Innovation der Saison

14. Oktober 2011, 19:47
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Ein LED-Scheinwerfer zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus, etwa höhere Lichtausbeute oder die Verbrauchsersparnung

Obwohl nur ein Fünftel des Verkehrs nachts über Österreichs Straßen rollt, sind in dem Zeitraum dort fast die Hälfte aller Todesfälle zu verzeichnen. Insofern kommt guten Scheinwerfern eine wichtige Rolle zu, weit über die Tatsache hinaus, dass es sich um eine elegante Möglichkeit handelt, mit einem besonderen Lichtsystem auch den Fahrzeugpreis in die Höhe zu lupfen.

Derzeit sind drei unterschiedliche Systeme am Markt. Sie unterscheiden sich in ihrer Lichtquelle: Halogenlampen, Xenonlampen, LEDs. Alle drei Systeme werden noch weiterentwickelt, aber an der Spitze steht technologisch das LED-Licht. Es ist auch mit Abstand die teuerste Variante, da LED-Scheinwerfer noch komplexer aufgebaut sind als Xenonlicht. Es begann mit Begrenzungslicht und Tagfahrlicht, mittlerweile gibt es auch schon zahlreiche Scheinwerfersysteme auf LED-Basis. Während man bei Xenonscheinwerfern üblicherweise mehr als tausend Euro Aufpreis zahlt, gibt es LED-Scheinwerfer überhaupt nur für eher luxuriöse Fahrzeuge vom oberen Ende der Preisliste.

Ein LED-Scheinwerfer zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus. Aus rationaler Sicht erscheint wohl am wichtigsten, dass er eine deutlich höhere Lichtausbeute besitzt, und zwar so bedeutend, dass es sich sogar in eine handfeste Verbrauchsersparnis umrechnen lässt. In Form des CO2-Ausstoßes sind das dann zwei bis drei Gramm CO2 weniger je Kilometer, sagt man beim Scheinwerferhersteller Visteon. Das liegt im Wesentlichen daran, dass nur mehr 13 Prozent der Energie als Wärme abgestrahlt werden. Wichtig ist das vor allem im Hinblick auf Elektrofahrzeuge, bei denen herkömmliche Scheinwerfer ja die Reichweite signifikant verringern. Gerne wird auch ins Treffen geführt, dass die Lebensdauer sogar jene des Fahrzeugs übertreffen sollte. Das Wichtigste aber ist: LED-Scheinwerfer haben ganz einfach ein besseres Licht und können mit zahlreichen automatischen Funktionen aufgerüstet werden.

So ist es möglich, eine vorausschauende adaptive Beleuchtung zu konstruieren, bei der sogar die Daten des Navigationssystem verarbeitet werden. Das Auto weiß also schon, auf welche Kurven es demnächst treffen wird und steuert so vorauseilend das Licht in seiner Intensität und Richtung. Selbstverständlich wechselt so ein System selbstständig zwischen Fern- und Abblendlicht. Per Kamerasystem wird der Umgebungsverkehr erfasst. So kann die Lichtverteilung automatisch so gestaltet werden, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird, obwohl in den übrigen Bereichen das Fernlicht voll wirksam ist. Das ist natürlich nicht nur im Sinne einer höheren Sicherheit, damit kann man ganz einfach in der Nacht entspannter Auto fahren.

Und auch die Designer haben ihre Freude damit: LED-Scheinwerfer lassen sich sehr gut in die Fahrzeugfront integrieren. Auch die unterschiedlichsten Lichtmuster sind machbar, etwa zur Unterstreichung der Identität einer Fahrzeugmarke. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/rondoMobil/Oktober 2011)

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    foto: werk
  • LED-Scheinwerfer lassen sich sehr gut in die Fahrzeugfront integrieren.
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    LED-Scheinwerfer lassen sich sehr gut in die Fahrzeugfront integrieren.

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