Marokkaner fahnden wegen Casablanca-Anschlägen nach einem Franzosen

1. Juni 2003, 16:50
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Als gefährlich eingestufter Mann sei der Gegend der Hafenstadt Tanger im Norden Marokkos untergetaucht

Rabat - Gut zwei Wochen nach den Selbstmord-Anschlägen in Casablanca haben die marokkanischen Fahnder erstmals einen Ausländer als mutmaßlichen Mittäter ermittelt. Dabei handle es sich um den Franzosen Robert Richard Antoine Pierre, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MAP am Sonntag. Der von den Ermittlern als "gefährlich" eingestufte Mann sei in der Gegend der Hafenstadt Tanger im Norden Marokkos untergetaucht. Nach ihm werde steckbrieflich gefahndet.

Bei den Anschlägen in der Wirtschaftsmetropole waren am 16. Mai 43 Menschen getötet worden, darunter auch 12 Selbstmord-Attentäter. In den vergangenen Tagen führten die Ermittler 16 Verdächtige, darunter sieben, die zu Selbstmord-Anschlägen bereit gewesen sein sollen, dem Untersuchungsrichter vor.(APA/dpa)

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