Javier Bardem wird neuer James-Bond-Widersacher

12. Oktober 2011, 14:56
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Filmtitel vermutlich "Skyfall" - Unter den weiteren Projekten: "Stolz und Vorurteil" in New York, Mickey Rourke in "Java Heat"

Los Angeles - Daniel Craig alias James Bond hat nun offiziell einen Widersacher: Javier Bardem wird im 23. Bond-Streifen den Bösewicht spielen, bestätigte er nun in der ABC-Nachrichtensendung "Nightline": "Ich freue mich sehr, weil meine Eltern mit mir immer in die Bond-Filme gegangen sind. Ich habe sie alle gesehen. Das zu spielen wird Spaß machen." Er habe sich bereits Anfang des Jahres mit Regisseur Sam Mendes getroffen, Details könne er aber nicht nennen. Wie der "Hollywood Reporter" weiter berichtet, soll der für einen Kinostart im Herbst 2012 vorgesehene Film bereits einen Namen haben. Laut dem Internetportal "Fusible.com" haben die Produktionsfirmen MGM und Sony Pictures Internet-Domains unter dem Namen "Skyfall - The Film" registriert. 

"Lost in Austen" 

Die Komödien-Spezialistin Nora Ephron ("Schlaflos in Seattle", "E-Mail für dich") will mit "Lost in Austen" eine Brücke zwischen dem heutigen Leben in Manhattan und dem 19. Jahrhundert in England schlagen. "Variety" zufolge soll Ephron für Hollywoods Sony Studio das Drehbuch schreiben und die Regie übernehmen, Sam Mendes steht als Produzent zur Seite. Die Story dreht sich um eine junge Frau in New York, die für die britische Schriftstellerin Jane Austen schwärmt. Plötzlich tritt die Romanfigur Elizabeth Bennet aus Austens "Stolz und Vorurteil" in ihr Leben und die Amerikanerin wird in die britische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts befördert. 2008 wurde der Stoff bereits als britische TV-Miniserie aufbereitet, damals schlüpfte Gemma Arterton in die Rolle der Romanheldin Elizabeth Bennet. Ephron brachte zuletzt als Regisseurin und Autorin "Julie & Julia" (2009) mit Meryl Streep als amerikanische Starköchin Julia Child auf die Leinwand.

"Java Heat" 

Mickey Rourke ("The Wrestler") und "Twilight"-Star Kellan Lutz lassen sich auf den Independent-Thriller "Java Heat" ein. Die Story dreht sich um die Verfolgung räuberischer Terroristen in Südostasien, berichtet "Variety". Lutz spielt einen amerikanischen Agenten, Rourke einen geldgierigen Juwelendieb, der Terrorplots schmiedet. Die Regie übernimmt Conor Allyn, der gemeinsam mit seinem Vater Rob Allyn auch das Drehbuch schrieb. Das Vater-Sohn-Team betreibt seit mehreren Jahren ein Filmstudio in Indonesien. Rourke und Lutz kennen sich bereits von den Dreharbeiten zu dem Action-Spektakel "Krieg der Götter 3D", das Mitte November in die Kinos kommt. Unter der Regie von Tarsem Singh mimt Rourke darin einen kriegerischen Feldherren.

"Utoya Island"

Ein geplanter US-Film über das Blutbad auf der Insel Utöya, dessen auf YouTube gestellter Trailer auf ein schlichtes Action-Konzept schließen lässt, sorgt in Norwegen für Verärgerung. Die Osloer Polizei habe die Produzenten aufgefordert, einen Trailer zurückzuziehen, berichtete die Zeitung "VG". Für die Angehörigen der 69 Todesopfer sei das Filmprojekt namens "Utoya Island" eine Qual. Der amerikanische Filmproduzent George Anton erklärte, einer der Beweggründe für das Projekt sei es, für strengere Waffengesetze zu werben. 

