneinnahme eine gute Alternative beziehungsweise Zusatzbehandlung ermöglichen. (red)

Fritz wablhuber
02
13.10.2011, 11:58
fein wäre auch

wenn endlich mal präventiv Schmerzmittel verabreicht würden. Ich beziehe mich hier auf geplante kleine Eingriffe wie das Einrichten von Knochenbrüchen oder Entfernen von Fremdkörpern.
Beides vor Kurzem ohne bzw. ohne ausreichende Schmerzbehandlung erleben müssen!
Wieso ist es in Österreich nicht möglich derartige Behandlungen schmerzfrei zu gestalten?
Wenn das wirklich zu teuer ist, dann zahle ich gerne.

nik.2008
00
14.10.2011, 18:28

.. ich denke, das liegt auch am Patienten. Wenn er sagt was er möche, dann bekommt er es zumeist auch. Beim Zahnarzt bekommt man auch eine Spritze wenn man sie möchte - wenn es im Leistungskatalog der Krankenkasse nicht gelistet ist, dann im schlimmsten Fall auf eigene Kosten. Hatte vor 2 Jahren ein Lumbalpuntion wegen Verdacht auf Gehirnhautenzündung. Habe auf ein Beruhigungsmittel vorher bestanden und dies auch bekommen.

Diona007
00
14.10.2011, 13:28

Habe ich auch erlebt.

Glücklicher Weise gibt es inzwischen ein Umdenken in der Medizin.

Ansonsten hilft nur laut zu protestieren und auf einer medikamentösen Prophylaxe zu bestehen (sofern man dazu in der Lage ist).

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