Jeden Dienstag werden die Daten des Dienstes aktualisiert
Wien - Ab sofort informiert der Gesundheitsdienst der Stadt Wien wieder online über die Entwicklung der Grippeerkrankungen in Wien. Jeden Dienstag werden die Daten des Grippemeldedienstes aktualisiert und in einer Grafik dargestellt. Auch heuer wird der Grippeverlauf der vergangenen Jahre zum Vergleich in der Grafik abgebildet.
In der letzten Grippesaison hat der Grippemeldedienst im Zeitraum von Oktober 2010 bis April 2011 rund 284.000 Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten ausgewiesen. Rund 130.000 Erkrankungsfälle entfielen davon in den Zeitraum der eigentlichen Grippewelle, die von Ende Jänner bis März 2011 dauerte und mit einem relativ milden Verlauf auch hinter der Grippesaison 2009/2010 zurücklag.
Abschätzung der Erkrankungswelle
Mit dem Grippemeldedienst kann die Gesundheitsbehörde das Ausmaß und die Entwicklung der Erkrankungswelle abschätzen und im Falle eines außergewöhnlichen Anstieges das Gesundheitssystem vor besonderen Belastungen vorwarnen. Eine Gruppe von niedergelassenen Ärzten meldet jedes Jahr ab Oktober über einen Zeitraum von mehreren Monaten jeweils ein Mal pro Woche die Anzahl an grippalen Infekten und Grippeerkrankungen an den Grippemeldedienst der Magistratsabteilung 15. Diese Daten werden dann auf Wien hochgerechnet und ergeben die Anzahl der wöchentlichen Neuerkrankungen an grippalen Infekten und Grippeerkrankungen in Wien.
Die Daten des Wiener Grippemeldedienstes fließen auch in die Bewertung der Grippeaktivität durch das Departement für Virologie der Medizinischen Universität Wien ein, welches in Abhängigkeit der Analyseergebnisse aus den österreichweiten Meldedaten und den vorliegenden virologischen Daten sowohl den Beginn als auch das Ende einer Grippeepidemie in Österreich bekannt gibt. (red)