Wissenschaftsministerium, uniko und ÖH einigen sich auf "prognosestärkere Regelung"
Wien - Für die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) war die Uni-Voranmeldung der "Flop des Jahres", den Universitäten hat sie nicht die gewünschte Planbarkeit gebracht. Ein Ersatz für das Modell ist nach einem Gespräch von ÖH, Universitätenkonferenz (uniko) und Wissenschaftsministerium am Dienstagnachmittag noch nicht gefunden - man habe sich aber auf eine "prognosestärkere Regelung geeinigt", wie es in einer gemeinsamen Aussendung heißt.
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hatte sowohl ÖH-Vorsitzende Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) als auch Margret Friedrich, Vorsitzende des uniko-"Forum Lehre", zu einem "konstruktiven Arbeitsgespräch", so der Minister, geladen. Detailergebnisse brachte das vorerst nicht, laut Ministerium gebe es "noch internen Informations- und Abstimmungsbedarf mit dem Koalitionspartner und den entsprechenden Gremien".
Gesprächsbedarf bei verpflichtender Studienberatung
Die uniko hatte im Vorfeld bereits mehrfach die Vorverlegung der Inskriptionsfrist zwei Wochen vor Semesterstart vorgeschlagen, um frühzeitig auf Nachfrage reagieren zu können. Ein Gespräch mit der ÖH heute Vormittag hat diesbezüglich noch keine Einigung gebracht.
Gesprächsbedarf gibt es auch weiterhin bei der ab Wintersemester 2012 geplanten verpflichtenden Studienberatung. Die uniko hatten einen diesbezüglichen Verordnungsentwurf des Ministeriums "vehement" abgelehnt und "an seiner Sinnhaftigkeit und seinem Nutzen gezweifelt". Töchterle hält zwar weiterhin an dem Ausbau der Studienberatung fest, "die zuletzt geplante Verpflichtung dürfte aber einen erheblichen und zum Teil unnötigen bürokratischen Mehraufwand mit sich bringen". Die Bedenken der Hochschulpartner sollen "sehr ernst genommen" werden, weitere Gespräche folgen. (APA)