"Treading Water"

1. Juni 2003, 17:00
posten

Konflikte einer Familie rund um ein lesbisches Paar und eine despotische Mutter brechen zu Weihnachten auf - zu sehen beim Queer Filmfestival "identities"

Feiertage sind oftmals schwierige Zeiten, erst recht, wenn eine Familie sie gemeinsam verbringen sollte. Da brechen schon mal Konflikte auf, Geheimnisse kommen zum Vorschein. So auch in der katholisch-konservativen Familie Olsen aus New England zu Weihnachten herum. Casey, Hafenarbeiterin und Bootsrestauratorin, und ihre Freundin Alex, eine Sozialarbeiterin, wären vermutlich ein glückliches Paar - wäre da nicht Caseys Mutter, die das Leben ihrer Tochter im Gegensatz zu Caseys Vater und ihren Brüdern negiert.

Da gibt es keine Nachsicht, dass Casey die großbürgerliche Familientradition nicht fortsetzt. Ihre Partnerin Alex ist im Hause nicht willkommen. So kommt es zur unweigerlichen Konfrontation ...

Ausgezeichnet

Der Film von Lauren Himmel (Regie, Produktion und Drehbuch - gemeinsam mit Julie Hollinger) bewegt sich in wunderschönen Bildern einfühlsam zwischen Familientradition und Wahlverwandtschaft. Auffallend auch die Filmmusik. "Treading Water" wurde weltweit bei zahlreichen Filmfestivals gezeigt und mit drei Awards ausgezeichnet.

"Er ist nicht unbedingt autobiographisch, basiert aber auf Erfahrungen, die ich gemacht habe", so Himmel. "Der Film ist über eine Familie, die nie über irgendwas spricht."
(dy)

Treading Water.
Ein Film von Lauren Himmel, USA 2001, 95 min, Originalfassung.
Mit Angela Redman, Nina Landey, Annette Miller, Robert Harte.

Am 6.6.2003 um 20.00 im Filmcasino

Link
identities

  • Artikelbild
    foto: dv8-film, identities. queer film festival
Share if you care.