Erstmals weniger Tuberkulose-Neuerkrankungen

Laut WHO gab es 2010 so wenige Todesopfer wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr

Washington - Die Zahl der weltweit neu an Tuberkulose erkrankten Menschen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2010 erstmals gesunken.

Zudem habe die Infektion im vergangenen Jahr so wenig Todesopfer gefordert wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr, teilte die WHO am Dienstag in Washington mit. Seit 1990 sei die Zahl der Neuerkrankungen um 40 Prozent gesunken.

Dennoch weit verbreitet

Dennoch ist die chronisch verlaufende Krankheit nach Ansicht der WHO noch viel zu weit verbreitet. Rund 8,8 Millionen Menschen hätten sich 2010 mit ihr angesteckt, 1,4 Millionen seien daran gestorben. Vor allem in Afrika verlaufe der Kampf gegen die Tuberkulose teilweise noch zu stockend. Insgesamt fehle weltweit eine Milliarde Dollar (730 Millionen Euro), um auch 2012 entschieden gegen die Ausbreitung vorzugehen.

Einer der drei größten "Killer"

Die Tuberkulose gehört neben HIV/AIDS und Malaria zu den drei größten "Killern" unter den übertragbaren Krankheiten. Sie trifft meist Jugendliche und junge Erwachsene und befällt vor allem die Lunge, aber auch andere Organe.

Die Erreger sind stäbchenförmige Bakterien. Symptome sind unter anderem Müdigkeit, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit und Fieber. In der Regel kann eine Tuberkulose mit Antibiotika behandelt werden. (APA)

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