Taxi-Innung

Undercover-Tester sollen Missstände aufdecken

12. Oktober 2011, 12:12
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    foto: derstandard.at/blei

    Die Englischkenntnisse der Taxler in Wien sollen nicht verbessert: "Wir leben in einer Stadt, in der Deutsch gesprochen wird"

Bei groben Verfehlungen droht Lizenzentzug - Innungschef sieht keinen Handlungsbedarf bei Englischkenntnissen

Wien - Teure Umwege, verweigerte Fahrten, kaum Englischkenntnisse: Bei einem kürzlich durchgeführten Qualitätstest des ADAC schnitten Wiener Taxler im Europavergleich äußerst mies ab. Auch bei einem "Mystery-Guest"-Test von Wien-Tourismus wurden beklagt, dass ein Viertel der Fahrten mangelhaft waren (siehe Bericht: Wien-Tourismus rügt Taxler und fordert einheitliche Optik). Nun kündigte die Taxiinnung Maßnahmen an. Schon bald werden sich Undercorver-Tester durch die Stadt chauffieren lassen und Missstände dokumentieren. Werden grobe Verfehlungen festgestellt, müssen betroffene Lenker mit dem Entzug ihrer Lizenz rechnen. In Sachen Englischkenntnisse sieht die Taxiinnung allerdings keinen Handlungsbedarf.

Wann das sogenannte "Mystery-Shopping" startet, steht noch nicht fest. Man sei noch in der Koordinierungsphase. "Wir nehmen dafür viel Geld in die Hand", verwies Christian Gerzabek, Fachgruppenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer, am Mittwoch auf die budgetierten 40.000 Euro "in der ersten Tranche". Die Profischnüffler sollen nämlich zwecks permanenter Qualitätskontrolle zu einer permanenten Einrichtung werden. Und dieser Schritt sei bereits vor Veröffentlichung des Tests, bei dem Wien nur den 22. von 24 Plätzen belegte, beschlossen worden, versicherte er in einer Pressekonferenz.

Reform der Taxiprüfung

"Der Taxi-Test war nur eine kleine Blitzlichtaufnahme", da von den ADAC-Prüfern nur zehn Fahrten getätigt worden seien. "Aber ich gebe zu, dass es Mängel gibt", gestand der Innungschef teils "erhebliche Defizite bei Lenkern" ein. Die bereits im Vorjahr in Kraft getretene Reform der Taxiprüfung habe hier allerdings schon einiges verbessert. So werde höheres Augenmerk auf die "persönliche Qualität" der Lenker und auf Deutschkenntnisse gelegt. Außerdem: "Die Ortskenntnisse sind nicht so schlecht, wie es immer heißt."

Das miese Abschneiden Wiens wurde u.a. auch damit begründet, dass die Englischkenntnisse der hiesigen Fahrer zu wünschen übrig ließen. Diesen Punkt gedenkt die Innung allerdings nicht zu forcieren. "Wir leben in einer Stadt, in der Deutsch gesprochen wird", argumentierte der Fachgruppenobmann. Außerdem sei dieses Kriterium etwa beim Testsieger Barcelona auch nicht abgefragt worden. Er habe sich erkundigt, versicherte Gerzabek. Nicht zu vergessen, dass sich Wiens Taxibranche aus zahlreichen Ethnien zusammensetze und damit eine entsprechende Bandbreite an Idiomen abgedeckt werde. (APA)

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Tanja Strütmatter
02
14.12.2011, 00:48

"Wir leben in einer Stadt, in der Deutsch gesprochen wird", argumentierte der Fachgruppenobmann.--dies können die meisten Fahrer allerdings ebenfalls nicht!

hitectaxi
01
14.10.2011, 13:48
Deutsch ist ein Muß für die Taxilenker, damit sie

einen Eignungstest (Sprache, Fahren, Toleranz, usw.) und eine professionelle Ausbildung mit Weiter- und Fortbildung erfolgreich bestehen können. Sie sind schließlich meist die ersten Ansprechpartner der Stadt. Außerdem sollte man sich darüber Gedanken machen, dass die Fahrgäste nicht nur Kunden und Arbeitgeber der Taxifahrer sind.
gute Fahrt
hitectaxi

SoSo99
02
13.10.2011, 08:55
Englischkenntnis? – DEUTSCH-Kenntnis wäre gefragt!

Als Wiener Taxikunde passiert es mir immer öfter, dass die Fahrer der Deutschen Sprache kaum bis gar nicht mächtig sind - es bereits bei der Bekanntgabe des Fahrzieles Verständigungsprobleme gibt!

Wie bitte konnten diese Fahrer die Taxilenkerprüfung ablegen?
Ergo fahren jene „schwarzen Schafe“ auch noch strikt nach der Optik der Navigationsgeräte (wenn vorhanden), egal wie die Verkehrslage aussieht.

