Körperlich aktive Karzinompatienten haben eine bessere Prognose
München - Sport kann nicht nur Krebs vorbeugen, sondern bei Erkrankung auch die Heilung unterstützen. Mehrere große Studien vor allem aus dem angelsächsischen Raum zeigten, dass körperlich aktive Krebspatienten eine weit bessere Prognose hätten, teilten das Klinikum Rechts der Isar in München und das Rotkreuzklinikum am Mittwoch im Vorfeld des Symposiums "Sport und Krebs" in München mit. Am Donnerstag und Freitag wollen rund 50 Fachleute neue Erkenntnisse zu Bewegung, Sport und Krebs austauschen, am Samstag ist ein Patiententag geplant.
Bei Darmkrebs verbesserte Sport die Prognose den Studien zufolge zwischen 14 und 47 Prozent, bei Brustkrebs waren es bis zu 40 Prozent. "Bisher gibt es keine medikamentöse Behandlung, die diese Erfolgsraten aufweisen kann", erläuterten die Kliniken. Medikamente seien außerdem teuer und könnten die Lebensqualität deutlich mindern. "Sport und körperliche Aktivität sind hingegen eine sehr effektive Therapie, in aller Regel gut verträglich und im Grunde umsonst." Das Klinikum Rechts der Isar und das Rotkreuzklinikum in München wollen nun in Studien, bei denen die Teilnehmer nach Zufallsauswahl zuvor festgelegt werden, den Zusammenhang zwischen Sport und Heilungschancen erhärten. (APA)