Jugendschutz

Großbritannien: Internet Provider wollen Porno-Seiten sperren

Bericht | 11. Oktober 2011, 16:15
  • Artikelbild
    foto: screenshot/derstandard.at

    Seiten wie diese sollen in Großbritannien gesperrt werden

Wenn Briten einschlägige Websites besuchen möchten müssen sie das zukünftig ihrem Provider mitteilen

Wie sowohl The Guardian als auch The Telegraph berichten, werden Internet Service Provider (ISP) in Großbritannien zukünftig Webseiten mit pornografischem Inhalt sperren. Möchten Kunden weiterhin Zugriff auf einschlägiges Material haben, müssen sie das dem Provider mitteilen.

Opt-In

Wie diese Opt-In-Funktion aussehen, soll am Dienstag 11. Oktober bei einem Treffen des britischen Premier mit der christlichen Organisation "Mothers' Union" bekanntgegeben werden. Die vier größten Provider, British Telecom, Sky, Talktalk und Virgin, haben das Abkommen unterzeichnet.

Parentport

Als Grund für die Internetsperren wird der Schutz der Kinder angegeben. Besorgte Eltern können sich auf der Website Parentport über sexuelle Inhalte beschweren.  Betrieben wird die Website von mehreren britischen für Medien zuständige Kontrollbehörden.

Unterstützung im Kampf gegen Nacktheit

Im Juni 2011 hat David Cameron in einem Schreiben an die Chefin der "Mothers' Union", Reg Bailey, Unterstützung in ihrem Kampf gegen die Vermarktung von Sexualität erklärt. Bei dem Treffen soll auch ein restriktiveres Vorgehen gegen Nacktheit in der Werbung ankündigt werden.

Vier Prozent der meist besuchten Websites

Wie Forbes schreibt, sind laut einer im September 2011 erschienen Studie nur vier Prozent von den eine Million Websites mit den meisten Visits, Seiten mit pornografischen Inhalt. (soc)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 253
1 2 3 4 5 6
KammerlExperte
00
13.10.2011, 21:06
Bei dieser Thematik muss sicherlich noch viel geklärt und diskutiert werden.

Eines sollte man aber nicht vergessen, vor dem Web-
Kontinent gab es Erwachsene, die unseren Kinder
keine Hustler verkauften und auch aus dem Porno-
laden rausschickten. Bitte auch nicht den verstorbenen
Anti- Pornokämpfer Humer zu vergessen ;-).

Raptor Jesus
01
13.10.2011, 20:49
Schwachfug!

Es soll nur die traditionelle Porno-Industrie gestärkt werden, da online zu viele Amateure ihren eigenen P0rn ins Internet stellen.
Als ob irgendwelchen Christen es um die Jugend geht und Ahnung haben wie man einen PC, geschweige denn Internet bedient! Was braucht man übers Internet zu wissen. Es ist da, es ist Böse, es muss bekämpft werden.

Moral? Bitte! Meine Erfahrung ist, jeder ist käuflich.

Lightning_Cock
00
13.10.2011, 12:46
Danke.

Scheiß Jugend.

Kiss my (_Y_)
00
13.10.2011, 08:36

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben:
wo ist denn mein p0rn geblieben?

Mister Thomson
00
12.10.2011, 20:38
da gibts gar kein Herumgerede...

N E I N !

Sonstwer
03
12.10.2011, 19:40
wenn es eine Porno-Sperre und eine Porno-Datenbank gibt

wird die sicher früher oder später veröffentlicht

und dann stürzen sich die Medien darauf welcher Bürger, Promi Politiker oder Glaubensträger sich die Pornoseiten hat freischalten lassen

KammerlExperte
00
13.10.2011, 20:40
Das dürfte aber nur mehr Bildleser aus Hintertupfing

interessieren und die Generation after sex.

Blöd halt wenn sie in den div. Glaubenszentren die Dosen freischalten lassen.

Die Liste von den scheinheiligen Schwellkörpern würde
mich sehr interessiern.

Sonst Daumen hoch, wer Kinder hat kann gar nicht
genug kontrollieren.

HonZ
00
12.10.2011, 19:23

ja schönen guten abend, ich bitte um erlaubnis mir morgen abend etwa gegen 18 Uhr pornografisches material auf der seite "xxxxx" anzusehen.
mit freundlichen Grüßen...

Nicht Sicher
00
12.10.2011, 18:52

aber, aber, das internet ist für p0rn!

dasGrausen
02
12.10.2011, 14:26

Artikel schlecht formuliert?

Bei "Heise" klingt das weniger gezwungen:
"Britische Provider bieten Porno-Blockade an"

http://www.heise.de/newsticke... 59838.html

KammerlExperte
00
13.10.2011, 20:41
Auch die eigentliche Pressemitteilung war

fachlich besser ausgearbeitet.

schuetzke
00
12.10.2011, 13:41
Hmm..........

