"Enormes" Unipotenzial

1. Juni 2003, 10:00
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Wissen werde aber noch zu wenig genutzt

Graz - Das Bewusstsein um die Zielsetzungen des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraumes ist in der Führungsebene der europäischen Hochschulen bereits deutlich vorhanden. Nur zum Teil ist es aber auch in den Köpfen der Lehrenden und Studierenden verankert. Das zeigen die Ergebnisse der so genannten "Trend III"-Studie, die im Rahmen der aktuellen Jahrestagung der europäischen Rektoren am Freitag in Graz präsentiert wurde.

EU-Bildungskommissärin Viviane Reding forderte die europäischen Universitäten in Graz zu einer stärkeren Zusammenarbeit auf. Das Potenzial eines gemeinsamen europäischen Hochschulsystems sei enorm, aber es werde zu wenig genutzt. Es gebe nach wie vor zu viele Barrieren im Bereich der Mobilität der Studierenden, der Lehrenden und der Forscher. "Die Universitäten kooperieren nicht genug, die Vermittlung des neuen Wissens zur Welt des Unternehmertums ist schlecht organisiert", kritisierte Reding auf der Grazer Konferenz.(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. 5. 2003)

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