Erstaunliches über die Zähne und Gene zweier Sandgräber

12. Oktober 2011, 19:07
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Sie verbringen ihr ganzes Leben unter der Erde: Erdbohrer und Nacktmull

London/Wien - Hässlich sind beide, aber das macht nichts. Denn sowohl der Nacktmull wie auch der Silbergraue Erdbohrer - Vertreter der in Afrika verbreiteten Sandgräber - verbringen ihr ganzes Leben unter der Erde, in die sie mit ihren Zähnen Gänge graben.

Ihre Beißerchen sind nicht nur scharf, sie wachsen beim Erdbohrer auch das ganze Leben lang nach. Doch das ist noch nicht alles: Wie Forscher im Fachmagazin PNAS berichten, werden die Backenzähne aufgrund des hohen Verschleißes auch von hinten nach vorne ersetzt.

Der mausgroße Nacktmull wiederum erstaunt vor allem deshalb, weil er bis zu 30 Jahre alt werden kann und nie an Krebs erkrankt. Auch aus diesem Grund wurde nun sein Genom (im Fachblatt "Nature") entschlüsselt. Das soll Aufschlüsse über die genetische Basis der Krebsresistenz, der Haarlosigkeit, der CO2-Toleranz und anderer exklusiver Nacktmull-Eigenschaften liefern. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 13. 10. 2011)

 

  • Faszinierend: Erdbohrer (oben) und Nacktmull (darunter)
    foto: seney ml, kelly da, goldman bd, šumbera r, forger ng

    Faszinierend: Erdbohrer (oben) und Nacktmull (darunter)

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