Alte Fahrräder müssen jetzt bald strahlen

3. Juni 2003, 17:27
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Nur noch ein Monat Schonfrist für "illegale" Fahrräder - Drahtesel müssen auf den neuesten Stand gebracht werden

Wien - Selbst die längste Übergangsfrist ist einmal zu Ende, daher müssen Radlbesitzer jetzt schnell darangehen, ihre alten Drahtesel mit bestimmten Lichtstrahlern nachzurüsten. Noch ein knappes Monat ist Zeit, dann tritt nämlich endgültig eine Verordnung des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2001 in Kraft. Sie regelt Mindestsicherheitsstandards für Fahrräder.

Diese Verordnung war angesichts ihrer Praktikabilität von Radexperten heftig kritisiert worden; DER STANDARD berichtete über spezielle Vorschriften zu Reflektoren, Fahrradlampenstärke oder für das Anbringen von Kindersitzen.

Vorderlicht weiße - nach vorne strahlende - Reflektoren

Kindersitze dürfen etwa nur noch hinten befestigt werden. Beim ARBÖ weist man darauf hin, dass zusätzlich zum Vorderlicht weiße - nach vorne strahlende - Reflektoren angebracht werden müssen. Sind diese nicht bereits im Vorderlicht integriert, könne man sich damit helfen, auf die Vordergabel des Rads reflektierende Streifen aufzukleben, erklärt Sprecherin Lydia Ninz eine Alternative.

Seitlich Gelbstrahler

Seitlich müssen Gelbstrahler (bisher "Katzenaugen") leuchten. Rote Reflektoren mussten schon bisher nach hinten strahlen. Der ARBÖ bietet um 3,90 Euro ein Reflektorenset an. Fahrradhändler offerieren ein "Check & Ride"-Service.

92 Prozent der Fahrräder noch nicht gesetzeskonform

Nach einer Erhebung des Instituts "Sicher Leben" sind 92 Prozent der Fahrräder noch nicht gesetzeskonform ausgerüstet. (aw/DER STANDARD, Printausgabe, 3.6.2003)

Tipp: Der ARBÖ bietet ein Fahrradnachrüstset das für EUR 3,90 in allen ARBÖ-Prüfzentren zu kaufen ist. Es enthält drei verschiedenfarbige Reflektorenstreifen.

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ARBÖ

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