Befürchteter Anstieg blieb aus - An Wirtschaftsuni zum Ende der Inskriptionsfrist gleich viele Neueinschreibungen wie im Vorjahr, an Boku nur etwas mehr
Wien - Der befürchteten Ansturm deutscher Studenten dürfte wohl ausbleiben, zumindest an der Universität für Bodenkultur (Boku) und der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Ein Blick auf die Zahl der Neueinschreibungen zeigt an der WU zum Ende der Inskriptionsfrist keinen Zuwachs: Wie schon im Vorjahr haben sich rund 4.100 Studenten neu eingeschrieben. An der Boku waren es zum Fristende mit rund 1.800 zwar 300 mehr als im Vergleichszeitraum 2010, das hat laut Studienabteilung aber vor allem technische Gründe.
An allen Unis läuft noch bis Ende November eine Nachfrist, in der die Inskription noch möglich ist. An der Boku rechnet man aber nur noch mit geringen Steigerungen, im Studienjahr 2010/11 gab es rund 2.000 Neuinskribierte für ein Bachelor-, Master- oder PhD-Studium bis zum Ende der Nachfrist. Ein massives Plus, wie es die erstmals genutzte Uni-Voranmeldung vermuten ließ, werde es nicht geben. Dabei hatten sich rund 7.300 Personen für ein Boku-Studium vorab registriert; dies war heuer erstmals Voraussetzung dafür, sich einschreiben zu können.
WU auch ohne Plus überlastet
Auch im Rektorat der WU wird damit gerechnet, dass sich die endgültige Zahl der Neueinschreibungen mit Ende der Nachfrist bei jener des Vorjahres einpendeln wird. Damals waren es rund 5.200 Neuanfänger, 16 Prozent weniger als im Studienjahr 2009/10. Allerdings betont eine Sprecherin, dass es schon jetzt fast fünfmal so viele Studienanfänger wie Plätze gebe. "Selbst wenn wir kein riesiges Wachstum haben, sind wir total überlastet."
Der Anteil an deutschen Studenten ist an der WU mit Ende der regulären Inskriptionsfrist von neun Prozent im Vorjahr auf 13 Prozent gestiegen. An der Boku gibt es keine Aufschlüsselung. (APA)