Als ich den Artikel las dachte ich zuerst es handelt sich um die USA, aber nein es geht tatsächlich um ein Land innerhalb Europas

r41|\|3r
02
12.10.2011, 17:27

keine sorge, immerhin bleibt die zensur innerhalb von ozeanien: http://upload.wikimedia.org/wikipedia... tkarte.png

AlliGator
00
12.10.2011, 20:41

So retro sind IngSoc und das Ministerium für Wahrheit also auch wieder nicht...

au contraire
00
12.10.2011, 15:27

Aber immerhin liegt dieses Land auf einer Insel... ;)

KammerlExperte
00
13.10.2011, 20:42
Und sie drinken warmes Bier ;-).

DD1981
01
12.10.2011, 13:36

Das ist wie das Verbot vom Sex im Elternschlafzimmer anstatt einfach den Tip zu geben die Türe zu schließen.

Das die Türe zu ist, dafür muss auch jeder selbst sorgen. Also kann auch jeder dafür sorgen das die Türen zu den "bedenklichen" Seiten für Kinder gesperrt sind. Gibt genug Software die sogar der DAU bedienen kann.

Faeryl
00
12.10.2011, 14:06

das problem ist meist das es genausoviel software gibt die die sperren umgehen und auch DAU-tauglich sind

Guhl der Shampoonierte
03
12.10.2011, 23:14
Also ganz ehrlich

wenn Sie ein Kind haben, dass in der Lage und Willens ist Software zur Umgehung eines Content-Filters zu verwenden sollten Sie sich schleunigst daran machen diesem den verantwortlichen Umgang mit Sexualität inklusive Pornographie beizubringen.

Sperren egal ob beim Provider oder am PC können nur dabei helfen ein zufälliges unvorbereitetes Hineinstolpern von Kindern zu verhindern. Ein Jugendlicher der Pornographie konsumieren will wird Pornographie konsumieren, dagegen hilft keine Sperre, egal an welcher Stelle.

Nessus
00
12.10.2011, 14:49
Das wahre Problem ist die Definition von "Porno"

Für einen ist der nackte Bauchnabel schon unerträglich, dem anderen macht auch härtester Porno nix. Also, nach welchen Kriterien soll gefiltert werden?

Außerdem: es müsste erst einmal alles in Echtzeit ausgewertet, gegebenenfalls vorher entschlüsselt, werden, um es dann als Porno einordnen zu können - die Konsequenzen sind erschreckend. Jedes Bild kontrollieren??

Da ergibt sich ein derartiger Rattenschwanz an Problemen, mit dem die Kontrollfans in der Politik wahrscheinlich gar nicht rechnen.

KammerlExperte
00
13.10.2011, 20:45
Ihnen kann geholfen werden ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Pornografie

oben ohne am Strand ist ganz sicher nicht mit
Porno gemeint.

Liberaler Atheist
01
12.10.2011, 13:08

Ich habe David Cameron bisher für einen guten Premier gehalten. Dieses Ausmaß an Prüderie, Unterwerfung unter die Religionen und Knebelung der Meinungsfreiheit hätte ich ihm nicht zugetraut.

*plonk*

Christ Kind
01
12.10.2011, 13:07
ah, das ist schon sehr, sehr interessant

es gibt ja genuegend Software fuer Eltern, die gerne die Ihalte, die sich ihre Kinder zu Gemuete fuehren, filtern koennen, zwangslaeufig stellt man sich die Frage, warum DAS nicht die Antwort vom Hrn Premier war, sondern er freudig auf diesen Zug aufspringt..... und schon ist klar.

KammerlExperte
00
13.10.2011, 20:59
Sie dürften anscheinend noch nie ernsthaft mit

so einer Software gearbeitet haben.

Die ist nämlich für nix und wiedernix.
Entweder muss ihr Kind wegen jeder Webadresse eine
Freischaltung holen, oder Sie sitzen daneben
und deswegen pfeifen auch einige Eltern auf
solche Sperren.
Da werden auch Seiten wie derstandard gesperrt,
da sich u.A. Krieg, Mord etc. in den Inhalten befindet.

Schwierig für Eltern mit Kindern zwischen 10-14j.
Welche schon Einiges für div. Referate etc.
recherchieren sollen. Bei den Kleinen geht es noch
halbwegs, die schauen sich meist nur Lernsw, oder div.
Kinderseiten an.

Geben Sie mal "Balls" in der Google Bildersuche ein, bei
mir kam gleich weiter unter eine gepiercte Brustwarze.

Ok ist kein Porno sondern Körperschmuck ;-) finde ich
auch nicht schlimm.

Animation
 
02
12.10.2011, 13:05
die generation muss selbst lernen damit umzugehen

unsere aufgabe ist sie nicht in einem überwachungsstaat aufwachsen zu lassen

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 253
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.