Tiroler Wirtschaft boomt

30. Mai 2003, 14:15
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Um 2,2 Prozent angestiegen - Bei Wirtschaftswachstum an Österreichspitze

Innsbruck - Tirol lag beim Wirtschaftswachstum 2002 im Bundesländervergleich an der Österreichspitze. Es sei zu einer Steigerung von 2,2 Prozent gekommen, sagte LHStv. Ferdinand Eberle (V) bei der Präsentation des Tiroler Wirtschaftsberichtes 2003 am Freitag in Innsbruck.

Der Anteil an neu gegründeten Unternehmen sei um zehn Prozent angestiegen. 2000 habe es in Tirol 1.816 Neugründungen gegeben. 2002 seien 2.183 neue Unternehmen verzeichnet worden. Durchschnittlich würden täglich rund neun Unternehmen in Tirol gegründet. Die Insolvenzen seien im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent zurückgegangen.

Niedrige Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote habe im Jahresmittel in Tirol 5,3 Prozent betragen und liege damit unter dem Österreichwert von 6,9 Prozent. Insgesamt seien im Jahresdurchschnitt 2002 mit 271.148 Personen um 4.522 (1,7 Prozent) mehr beschäftigt gewesen als 2001. Bei der Frauenbeschäftigung habe es mit 3.517 Personen eine Zunahme von drei Prozent gegeben. Im Bundesländervergleich liege Tirol mit dem Beschäftigungswachstum an dritter Stelle hinter dem Burgenland und Salzburg. Bei der Beschäftigung von Lehrlingen habe es einen Zuwachs von 0,4 Prozent gegeben. Mit 31.12.2002 seien insgesamt 12.574 Lehrlinge in der Ausbildung gewesen. 2001 seien es um 46 weniger gewesen. Bereits im ersten Quartal 2003 habe ein Zuwachs bei den unselbstständig beschäftigten Personen um 0,9 Prozent verzeichnet werden können.

Für die Tiroler Wirtschaft sei die derzeitige Entwicklung in Deutschland und die internationale Währungsentwicklung problematisch, sagte Eberle. Um international konkurrenzfähig zu sein, sollen die "technologischen Stärken" weiter entwickelt werden. Es sei auch wichtig, einen Beitrag zu leisten, um die Standorte der Unternehmen konkurrenzfähig zu machen. Der Wirtschaftsstandort sei in jenen Bezirken gewährleistet, in denen der Ziel- und Quellverkehr vom Nachtfahrverbot und vom sektoralen Fahrverbot im Tiroler Unterland ausgenommen sei. "Gefahren" sah Eberle für die übrigen Bezirke. Dort werde es "in einigen Bereichen Schwierigkeiten geben". Die Fahrverbote seien ein Signal für die anderen EU-Länder, dass "vernünftige" Infrastruktur gewährleistet werden müsse, erklärte der Landeshauptmannstellvertreter. Der Bau der Unterinntaltrasse und des Brennerbasistunnels sei ein wichtiger Schritt.

Der Wirtschaftsbericht werde am Dienstag der Regierung vorgelegt. Im Juni-Landtag soll er dann diskutiert werden.(APA)

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    Triol lässt die anderen österreischichen Bundesländer hinter sich wenn es um das Wirtschaftswachstum geht

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