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Buenos Aires - Im Stammbaum der Wale klaffen nach wie vor einige Lücken. Bekannt ist mittlerweile, dass sie so eng mit den Paarhufern verwandt sind, dass beide Gruppen eigentlich eine gemeinsame bilden, und dass sie von landlebenden Vorfahren abstammen, die im Eozän ins Wasser wechselten. Aus dieser Übergangsphase ist aber noch nicht genug bekannt. Bislang liegen nur Fossilien von amphibisch lebenden Vorläufern wie dem Ambulocetus oder Pakicetus und bereits ausschließlich aquatisch lebenden Urwalen vor. Und der zeitliche Abstand zwischen diesen beiden Gruppen ist nun durch einen aktuellen Fund noch kleiner geworden.
Auf der Antarktischen Halbinsel, die südlich von Südamerika liegt, hat ein schwedisch-argentinisches Paläontologenteam nämlich 49 Millionen Jahre alte Fossilien eines Urwals entdeckt - genauer gesagt einen 60 Zentimeter großen Kiefer. Es handle sich um die ältesten bisher gefundenen Teile eines sogenannten Archaeoceten und die ersten in der Antarktis, erklärte die argentinische Paläontologin Claudia Tambussi am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires.
Das Exemplar gehöre der Familie der Basilosauridae an - zahnbewehrten räuberischen Riesen mit langgestrecktem Körper, die bereits ausschließlich im Wasser lebten. Deren älteste Vertreter wurden bislang auf 40 bis 41 Millionen Jahre datiert, also mit einigem zeitlichem Abstand zum "laufenden Wal" Ambulocetus. Das nun gefundene Tier hingegen lebte unmittelbar im Anschluss an dessen Ära, und vielleicht sogar zeitgleich mit ihm. Das antarktische Fossil beweise eine schnellere Entwicklung und Verbreitung der Urwale, als bisher angenommen wurde, sagt Tambussi (red/APA)
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