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Wien - Das öffentliche Streckennetz in Wien kann sich sehen lassen: Auf 910 Kilometern (entspricht etwa der Entfernung von Berlin nach London) werden jährlich 720 Millionen Passagiere befördert. Und das ab Mai 2012 für einen Euro am Tag für Jahreskartenbesitzer.
Die Preise für Busse und Straßenbahnen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Allen voran liegt Salzburg (zum Vergleich: 200 Kilometer Strecke) mit 465 Euro im Jahr und 46,50 Euro im Monat. Auch das Schwarzfahren hat dort seinen Preis: 72,10 Euro kostet es, in der Festspielstadt ohne gültiges Ticket erwischt zu werden, wobei 12,10 an den Österreichischen Wachdienst (ÖWD) ergehen, der im Namen der Salzburg AG die Kontrollen durchführt. Auch in Linz führt der private Anbieter die Kontrollen durch, was 50 Euro und mehr kosten kann. Das Jahresticket ist hier um 378 Euro zu haben, das Monatsticket um ein Zehntel des Jahrespreises.
In Tirols Hauptstadt Innsbruck schlägt das Jahresticket für die Öffis mit 432,90 Euro zu Buche, im Unterschied zu Wien ist jedoch ein Halbjahresticket um knapp 220 Euro erhältlich. Auch die Grazer können das halbe Jahr zum Beispiel mit dem Fahrrad fahren und für 195 Euro eine Halbjahreskarte erstehen. Ein weiterer Unterschied zu Wien: Die Grazer können die Monatskarte (38,20 Euro) zu jedem beliebigen Datum entwerten - nicht nur zu Monatsbeginn. Besonders günstig ist die Jahreskarte in Klagenfurt (260 Euro) und in St. Pölten (350 Euro).
Osteuropäische Hauptstädte wie Prag (Jahreskarte um 190 Euro, Monatskarte etwa 22 Euro) wurden von den Wiener Linien nicht in den internationalen Vergleich (siehe Grafik) aufgenommen, Die Kaufkraft sei dort so niedrig, dass man die Preise nicht vergleichen könne, argumentieren die Verkehrsbetriebe. (juh, DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2011)
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