"Freitagsdemos" gegen Pensionsreform geplant

1. Juni 2003, 19:09
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Erstes "Austrian Social Forum" in Hallein beendet - Scharfe Kritik an geplanten Verschärfungen in Asylpolitik

Salzburg - Mit der Verabschiedung von zwei Erklärungen zu sozialen Rechten und feministischer Politik ist heute, Sonntag, das erste Austrian Social Forum (ASF) in Hallein zu Ende gegangen. Darin werden unter anderem eine "offene antirassistische Asylpolitik mit gleichen Rechten für alle Menschen" und der Kampf gegen Sexismus gefordert. Neben der Asylproblematik sei auch die Pensionsreform ein großes Thema der dreitägigen Veranstaltung mit rund 1.500 Teilnehmern gewesen, berichtete Irene Zavarsky, eine Sprecherin der Tagung im Gespräch mit der APA.

Nach dem Vorbild der Donnerstagsdemonstrationen sollen noch vor dem 18. Juni an zwei Freitagen mehrere Demonstrationen gegen die geplante Pensionsreform der Bundesregierung in österreichischen Landeshauptstädten - darunter Wien, Salzburg, Graz und Linz - stattfinden. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir uns auch außerhalb der Gewerkschaftsstrukturen - die wir natürlich auch unterstützen - gegen den Sozialabbau wehren", betonte Zavarsky.

Scharfe Kritik an neuer Asylpolitik

Scharf kritisiert wurden auch die Pläne für eine neue Asylpolitik: "Die geplanten Verschärfungen dürfen nicht nur nicht durchgeführt werde, wir verlangen auch eine einem demokratischen Staat würdige Asylpolitik", forderte Andreas Rennert vom Salzburger Social Forum.

An der dreitägigen Veranstaltung beteiligten sich zahlreiche Gruppierungen, darunter Gewerkschaften, katholische Jugendorganisationen, Salzburgs Grüne, das Antirassistische Netzwerk ANAR oder Attac. Zufrieden zeigten sich die Organisatoren mit den mehr als 175 verschiedenen Workshops und Veranstaltungen des ASF. Forciert werden soll nun die Arbeit auf regionaler Ebene in einzelnen Komitees, für nächsten Mai ist wieder eine österreichweite Zusammenkunft geplant.(APA)

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