"One Shot"

  Normalerweise gibt Werner Herzog als Regisseur den Ton an, zuletzt  stellte er bei den Filmfestspielen in Toronto seine Dokumentation "Into The Abyss" über einen Dreifachmord in Texas und die Hinrichtung des Täters vor. Nun wechselt der 69-jährige Filmemacher an der Seite von Tom Cruise vor die Kamera. Wie "Variety" berichtet, übernimmt der Deutsche im Thriller "One Shot" die Rolle eines Verbrechers. Der Streifen nach einem Roman von Lee Childs dreht sich um einen früheren Militärpolizisten (Cruise), der einem fünffachen Mord auf die Spur kommt. Herzog soll einen ehemaligen Kriegsgefangenen spielen, der die Mordserie plante. Rosamund Pike, Richard Jenkins und Robert Duvall sind mit an Bord.  Die Regie übernimmt Christopher McQuarrie, der zuletzt die Drehbücher für "The Tourist" (2010) und "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat" (2008) lieferte. Sein Originaldrehbuch für den Film "Die üblichen Verdächtigen" (1995) wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.

"Django Unchained" 

Kurt Russell, der bereits in "Death Proof - Todsicher" für Quentin Tarantino vor die Kamera trat, dürfte eine Rolle in dem neuen Film des Star-Regisseurs übernehmen. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, soll Russell in dem Western "Django Unchained" Kevin Costner ersetzen, der kürzlich von dem Projekt abgesprungen ist. Costner war für die Rolle eines sadistischen Sklavenaufsehers vorgesehen. Gründe für seinen Rückzug wurden zunächst nicht bekannt. Der im Stil eines Spaghetti-Westerns gedrehte Streifen spielt Mitte des 19. Jahrhunderts im tiefen Süden der USA. Christoph Waltz übernimmt die Rolle eines Kopfgeldjägers, der sich mit dem befreiten Sklaven Django (Jamie Foxx) verbündet, um dessen Frau aus den Händen ihres weißen Herren (Leonardo DiCaprio) zu befreien. Samuel L. Jackson spielt die rechte Hand des brutalen Plantagenbesitzers. Tarantino will im November mit den Dreharbeiten beginnen.

"2 Guns"

Der isländische Regisseur Baltasar Kormakur steht in Hollywood hoch im Kurs. "Variety" zufolge will das Studio Universal den Action-Film "2 Guns" mit Mark Wahlberg in seine Hände legen. Mit Wahlberg und Kate Beckinsale dreht Kormakur gerade den Thriller "Contraband" ab. Es handelt sich um das Hollywood-Remake des isländischen Krimis "Reykjavik - Rotterdam: Tödliche Lieferung".  Kormakur verfasste das Drehbuch, produzierte und inszenierte den Original-Film und spielte darin auch noch mit. "2 Guns" dreht sich um einen Drogenfahnder und einen Undercover-Agenten der Marine, die sich unwissentlich bei ihren Ermittlungen gegenseitig ins Visier nehmen. Beide sind korrupt und kassieren Mafia-Gelder ab. Kormakur ist ebenfalls als Regisseur für die geplanten Filme "Everest" und "Viking" im Gespräch.

"Thanks for Sharing"

Die amerikanische Sängerin Pink, mit bürgerlichem Namen Alecia Moore, hat ihre erste größere Filmrolle bekommen. An der Seite von Gwyneth Paltrow, Mark Ruffalo, Tim Robbins und Josh Gad werde sie in der Sexsucht-Komödie "Thanks for Sharing" mitspielen, berichtet  "Variety". Die Story handelt von einer Gruppe von sexsüchtigen Leuten, die sich einer Therapie unterziehen, um wieder normale Beziehungen führen zu können. Pink soll in die Rolle einer Frau namens Dede schlüpfen, die sich für den von Gad ("Love & Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive") gespielten Patienten interessiert. Stuart Blumberg, der das Drehbuch für "The Kids Are All Right" geschrieben hat, gibt mit "Thanks for Sharing" sein Regiedebüt. Die Dreharbeiten haben vor kurzem in New York angefangen.

