Zehn Personen an Einreise in die Schweiz gehindert

1. Juni 2003, 16:39
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Bei ihnen seien unter anderem Messer, Eisenstangen, Bootsraketen und Schlagringe sichergestellt worden

Genf - In der Westschweiz hat der Grenzschutz im Vorfeld der Demonstrationen gegen den G-8-Gipfel insgesamt zehn Personen die Einreise in die Schweiz untersagt. Bei ihnen wurden unter anderem Messer, Eisenstangen, Bootsraketen und Schlagringe sichergestellt, wie Jacques Strahm, Kommandant des Grenzwachtkorps des Zollkreises III, mitteilte. Die Kontrollen an der französisch-schweizerischen Grenze bei Genf waren im Vorfeld des G-8-Gipfels in Evian bis zum vergangenen Donnerstag verschärft worden.

Nach der Auflösung der Großveranstaltung gegen den G-8-Gipfel im schweizerisch-französischen Grenzgebiet von Thonex rüstete sich die Polizei Sonntag Nachmittag gegen gewalttätige Nachdemos. Große Teile des Polizeiaufgebotes wurden in die Genfer Innenstadt verlegt. An der Anti-G-8-Veranstaltung in Thonex nahmen zwischen 50.000 und 100.000 Personen teil.

Bei der Rückkehr in die Stadt Genf kam es zu Ausschreitungen. Die Situation sei angespannt, und es seien einzelne Steine geflogen, berichten Journalisten vor Ort. Dabei setzte die Polizei Tränengas ein. Große Teile der Stadt wurden abgeriegelt.

Auf der Place de Milan in Lausanne war eine Vollversammlung der Globalisierungsgegner geplant. Dabei sollte die Situation nach dem Verbot der für Sonntag Nachmittag geplanten Demo besprochen werden. Das Anti-G-8-Komitee will das Demoverbot der Behörden nicht akzeptieren.(APA/AP/sda)

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