Erwische ich einen Taxilenker der „alten Riege“ gibt es von mir ein Dankeschön an das Universum, dann bin ich gewiss schnell und mit korrektem Preis-/Leistungsverhältnis am Ziel.

Deshalb halte ich Überprüfungen im Sinne einer firmenübergreifenden Qualitätssicherung durchaus für sinnvoll!

der schwitzbär der schwitzt sehr
21
12.10.2011, 20:07
bei den schwächsten Gliedern der Gesellschaft fängt es an

bald auch an Ihrem Arbeitsplatz!

Emiliano Zapata
 
21
12.10.2011, 19:20
undercover-tester der innung

kann mir ja vorstellen wie das laufen wird. der steigt ins taxi ein, sagt "guten tag, ich bin von der taxi-innung. aber tun sie so als wär ich nicht da. und jetzt fahren sie mich bitte nach..."
und entsprechend werden auch die ergebnisse sein...

Abodroc
15
12.10.2011, 18:22
der kürzeste weg...

was die leut "glauben" was der kürzeste oder schnellste weg sei, ist teilweise an lächerlichkeit nicht zu überbieten.

man fährt ganz gut damit die kunden selber ansagen zu lassen was er will. ist lukrativer als den kürzesten weg zu fahren und sich die jammerei anhören zu müssen das sei nicht der kürzeste weg.

aber reden wir mal nicht von den fahrern, reden wir von den kunden! was man da manchmal durch die straßen fahren MUSS (es gibt beförderungspflicht, mit wenigen ausnahmen)

es gibt leute die ein taxi mit einer bedürfnissanstalt verwechseln (mit ALLEN(!) bedürfnissen die es so gibt)
es gibt leute die kein geld haben und rabatz machen wenns ans zahlen geht.
ein blaues aug fängst dir da schnell.

hat alles 2 seiten.

Tanja Strütmatter
00
14.12.2011, 00:51
???? Ich benutze SEHR oft Taxis und in den seltensten Fällen KENNEN die Fahrer überhaupt den Weg, zumindest ist dies ohne Navi der Fall.

Chocoholic
31
12.10.2011, 22:36
habe das eine Zeit lang ausprobiert: taxler immer seine Route fahren lassen.

90% war ich um mindestens 2-3 Euro teurer, also ca. 10-20%.
das Gschichtl koennenS also wem andern erzaehlen.

Majestix
 
02
12.10.2011, 19:50
So wie wohl jeder Job......

Abodroc
02
12.10.2011, 21:01
na... wenn ich da an ein paar schnösel denke

die in ihrem lebtag noch nichteinmal den ansatz von leistung erbracht haben und trotzdem immer schön obenauf schwimmen wage ich das mit den "2 seiten" zu bezweifeln.

wenn einer wo oben sitzt können sie sicher sein ist es entweder ein mieser charakter, ein glückskind von geburt an oder ein günstling.

die einzige schattenseite ist der üble leumund, aber was stört es die krätze wenn sich die haut an ihr reibt?

ein braver fleißiger hat einfach keine zeit und talent für intrigenspielchen. darum bringt ers auch zu nichts und wenn doch wird er dort schnell wieder abgesägt oder ausgebootet.

oder er ist repräsentant, wie "majestix" *g* und hat eigentlich nichts zu melden.

masterpiece
00
14.12.2011, 07:59
was bitte sind "schnösel" ? ihre argumentation scheint ihr sehr emotional und von neid gegenüber anderen denen es besser geht getrieben zu sein.

finden sie dass dies der richtige diskussionsansatz ist?

styliann
01
12.10.2011, 16:23

also in barcelona bin ich mit englisch bei den 5 taxifahrten die ich gemacht habe gut durchgekommen.

politisch verfolgt
22
12.10.2011, 16:56
in barzellona ((c) hanse krankl)

haben sie sich auf die wochenendlich zu zigtausenden einfallenden bobos aus nordeuropa halt schon gut eingestellt.

Camino
04
12.10.2011, 15:36

Fahre seit einem Jahr oft mit dem Taxi durch Wien und kann es nur bestätigen.
Ohne Nawi sind 90% total aufgeschmissen. Einmal ist es mir sogar passiert, dass mir ein Taxler seinen Stadtplan in die Hand gedrückt hat und ich ihm den Weg ansagen mußte. So gesehen überrascht mich dieses Ergebnis überhaupt nicht.
Wenn ein Taxler ohne Nawi und nachfragen den Weg kennt bin ich regelmäßig erstaunt, diese sind aber leider die Ausnahme

frankiegoes
03
12.10.2011, 15:21
's gibt solche und solche

wie bei allem und überall. Hatte neulich Taxler mit offensichtlichem Migrationshintergrund, freundlich, höflich, Auto sauber. Bin grad als ich mich über vermeintlichen Umweg aufregen wollte draufgekommen, dass er nur den Baustellenbereich Währinger Strasse / Nussdorfer Strasse umfahren hat, wo er sicher gute 15 min Stehzeit lukrieren hätte können.
Die besten in Europa sind mMn immer noch die Londoner, hat mich mal einer mitten in der Nacht im Regen umsonst nach Hause gefahren weil ich kein bares mehr hatte und die Bankomatkarte nicht wollte. Lustig wie anstrebende Taxler mit dem Moped die 'Knowledge' lernen. Abgezockt wird man auch als Ausländer selten, es gibt (z T als Fremde getarnte) vesteckte Ermittler der Behörde.