Dr. Seuss-Biopic

In  "Wenn Träume fliegen lernen" spielte Hollywood-Star Johnny Depp den schottischen "Peter Pan"-Schöpfer J.M. Barrie. Nun hat sich der Schauspieler eine weitere Autoren-Rolle vorgenommen: Depp will die Geschichte des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss auf die Leinwand bringen, berichtete der "Hollywood Reporter". Depp, der zuletzt in dem "Fluch der Karibik"-Abenteuer "Fremde Gezeiten" zu sehen war, übernimmt die Produktion und möglicherweise auch die Hauptrolle. Der 1991 gestorbene Schriftsteller Theodor Seuss Geisel, mit dem Pseudonym Dr. Seuss, hat weltweit mehr als 200 Millionen Bücher verkauft. Nach einer Karriere als Cartoon-Zeichner schrieb er seit den 1950er Jahren zahlreiche Kinderbücher, die zu Klassikern wurden, darunter "Der Kater mit Hut" und "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat". Beide Bücher wurden auch verfilmt.

"Twelve Years a Slave"

 Der deutschstämmige Schauspieler Michael Fassbender (34) will zum dritten Mal mit dem britischen Regisseur Steve McQueen drehen. Wie das US-Branchenblatt "Variety" am Mittwoch berichtete, wollen sie "Twelve Years a Slave" Anfang nächsten Jahres in Angriff nehmen. Bei den Filmfestspielen in Venedig hatte Fassbender für seine Rolle als sexsüchtiger Mann in McQueens "Shame" im September den Preis als bester Darsteller gewonnen. Zuvor hatte der in Heidelberg geborene Sohn eines Deutschen und einer Irin auch in McQueens Debütfilm "Hunger" mitgespielt. Für diese Rolle speckte er rund 20 Kilogramm ab, um das Verhungern eines in Hungerstreik getretenen Gefängnisinsassen glaubhaft darstellen zu können. "Twelve Years a Slave" basiert auf der wahren Geschichte eines New Yorker Mannes, der 1841 in Washington gekidnappt und zwölf Jahre später vom Sklavendienst auf einer Baumwollplantage in Louisiana befreit wurde. Chiwetel Ejiofor übernimmt eine weitere Rolle.

"The Company You Keep"

 Die Starbesetzung für Robert Redfords Polit-Thriller "The Company You Keep" wächst weiter an. Nun spielen auch Anna Kendrick ("Up in the Air"), Brendan Gleeson ("Brügge sehen... und sterben?") und Terrence Howard ("L.A. Crash") neben Shia LaBeouf, Susan Sarandon, Julie Christie, Nick Nolte, Chris Cooper und Richard Jenkins mit, berichtet "Variety". Redford, der zugleich Regie führt, spielt einen Anwalt, der von seiner Vergangenheit als Anhänger der radikalen Gruppe "Weather Underground" eingeholt wird. Er wird als Todesschütze beschuldigt und muss ein ehemaliges Mitglied finden, das seine Unschuld beweisen kann. LaBeouf mimt einen jungen, ehrgeizigen Reporter, der die wahre Identität des Ex-Radikalen enthüllt. Kendrick und Howard schlüpfen in die Rollen von FBI-Beamten. Die Story beruht auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gordon. Die Dreharbeiten im kanadischen Vancouver sind kürzlich angelaufen.

Disney: Weitere 3D-Neufassungen

Nach dem großen Kassenerfolg der 3D-Version vom "König der Löwen" plant der US-Unterhaltungskonzern Disney weitere dreidimensionale Neuauflagen seiner modernen Klassiker. Eine 3D-Fassung von "Die Schöne und das Biest" komme im Jänner auf die Leinwände, teilte der Präsident der Walt Disney Studios, Alan Bergman,  mit.  Im September 2012 solle dann eine 3D-Version von "Findet Nemo" folgen. Für Jänner 2013 sei eine dreidimensionale Variante der "Monster AG" geplant, im September dann die Neuauflage von "Arielle - Die Meerjungfrau".   (APA)

  • Bardem hatte 2008 für seine Darstellung des kaltblütigen Killers
in "No Country for Old Men" einen Oscar für die beste Nebenrolle
erhalten.
    foto: universal

    Bardem hatte 2008 für seine Darstellung des kaltblütigen Killers in "No Country for Old Men" einen Oscar für die beste Nebenrolle erhalten.

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