Doch noch Lizenzen für Leoben und LASK

3. Juni 2003, 10:46
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Marathonsitzung des Schiedsgerichts - Bleiberg muss in die Relegation - Sportklub Fixabsteiger in die Regionalliga

Wien - Die Lizenzentscheidungen in der österreichischen Fußball-Bundesliga sind Freitagnacht gefallen. Nach einer elfstündigen Sitzung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts wurde auch DSV Leoben und dem LASK die Spielgenehmigungen für die kommende Saison der Ersten Liga erteilt. Damit steht fest, dass der Wiener Sportklub in die Regionalliga absteigt und die neuntplatzierten Bad Bleiberger in die Relegation gegen den Regionalliga-Mitte-Meister Blau Weiß Linz müssen. Im zweiten Relegationsduell treffen Wattens/Wacker (Westliga-Meister) und Schwechat (Ostliga-Meister) aufeinander.

Kein Rechtsmittel mehr

Die Urteile des Schiedsgerichts bestehend aus dem Vorsitzenden Gottfried Korn und den beiden Beisitzern Sepp-Michael Steindle und Bernhard Vanas sind endgültig, gegen sie gibt es kein ordentliches Rechtsmittel. Die Erleichterung bei den beiden Klubs war logischerweise groß. Für Leoben-Boss Hans Linz war es ein "Sieg der Gerechtigkeit", für den beim LASK für den Profibetrieb verantwortlichen Manager Peter-Michael Reichel ging "der längste Tag meines Lebens" mit einem Happy End zu Ende.

Genügend Sicherheiten für Leoben

Im Falle von Leoben wurde dem Einspruch der Steirer stattgegeben, da der Verein gegenüber Präsident Linz einen klagbaren Anspruch besitzt und damit genügend Sicherheiten bestehen. Linz, der gleichzeitig auch Hauptsponsor des Vereins ist, sah sich nach dem positiven Entscheid bestätigt: "Es hat sich bestätigt, was ich immer gesagt habe, dass es sich um Missverständnisse und Kommunikationsprobleme gehandelt hat."

Zuletzt seien nur noch juristische Spitzfindigkeiten ausschlaggebend gewesen. "Die entscheidende Frage war, ist die Summe, die ich Leoben zugesagt habe, auch einklagbar, und die ist positiv beantwortet worden." Die lange Dauer der Verhandlungen konnte sich Linz nicht erklären. "Sogar Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler hat mir bestätigt, das hätten wir einfacher haben können."

"Neue" LASK-Unterlagen diesmal gewürdigt

Der LASK musste noch länger als Leoben zittern, kurzzeitig war sogar eine Vertagung des Verfahrens erwogen worden. Aber auch dieser Fall wurde schließlich noch positiv abgeschlossen. Positiv deswegen, da dem Schiedsgericht neue, jedoch bereits zum Zeitpunkt des Protestkomitee-Entscheids existierende Unterlagen zur Verfügung gestanden sind. "Auf Grund von mangelnder kaufmännischer Sorgfalt" (Schiedsgericht-Vorsitzender Korn) waren diese Unterlagen dem Protestkomitee nicht überreicht worden, sie stellten jedoch nun eine wesentliche Basis für die Lizenzerteilung dar.

"Kommunikationsprobleme"

LASK-Boss Reichel begründete die Lizenz-Probleme so wie Leoben-Präsident Linz mit "Kommunikationsproblemen, die durch Gespräche mit dem Protestkomitee hätten vermieden werden können". Reichel will aber nun für keinerlei böses Blut mehr sorgen: "Auf beiden Seiten wurden Fehler gemacht, Schwamm drüber. Wir versuchen, uns als attraktiver und positiver Verein in der Bundesliga zu präsentieren." (APA)

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