A ndreas Bogeschdorfer
112
12.10.2011, 15:16
"Wir leben in einer Stadt, in der Deutsch gesprochen wird",

"Mir san mir. Mir brauchen mir kane Touristen und Gschäftsreisenden net, soin daham bleibn, Sch..ß Ausländer."

Funktionäre aller Art sind in Österreich überwiegend nur noch peinliche Nummern.

hayseed
02
12.10.2011, 21:19

Wer braucht schon Tourismus, ist doch nur ein großer Teil unseres BIPs.

politisch verfolgt
01
12.10.2011, 15:16
übrigens:

die app "mytaxi" ist ganz gut. da kann man immer schauen, wo der taxler, mit dem man gute erfahrungen gemacht hat, gerade ist und ihn auch anrufen. auf diese weise würden schwarze schafe von den kunden aussortiert, weil sie einfach keiner mehr bestellen würde.

le_serin
00
13.10.2011, 10:18
die app "mytaxi" ist ganz gut. da auf diese weise werden schwarze schafe von den kunden aussortiert

leider werden in den funkzentralen die schwarzen schafe NICHT aussortiert. auch ein scharzes schaf bring funkgebühren

politisch verfolgt
00
13.10.2011, 21:27
mytaxi

ist eine deutsche firma und hat nichts mit den wiener funkzentralen zu tun. es ist erst in der anfangsphase und spinnt manchmal, aber es ist eine alternative.

Kra Wuzikabuzi
03
12.10.2011, 15:15
gibts die taxi-prüfung wirklich noch ??

falls ja, in welcher sprache ?
kommt da jeder durch der wien auf der europakarte im 1000km radius findet ?

vor drei jahren hat ein nordafrikaner den wiener flughafen nicht gefunden...aber ich wollte es ihm nicht ansagen, alles hat seine grenzen...

politisch verfolgt
10
12.10.2011, 16:39
das ist aber schon gemein

weil der wiener flughafen ist ja gar nicht in wien. da kann der arme lange im stadtplan suchen. ;o)

BeachBuddy
00
12.10.2011, 15:12

Ohne jetzt rassistisch sein zu wollen, aber um die Missstände festzustellen braucht man nur in ein Taxi reinzusehen.
In Österreich spielt dies leider immer noch eine große Rolle um etwas zu bewerten.
Oder will mir jemand erklären dass ausländische Taxifahrer grundsätzlich die bessere Bewertung erhalten?

mephisto666
01
12.10.2011, 15:12

das thema englisch sehe ich weniger als grosses manko.
meine zeit als taxler ist schon lange her, nur damals (80/90er) waren touristen als fahrgäste eine vernachlässigbare grösse (von ~20-25 fuhren/nacht max. 1 tourist mit dem ich englisch gesprochen hab - ja gibt auch taxler die englisch können ;-)
ärgerlich ist eher das verlassen der taxler auf ihr navi, war man einst wirklich auf ortskenntnisse angewiesen um gut zu verdienen (funksperren) ist das heute nahezu egal dank datenfunk und navi.
da ist auch die herkunft des fahrers ziemlich egal, es gibt öseterr. mit miserablen ortskenntnissen und migranten mit sehr guten. kommt immer auf die person an.
letzteres gilt auch für fahgäste - wie man in den wald ruft....

Flood
00
12.10.2011, 15:05

Ich finde ja interessant, dass in beiden Fällen - ADAC-Test und Taxiinnung - nicht auf das Fahrkönnen der Fahrer eingegangen wird. Bei meinen 4 letzten Taxifahrten hätten 3 Fahrer keinen Schein haben sollen. Automat oder Handschaltung, mit beidem konnte man nicht umgehen. Bei einem musste ich mich fürchten, wie er im 2. Gang mit 70 durch enge Gassen gebrettert ist und vor "Hupferln" nicht einmal das Gas gelupft hat.

Dabei natürlich gleichzeitig mit einer Hand und eineinhalb Augen am GPS, weil's die halbe Fuhr' lang dauert, bis man den langen Strassennamen eingegeben hat.

Nur einer war aus der alten Schule. Guter Chauffeur, kein GPS, perfekte Ortskenntnis.

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